Weltmeister 1986 – Neuer Maradona-Prozess beginnt in Argentinien

Mehr als fünf Jahre nach dem Tod von Diego Maradona wird der Fall in Argentinien erneut vor Gericht verhandelt. Am Dienstag startet in San Isidro ein neuer Prozess, in dem es wieder um die Frage geht, ob das Ärzteteam der Fußballikone für seinen Tod verantwortlich war. Der Weltmeister 1986 war 2021 gestorben.

Diego Maradona - Weltmeister 1986
Diego Maradona – Weltmeister 1986

 

120 Zeugen bis voraussichtlich Juli

Nach Angaben des Gerichts sollen rund 120 Zeugen aussagen. Das Verfahren ist zunächst bis Juli angesetzt. Maradona war am 25. November 2020 im Alter von 60 Jahren in seiner Privatresidenz gestorben, während er sich nach einer Hirnoperation in Reha befand.

Offiziell wurden damals Herzversagen und ein akutes Lungenödem als Todesursache genannt. Später geriet sein siebenköpfiges Behandlungsteam ins Visier der Justiz und wurde wegen der Umstände des Todes angeklagt.

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Neustart nach geplatztem ersten Verfahren

Der erste Prozess vor dem Gericht in San Isidro nördlich von Buenos Aires war im Mai 2025 nach zweieinhalb Monaten für ungültig erklärt worden. Zuvor war Richterin Julieta Makintach wegen Befangenheitsvorwürfen zurückgetreten, mehrere Verteidiger hatten ihre Unparteilichkeit angezweifelt.

Auf der Anklagebank sitzen erneut insgesamt sieben Beschuldigte, darunter Maradonas damaliger Leibarzt Leopoldo Luque. Ihnen wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Im Falle eines Schuldspruchs drohen jeweils bis zu 25 Jahre Haft.

Verteidigung weist Vorwürfe zurück

Alle Angeklagten bestreiten die Anschuldigungen der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung verweist darauf, dass Maradona, der mit Kokain- und Alkoholabhängigkeit zu kämpfen hatte, eines natürlichen Todes gestorben sei.