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WM 2026: Nationaltrainer von Geheim-Favorit tritt zurück — Walid Regragui (50) hat überraschend seinen Rücktritt als Coach der marokkanischen Nationalmannschaft angekündigt. Auf einer Pressekonferenz erklärte Regragui, die Mannschaft brauche „ein neues Gesicht, neue Energie und eine neue Perspektive“. Kurz vor dem Turnier in Nordamerika stellt der marokkanische Verband bereits einen Nachfolger vor: Mohamed Ouahbi, bisher U23-Trainer und 2025 erfolgreicher U20-Weltmeister. Der Trainerwechsel kommt, obwohl Marokko zuletzt zu den stärksten afrikanischen Teams zählte und in der FIFA-Weltrangliste bis auf Platz acht kletterte.

Regragui erklärt Rücktritt — Gründe und Zeitpunkt
Walid Regragui gab seinen Rücktritt persönlich auf einer Pressekonferenz bekannt und nannte sportliche Gründe: „Die Mannschaft braucht vor der Weltmeisterschaft neuen Schwung, eine neue Vision.“ Den Angaben zufolge hatte sich sein Abgang in den vergangenen Wochen bereits abgezeichnet. Gleichzeitig berichteten lokale Medien, der marokkanische Verband habe zunächst versucht, Regragui zu überzeugen, doch der Trainer blieb bei seiner Entscheidung.
Nachfolger steht schon fest: Mohamed Ouahbi übernimmt
Direkt nach der Ankündigung präsentierte der Verband Mohamed Ouahbi als neuen Nationaltrainer. Ouahbi arbeitete zuletzt als U23-Trainer und führte 2025 die U20-Auswahl erstmals zum Weltmeistertitel — ein weiterer Erfolg im Nachwuchsbereich, der seine Beförderung rechtfertigt. Er übernimmt nun die Verantwortung für Stars wie den Ex-Dortmunder Achraf Hakimi und muss das Team für die WM-Endrunde in kurzer Zeit taktisch und psychologisch vorbereiten.
Sportliche Bilanz, WM-Gruppe und Erwartungen
Sportlich hinterlässt Regragui eine beeindruckende Bilanz: Er war seit August 2022 im Amt, führte Marokko beim Winterturnier in Katar sensationell ins Halbfinale und stand jüngst mit der Mannschaft im Finale des Afrika-Cups, das gegen Senegal in der Verlängerung verloren ging. Die WM 2026 findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko statt; Marokko trifft in Gruppe C auf Brasilien, Schottland und Haiti. Aufgrund der konstant starken Leistungen in den vergangenen Jahren gelten die „Löwen vom Atlas“ als einer der größten Hoffnungsträger Afrikas.
Reaktionen, Medienberichte und nächster Schritt
Zunächst berichtete das Online-Portal „Fußballtransfers“ über den unmittelbar bevorstehenden Rücktritt, lokale Medien bestätigten die Darstellung und beschrieben intern geführte Gespräche mit dem Verband. Ex-Nationalspieler Toni Kroos hatte Marokko kurz zuvor in einem Interview als mögliche Überraschung für die WM genannt und die technische Qualität des Teams hervorgehoben. Nun liegt die Aufgabe bei Ouahbi und dem Verband, den Kader, die Vorbereitung und die mentale Ausrichtung vor dem Turnier zügig zu organisieren.