DFB startet eigenen Pay-TV Sender – für die Fans wird es also noch teurer alles zu sehen!

Der DFB erweitert seine Medienpräsenz deutlich und startet mit DFB.TV erstmals einen eigenen linearen Pay-TV-Sender. Das Angebot soll die Breite des deutschen Fußballs bündeln, kostet im Abo aber extra: Für Fans wird das Verfolgen vieler Inhalte damit noch teurer.

Amazon prime Video - Fußball heute TV Übertragung im Fußballstadion (Foto Depositphotos.com)
Amazon prime Video – Fußball heute TV Übertragung im Fußballstadion (Foto Depositphotos.com)

Neuer Sender bündelt Breite und Tiefe des DFB-Fußballs

Mit dem neuen Kanal will der Deutsche Fußball-Bund eine weitere Stufe seiner medialen Weiterentwicklung zünden und den Fußball in Deutschland „in seiner Gesamtheit“ näher an die Fans bringen. DFB.TV ist dabei ein zentraler Baustein der Gesamtkommunikationsstrategie des Verbandes und begleitet unter anderem die A-Nationalmannschaften bei Trainingslagern, Länderspielen und Turnieren.

Zum Programm gehören Liveübertragungen der Junior*innen-Nationalteams, der 2. Frauen-Bundesliga, des Finaltags der Amateure sowie Inhalte aus Futsal, Beachsoccer und dem DFB-ePokal. Ergänzt wird das Angebot durch Themen rund um Talentförderung und Trainingsmethoden, etwa die „Trainingsphilosophie Deutschland“.

Auch das Schiedsrichterwesen bekommt eine eigene Bühne, dazu kommen Sonderformate wie Pokalauslosungen sowie die Verleihung des Julius Hirsch Preises, der Sepp-Herberger-Awards und die Ehrungen im „Club 100“. Außerdem zeigt DFB.TV Veranstaltungen vom DFB-Campus, darunter den DFB-Nachhaltigkeitskongress und „Der beste Tag“, dazu Zusammenfassungen des DFB-Pokals der Männer und Frauen, der 3. Liga, der Google Pixel Frauen-Bundesliga und der Nationalmannschaften. Rückblicke auf die DFB-Geschichte, große Turniermomente der Auswahlteams und legendäre DFB-Pokalspiele runden das Programm ab.

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Partnernetzwerk, Starttermin und neue Vermarktungsstrategie

Umgesetzt wird DFB.TV als Joint Venture mit der SPORTAINMENT Media Group aus Hamburg, die bereits Sender wie Sportdigital FUSSBALL, Sportdigital 1+ und weitere digitale sowie lineare Angebote betreibt. Das Unternehmen bringt technisches und redaktionelles Know-how im Sendebetrieb, in der Distribution sowie bei modernen TV- und OTT-Plattformen ein. Durch die gebündelten Kompetenzen soll eine leistungsfähige Struktur entstehen, die inhaltliche Qualität und eine skalierbare, zukunftssichere Technik sicherstellt.

Empfangbar sein wird DFB.TV über die Pay-Plattformen in Deutschland unter anderem via DAZN, HD+, Vodafone und Zattoo in HD-Qualität über Kabel, Satellit, IPTV und OTT. Mit weiteren namhaften Plattformen führt der DFB derzeit noch konstruktive Gespräche, damit auch dort rechtzeitig vor dem Launch aufgeschaltet werden kann. Zusätzlich wird der Sender über DFB.TV+ als DFB-eigene App von Deltatre direkt für Endkunden buchbar sein. Der Kanal soll alle nicht exklusiv lizenzierten Ligen und Wettbewerbe bündeln und so neue Fußballinhalte in Breite und Tiefe sichtbar machen, ohne in Konkurrenz zu den bestehenden TV-Partnerschaften des Verbandes zu treten.

Auch bei der Vermarktung setzt der DFB auf neue Wege und hat für Aufbau und Weiterentwicklung von DFB.TV bewusst die Publicis Groupe als strategischen Partner gewählt. Die Agentur soll als Marketing Acceleration Partner sämtliche Phasen begleiten – von der Markteinführung über den Reichweitenaufbau bis hin zur Monetarisierungs- und Vermarktungsstrategie.

Sendestart am Vorabend des Pokalfinals

Der Start von DFB.TV ist für den 22. Mai 2026 am Vorabend des DFB-Pokalfinales der Männer geplant. Bereits am 23. Mai sollen erste Livespiele vom Finaltag der Amateure folgen, ehe die Männer-Nationalmannschaft bei der WM 2026 begleitet wird – live aus dem Team Base Camp und aus dem „German House of Soccer“ in den USA.

Über die DFB.TV+-App wird das Angebot monatlich 5,99 Euro kosten oder 59,99 Euro im Jahresabo. Für Österreich und die Schweiz ist derselbe Preispunkt vorgesehen, dort jeweils in Landeswährung beziehungsweise in Schweizer Franken.

DFB-Generalsekretär und DFB-GmbH-&-Co.-KG-Chef Dr. Holger Blask betont: „DFB.TV markiert einen entscheidenden Schritt in der medialen Weiterentwicklung des Deutschen Fußball-Bundes. Mit diesem Angebot bringen wir den Fußball in seiner ganzen Breite noch näher an die Menschen. Inhalte, die bislang nicht zu sehen oder auf unterschiedlichen Plattformen verstreut waren, werden nun gebündelt – beispielsweise die 2. Frauen Bundesliga oder die Länderspiele unserer Jugend- und Futsal-Nationalmannschaften. Mit DFB.TV setzt der Verband ein klares Signal: für mehr Sichtbarkeit, für alle Facetten des Fußballs, für eine zeitgemäße Form der Fanansprache.“

Gisbert Wundram, DFB.TV-Geschäftsführer und Geschäftsführer der SPORTAINMENT Media Group GmbH & Co. KG, sagt über das neue Joint Venture: „Wir freuen uns, gemeinsam mit dem DFB eine neue mediale Heimat für alle Fußballfans in Deutschland zu schaffen. So wird sich DFB.TV schnell zu einem wichtigen Player in der deutschen Sportmedienlandschaft entwickeln. Wir sind sehr stolz darauf, diesen Weg gemeinsam mit dem DFB gehen zu können – das ist für unsere Unternehmensgruppe ein echter Milestone.“