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Bayer Leverkusen hat die Champions-League-Qualifikation wieder fest im Blick. Beim klaren 4:1 gegen RB Leipzig wurde Patrik Schick mit drei Toren zum entscheidenden Faktor und brachte den Werksklub zurück auf Platz vier, wo der Weg in die Königsklasse wieder in eigener Hand liegt.

Schick trifft dreifach und trägt Bayer im Endspurt
Nach seiner Drei-Tore-Show ließ sich Schick zunächst geduldig auf alle Interviewwünsche ein, bevor er im Bauch der BayArena seine Kinder in die Arme schloss und sich auf einen entspannten Abend mit „gutem Essen“ freute. „Wir haben unsere große Chance, zum Glück, genutzt“, sagte der 30 Jahre alte tschechische Nationalstürmer, der Bayer mit seinen Treffern in der 25., 76. und 89. Minute nahezu im Alleingang zum Sieg schoss. Für ihn war es zudem ein besonderer Abend, weil er schon vor dem Spiel für 100 Pflichtspieltreffer im Bayer-Trikot geehrt worden war.
Mit dem hochverdienten Erfolg überholten die Rheinländer Leipzig und sprangen auf Rang vier. Dort liegen sie allerdings nur dank der besseren Tordifferenz vor dem VfB Stuttgart und der TSG Hoffenheim, die beide ebenfalls 58 Punkte haben. Schick ist dabei im Saisonendspurt der große Trumpf: Neun Tore in den vergangenen sechs Bundesligaspielen übertrifft niemand. „Wenn wir so nächste Woche in Stuttgart und danach gegen Hamburg spielen, bin ich sicher: Wir schaffen die Champions League“, betonte der Angreifer.
Stuttgarter Duell wird zum kleinen Endspiel
Das wilde 3:3 zwischen der TSG Hoffenheim und dem VfB Stuttgart am Samstagnachmittag hatte Bayer zusätzlichen Rückenwind verschafft, weil sich die direkten Konkurrenten gegenseitig Punkte nahmen. Für Leipzig wurde die Partie in Leverkusen dagegen zum verpassten ersten Matchball, auch wenn die Sachsen mit 62 Zählern als Tabellendritter weiterhin die besten Karten besitzen. Bayer steht nun mitten im Rennen um die Königsklasse und bekommt am nächsten Samstag um 15.30 Uhr bei Sky in Stuttgart ein kleines Endspiel.
Schick sprach nach dem Spiel von einer offenen Lage. „Es sei nun ‚alles offen'“, fügte er an, „wir geben das Maximum“.
Rolfes und Hjulmand mahnen zur Ruhe
Trotz des Sprungs in die Top vier herrschte bei Bayer keine Selbstzufriedenheit. Sportchef Simon Rolfes stellte klar: „Es hat sich nichts geändert. Wir haben einen Sieg – aber brauchen zwei weitere“, und ergänzte: „Wir haben nichts erreicht. Das war ein Schritt. Einer von dreien.“ Auch Chefcoach Kasper Hjulmand wollte den Erfolg nicht überbewerten. „Wir haben alles in der eigenen Hand. Das versuchen wir natürlich zu nutzen. Es war eines von drei Spielen“, sagte der Däne, der in der Partie eines „der besten Spiele der Saison“ seiner Mannschaft gesehen hatte.
Dass Bayer erstmals seit Mitte Januar wieder in den Top vier steht und nun vom Jäger zum Gejagten geworden ist, ändere laut Hjulmand nichts an der Herangehensweise. „Wir jagen immer noch“, sagte er und bedankte sich zugleich bei Torjäger Schick, der Leverkusen im Tabellenrennen entscheidend in Schlagdistanz zur Champions League gehalten hat.