Fußball WM 2026 – Irans Sportminister deutet WM-Boykott an

Fußball WM 2026 – Irans Sportminister Ahmad Donyamali hat offen einen Verzicht auf die Teilnahme seines Landes an der Weltmeisterschaft im Sommer in den USA, Mexiko und Kanada angedeutet. Donyamali begründete den möglichen WM-Boykott mit schweren Vorwürfen gegen die US-Administration und nannte die Lage nach den jüngsten Luftangriffen untragbar. Er sprach von getöteten Führungspersonen und Tausenden Opfern, die eine Teilnahme unmöglich machten. Das Weiße Haus reagierte später und erklärte, Präsident Donald Trump würde eine Teilnahme Irans begrüßen.

Ein Fußballspieler im Trikot der iranischen Nationalmannschaft steht mit einem Fußball in der Hand vor einer großen iranischen Fahne, im Hintergrund jubelnde Fans im Stadion. (Copyright Depositphotos.com)
Ein Fußballspieler im Trikot der iranischen Nationalmannschaft steht mit einem Fußball in der Hand vor einer großen iranischen Fahne, im Hintergrund jubelnde Fans im Stadion. (Copyright Depositphotos.com)

Irans Sportminister deutet WM-Boykott an

Ahmad Donyamali sagte am Dienstag im staatlichen Fernsehen, die Voraussetzungen für eine Teilnahme an der Fußball WM 2026 seien „in keiner Weise gegeben“. Er stellte klar, dass der Konflikt und die Todesopfer in seiner Bewertung eine zentrale Rolle spielten und deshalb ein Verzicht geprüft werde. Konkrete organisatorische Schritte oder ein formaler Rückzug wurden nicht genannt.

Vorwürfe gegen die US-Administration

Donyamali richtete seine Kritik ausdrücklich an die US-Administration unter Präsident Donald Trump. Er warf den USA vor, dem Iran innerhalb von acht oder neun Monaten „zwei Kriege aufgezwungen“ und mehrere Tausend Landsleute getötet zu haben. Besonders gravierend nannte er die Tötung des obersten Anführers Ayatollah Ali Chamenei sowie weiterer Mitglieder der iranischen Führung.

Sicherheitsfragen und US-Reaktion

Experten hatten bereits die Möglichkeit diskutiert, dass die USA aus Sicherheitsgründen eine Einreisegenehmigung für die iranische Mannschaft verweigern könnten. Am Mittwochnachmittag teilte das Weiße Haus jedoch mit, dass Präsident Trump eine Teilnahme Irans an der WM „begrüßen“ würde. Dennoch bleiben Sicherheitsbedenken ein zentrales Thema für eine potenzielle Teilnahme oder einen Boykott.

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Spielorte und Auswirkungen auf die Gruppenphase

Die Fußball WM 2026 findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Mexiko und Kanada statt. Die drei Gruppenspiele des Iran sind laut Planungen in Los Angeles und Seattle angesetzt. Ein möglicher Rückzug würde direkte Auswirkungen auf die Gruppenphase und die Planung der Spielorte an der US-Westküste haben.