Nagelsmann & der WM Kader 2026 – Für welche Nationalspieler platzt der American Dream der WM?

Julian Nagelsmann wird bei der DFB‑Mitarbeiterversammlung am Donnerstag seinen WM‑Kader für 2026 vorstellen und dabei unpopuläre Entscheidungen treffen. Nagelsmann & der WM‑Kader 2026 stehen im Fokus: Einige Stammspieler der Vereine könnten überraschend nicht nominiert werden und damit ihr „American Dream“ platzen sehen. Die Testspiele gegen die Schweiz (27. März, Basel) und Ghana (30. März, Stuttgart) dienen bereits als Vorbühne – wer nicht im Aufgebot steht, verliert wichtige Chancen. Nagelsmann warnt, dass die finale Nominierung vermutlich nicht „auf supergroßes Verständnis“ stoßen werde und betont seine Priorität: die passende Rollenbesetzung für das Turnier.

Neues DFB Trikot 2026 & Aufstellung - Die deutschen Nationalspieler vor dem Fußballspiel der Gruppe A der Europa-Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2026 zwischen Luxemburg und Deutschland am 14. November 2025 (Foto: JOHN THYS / AFP)
Neues DFB Trikot 2026 & Aufstellung – Die deutschen Nationalspieler vor dem Fußballspiel der Gruppe A der Europa-Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2026 zwischen Luxemburg und Deutschland am 14. November 2025 (Foto: JOHN THYS / AFP)

Zeitplan und Rahmen: DFB‑Auftritt, Testspiele und WM‑Planung

Nagelsmann wird am Donnerstag um 11:00 Uhr bei der Mitarbeiterversammlung des DFB sprechen und sein Aufgebot für das Länderspielfenster sowie die Sommerplanung in Nordamerika skizzieren. Einige Spieler müssen bis in den Nachmittag hinein zittern: Gegen 14:00 Uhr könnten die Entscheidungen den einen oder anderen Traum von der WM in Nordamerika vorzeitig beenden. Die zwei Test‑Duelle – Schweiz am 27. März in Basel und Ghana am 30. März in Stuttgart – geben bereits einen Hinweis auf Nagelsmanns kurzfristige Auswahl, weil Stammspieler, die er nicht berücksichtigt, dort fehlen würden. Nagelsmann kündigte zudem an, dass die endgültige WM‑Nominierung im Mai „Entscheidungen geben [wird], die vermutlich nicht auf supergroßes Verständnis stoßen“.

„Der Kader wird dem, mit dem wir zur WM reisen wollen, sehr ähneln“Bundestrainer Nagelsmann

Welche Nationalspieler stehen akut auf der Kippe?

Aus dem Kreis der Kandidaten nannte der Bundestrainer mehrere Namen, bei denen die Nominierung fraglich wirkt: Said El Mala vom 1. FC Köln gilt als potenzieller Kandidat für die Streichliste, weil Nagelsmann ihn zwar zählt, aber nicht fest zusagte. Beim FC Bayern hat Lennart Karl zuletzt weniger Spielzeit und schwächere Auftritte, was seine Chancen schmälert. Aus dem VfB Stuttgart sind Maximilian Mittelstädt, Jamie Leweling und Angelo Stiller laut Einschätzung besonders gefährdet, während bei Werder Bremen Nick Woltemade wegen einer Formkrise zur Disposition stehen könnte. Auch Spieler wie Niclas Füllkrug wurden genannt – die Auswahl bleibt aber offen und von Nagelsmanns Bewertungsmaßstäben abhängig.

Rollenverständnis und Teamgefüge als Auswahlkriterien

Nagelsmann macht die Rollenbesetzung zum zentralen Auswahlkriterium: Er will Spieler, die in der Nationalmannschaft auch als Kaderplatz 15 oder 16 ihre Rolle annehmen und das Teamgefüge stärken, statt Unruhe zu stiften. „Du musst extrem darauf achten, wie ein Spieler damit umgeht, wenn er bei uns Kaderplatz 15 oder 16 ist, obwohl er bei seinem Verein als Top‑Sechser gilt“, erklärte er und betonte, dass es Spieler gebe, „die diese Rolle bei uns nicht gut erfüllen können.“ Gleichzeitig stellt er klar, dass der Kader in seiner Zusammensetzung dem ähneln werde, „mit dem wir zur WM reisen wollen“ – Änderungen wären nur durch Verletzungen oder überraschende Leistungssteigerungen denkbar.

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Umgang mit Reha‑Fällen und Crunchtime im Verein

Neben Form und Rollenverständnis berücksichtigt Nagelsmann auch die Belastungssituation in den Klubs: In der aktuellen „Crunchtime“ von Liga und Europapokal will er Spielern gegebenenfalls Freiraum lassen, um die Konzentration auf den Verein zu ermöglichen. Das könnte Rekonvaleszenten wie Jamal Musiala und Antonio Rüdiger betreffen; Nagelsmann betonte, Musiala müsse er „unbedingt mal wieder sehen“. Auch Kai Havertz erwähnte der Bundestrainer im Kontext von Gedankenspielen und Rollenklarheit. Bei Spielern, die sich nicht mit einer Nebenrolle zufrieden geben, kündigt Nagelsmann individuelle Rollengespräche an, um vor dem WM‑Camp in Winston‑Salem Klarheit zu schaffen.

Deniz Undav und die Frage nach Überraschungen

Eine Personalie scheint vorerst geklärt: Deniz Undav vom VfB Stuttgart trifft derzeit regelmäßig und wirkte entspannt bei der Frage nach einem Kontakt mit dem Bundestrainer. Nagelsmanns öffentliches kicker‑Interview vor zwei Wochen, in dem er viele Bewerber kritisch beleuchtete, hat die Spekulationen zusätzlich angeheizt. Ob es einen vollständig überraschenden „Mr. X“ ohne WM‑Ticket geben wird, gilt nach aktuellem Stand als unwahrscheinlich – dennoch bleibt Spannung bis zur endgültigen Nominierung im Mai und zu den offiziellen Bekanntgaben in dieser Woche.