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Der Showdown um die verbliebenen sechs WM-Tickets beginnt an diesem Donnerstag: 22 Teams kämpfen in den WM-Playoffs um die verbliebenen Startplätze für das Mega-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada. Während einige Nationen um den Traum von Nord- und Mittelamerika zittern, hoffen andere auf Fußball-Wunder und Überraschungen. Alte Bekannte wie Italien stehen unter Druck, Ex-Stars und aktuelle Bundesliga-Spieler sind noch mitten im Rennen. Der folgende Überblick fasst alle wichtigen Akteure, Termine und Zitate zusammen.

Ausgangslage: 22 Teams, sechs Tickets
Ab Donnerstag treten 22 Nationen in den WM-Playoffs an, um die letzten sechs Karten für die WM in den USA, Mexiko und Kanada zu lösen. Der Weg zur Endrunde führt über K.-o.-Duelle mit Halbfinal- und Finalspielen; Spieltermine starten bereits an diesem ersten Playoff-Tag. Viele Teams senden ihre Topspieler und Trainer, andere setzen auf Außenseiter- und Wunder-Szenarien. Gleichzeitig stehen auch einige Gesichter aus der Bundesliga in entscheidenden Begegnungen.

Fußball WM 2026 Playoffs – der Spielplan
Oldie Edin Džeko und Bosnien-Herzegowina
OLDIE Edin Dzeko feierte Mitte März seinen 40. Geburtstag und will sich mit der WM-Qualifikation ein verspätetes Geburtstagsgeschenk machen. Der Stürmer von Schalke 04 führt Bosnien-Herzegowina ins Playoff-Abenteuer; das Team wird von Trainer Sergej Barbarez betreut. Bislang ungeladene Gäste für das Mega-Turnier sind neben dem Team von Trainer Sergej Barbarez aber auch Schwergewicht Italien. Ein möglicher Final-Gegner, der wie Bosnien-Herzegowina zuletzt 2014 in Brasilien mit von der Partie war.
Erster Härtetest: Wales
Der erste Miesepeter, der Dzeko und Co. die Party verhageln und sowohl ihm persönlich als auch seinem Land die zweite WM-Teilnahme verwehren könnte, ist Wales am Donnerstag (20.45 Uhr). Dieses Spiel ist ein frühes Schlaglicht der Playoff-Runde und könnte Bosnien-Herzegowina früh aus dem Rennen werfen. Die Partie verspricht Spannung und taktische Feinheiten, in denen ein individueller Fehler oder eine Standardsituation das Weiterkommen entscheiden kann.
Brivido: Italien und Gennaro Gattuso
BRIVIDO – Vielen Italienern läuft beim Gedanken an eine erneute WM ohne die Squadra Azzurra womöglich schon ein Schauer über den Rücken. Druck verspürt deshalb auch Gennaro „Rino“ Gattuso, der einst allen Gegenspielern das Fürchten lehrte. „Nur wer kein Blut in den Adern hat, würde ihn nicht spüren“, sagt der Nationaltrainer mit Blick auf die Playoffs, wo im Halbfinale zunächst Nordirland (20.45 Uhr) wartet.
Italiens Weg in die Playoffs macht die Azzurri zum medialen Fokus; taktische Fragezeichen, Personalentscheidungen und die psychologische Belastung stehen nun im Zentrum der Berichterstattung. Der Chefcoach muss seine Mannschaft in den K.-o.-Spielen richtig einstellen, denn schon ein verpatzter Spielverlauf kann das Aus bedeuten.
Pazifische Krieger: Neukaledonien und Christian Karembeu
PAZIFISCHE KRIEGER – Christian Karembeu fiebert mit, wenn das kleine Neukaledonien vom großen WM-Wunder träumt. „Wir sind eine Nation pazifischer Krieger. Alles ist möglich“, sagt der französische Fußball-Weltmeister von 1998 im FIFA-Interview und bringt damit die Hoffnungen seines Geburtsortes zum Ausdruck. Schließlich wurde er auf Lifou geboren, einem Atoll der Loyalitätsinseln – und damit in Neukaledonien.
Die Kagus und ihr Weg
Die „Kagus“ – benannt nach einem flugunfähigen Vogel – müssen am Donnerstag (21.00 Uhr Ortszeit/Freitag 4.00 MEZ) erst Jamaika und fünf Tage später noch die Demokratische Republik Kongo schlagen, dann wäre die erste WM-Teilnahme perfekt. Dieser doppelte Hürdenlauf erfordert konditionelle Stärke, taktische Disziplin und mentale Robustheit; der Spielplan und die Reisebelastung werden dabei eine große Rolle spielen.
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Jugendherberge: Kosovo und Franco Foda
JUGENDHERBERGE – Beim kosovarischen Fußballverband rechnet derzeit noch niemand so richtig mit einer WM-Teilnahme. Die Reiseplanung Richtung Nord- und Mittelamerika sei noch auf Eis gelegt, verriet Kosovos Nationaltrainer Franco Foda der Kronen Zeitung. Und sollte es nach den Spielen gegen die Slowakei (20.45 Uhr) und Türkei/Rumänien doch mit einer Fernreise klappen, gibt sich der frühere Bundesliga-Coach genügsam.
Foda, die Optionen und Asllani
„Fahren wir wirklich zur WM, dann schlafe ich von mir aus auch in der Jugendherberge“, sagte der 59-Jährige, der unter anderem auf Hoffenheims Torjäger Fisnik Asllani aus der Bundesliga zurückgreifen kann. Foda, der als früherer Bundesliga-Coach Erfahrung mit internationalen Einsätzen und K.-o.-Situationen mitbringt, macht damit deutlich, dass er sich auf alle Eventualitäten einstellt. Für Kosovo wäre jede positive Überraschung historisch.
Welche großen Namen bangen noch?
Zuletzt hatte Robert Lewandowski die polnische Nationalmannschaft zu den WM-Ausgaben in Russland und Katar geführt. Um dieses Mal dabei zu sein, muss der polnische Rekordtorjäger zunächst den Umweg über Albanien nehmen. Im Finale wartet dann Schweden mit einem 300 Millionen Euro teuren Sturm um Alexander Isak.
Bangen muss zudem Christian Eriksen (VfL Wolfsburg) mit Dänemark. Für die Dänen geht es zunächst gegen Underdog Nordmazedonien. Auch Mittelfeldspieler Arda Güler (Real Madrid) hofft noch auf die erste WM-Teilnahme der Türkei seit 2002. Diese prominenten Namen und Marktwerte setzen zusätzliche Schlaglichter auf die Playoffs, in denen individuelle Klasse und Teamtaktik oft den Ausschlag geben.
SID dak ak