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Díaz als Antreiber, Kolumbien als Geheimtipp
Angeführt vom beweglichen Bayern-Profi Luis Díaz untermauerten die Südamerikaner ihre Ansprüche. Nach der starken Vorrunde mit dem Gruppensieg vor Portugal waren die Erwartungen im Land ohnehin bereits spürbar gewachsen, und der Auftritt gegen Ghana bestärkte den Eindruck, dass Kolumbien zu einem Geheimfavoriten reifen könnte.
Trainer Nestor Lorenzo ordnete die neue Rolle seines Teams ein und sagte: „Es ist schön, dass wir von einigen als Mitfavorit gesehen werden. Aber das musst du auf dem Platz zeigen“, sagte Trainer Nestor Lorenzo: „Unser Team hat gelernt, mit der Rolle und der Verantwortung umzugehen.“ Genau das demonstrierten die Cafeteros im fast komplett gelb gefärbten Stadion von Beginn an mit viel Kontrolle, sauberem Passspiel und hoher Präsenz.
Frühe Wechsel, frühes Tor, kaum Räume
Die Partie begann kurios. Zunächst musste Kolumbiens Jhon Cordoba nach acht Minuten den verletzten Luis Suárez ersetzen, der wegen einer Leistenverletzung nicht weitermachen konnte. Kurz darauf erwischte es auch Ghana, als Marvin Senaya nach einer Muskelblessur für Alidu Seidu Platz machte. Suárez war sofort auf Betriebstemperatur und schlug traumhaft an den zweiten Pfosten, während Seidu noch ungeordnet wirkte und Arias völlig frei zum 1:0 einschieben ließ.
Im Anschluss übernahm Kolumbien fast vollständig die Spielkontrolle und kombinierte gefällig durch die eigenen Reihen. Gegen Ghanas tief stehenden Block fanden die Südamerikaner im letzten Drittel allerdings nur selten Lücken. Die Mannschaft von Carlos Queiroz, der Kolumbien von Februar 2019 bis Dezember 2020 selbst ohne viel Glück betreut hatte, brachte im ersten Durchgang offensiv kaum etwas zustande. Lediglich Thomas Partey setzte nach 57 Sekunden einen frühen Warnschuss ab.
Die beste Szene vor der Pause gehörte dennoch den Kolumbianern, als sich der nach Verletzung zurückgekehrte Stammkeeper Lawrence Ati Zigi bei einem Kopfball von Johan Mojica auszeichnen musste. Ghana verteidigte kompakt, kam aber selbst kaum nach vorne und blieb bis zur Pause ohne nennenswerte Entlastung.
Ghana läuft ins offene Messer
Nach dem Seitenwechsel rückten die Black Stars etwas mutiger auf, schoben das Spiel häufiger in die gegnerische Hälfte und liefen damit immer wieder in kolumbianische Umschaltmomente. Luis Díaz traf zunächst aus einer Abseitsposition ins Netz, weshalb der Treffer in der 56. Minute nicht zählte. Zwei Minuten später stand der Bayern-Star erneut im Mittelpunkt, scheiterte diesmal jedoch frei vor Ati Zigi.
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Auch danach blieb Kolumbien gefährlicher, während Ghana im Vorwärtsgang trotz aller Bemühungen und mit Topstar Antoine Semenyo ohne echte Durchschlagskraft blieb. Die Afrikaner verpassten damit die Chance, Marokko und Ägypten in die nächste Runde zu folgen. Zum ersten Mal überhaupt hätte es drei afrikanische Teams im Achtelfinale geben können, doch daraus wurde nichts. Ghanas bestes WM-Ergebnis bleibt damit der überraschende Viertelfinal-Einzug 2010.