WM-Oldies im Tor: Neuer ist nicht allein bei der WM 2026

Die WM 2026 in den Gastgeberländern Vereinigte Staaten, Kanada und Mexiko ist das größte Fußballturnier aller Zeiten. 48 Mannschaften, 104 Spiele und ein neuer Modus sorgen für Rekorde am laufenden Band. Doch während viele Augen auf Wunderkinder wie Lamine Yamal gerichtet sind, schreibt eine ganz andere Generation ihre Geschichten: die Torhüter-Oldies. Mit Manuel Neuer, Vozinha, Guillermo Ochoa und Eloy Room prägen gleich mehrere erfahrene Torhüter die Weltmeisterschaft und beweisen, dass auf ihrer Position oft andere Gesetze gelten als im Feld.

Torhüter Manuel Neuer trifft am 18. Juni 2026 zur Pressekonferenz der deutschen Nationalmannschaft an der Winston-Salem State University in North Carolina ein. (Alexander Hassenstein / Getty Images)
Torhüter Manuel Neuer trifft am 18. Juni 2026 zur Pressekonferenz der deutschen Nationalmannschaft an der Winston-Salem State University in North Carolina ein. (Alexander Hassenstein / Getty Images)

Erfahrung statt Geburtsdatum: Die WM gehört auch den Torwart-Oldies

Manuel Neuer: Der Weltmeister macht weiter

Manuel Neuer liefert bei der WM 2026 den wohl eindrucksvollsten Beleg dafür, dass Torhüter anders altern als Feldspieler. Mit seinem 21. WM-Einsatz stieg der deutsche Kapitän zum alleinigen Rekordtorwart der Weltmeisterschaftsgeschichte auf. Der Weltmeister von 2014 steht damit nicht nur für Erfahrung und Beständigkeit, sondern auch für eine Karriere, die selbst im Alter von 40 Jahren noch neue Bestmarken hervorbringt.

Deutschland heute bei der WM 2026: Neuer steigt zum WM-Rekordtorwart auf

Atlanta, Georgia, USA, 15. Juni 2026: Kap Verdes Torhüter Vozinha schwenkt nach dem 0:0 im WM-Spiel der Gruppe H gegen Spanien eine Flagge vor den Fans im Atlanta Stadium. (Foto: Justin Setterfield/Getty Images)
Atlanta, Georgia, USA, 15. Juni 2026: Kap Verdes Torhüter Vozinha schwenkt nach dem 0:0 im WM-Spiel der Gruppe H gegen Spanien eine Flagge vor den Fans im Atlanta Stadium. (Foto: Justin Setterfield/Getty Images)

Vozinha: Der Held von Kap Verde

Besonders beeindruckend ist die Geschichte von Vozinha. Der 40-Jährige wurde beim überraschenden 0:0 gegen Spanien zum Nationalhelden. Mit seinen Paraden brachte er die spanischen Angreifer zur Verzweiflung und machte deutlich, dass Erfahrung auf der größten Bühne der Welt manchmal wichtiger sein kann als jugendliche Dynamik.

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Guillermo Ochoa, Torhüter der mexikanischen Nationalmannschaft, beim Abschlusstraining im Centro de Alto Rendimiento in Mexiko-Stadt einen Tag vor dem WM-Auftaktspiel gegen Südafrika am 10. Juni 2026. (Luke Hales / Getty Images)
Guillermo Ochoa, Torhüter der mexikanischen Nationalmannschaft, beim Abschlusstraining im Centro de Alto Rendimiento in Mexiko-Stadt einen Tag vor dem WM-Auftaktspiel gegen Südafrika am 10. Juni 2026. (Luke Hales / Getty Images)

Ochoa: Die WM-Legende lebt weiter

Auch Guillermo Ochoa beweist einmal mehr seine außergewöhnliche Langlebigkeit. Der mexikanische Publikumsliebling gehört seit mehr als anderthalb Jahrzehnten zum Inventar von Weltmeisterschaften und sammelt bei seiner Heim-WM weitere Kapitel für seine beeindruckende Karriere.

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Curaçaos Torwart Eloy Room applaudiert nach dem 0:0 den Fans und wurde zum Spieler des Spiels gewählt – das Gruppenspiel der Gruppe E zwischen Ecuador und Curaçao bei der WM 2026 fand am 20. Juni 2026 im Stadion von Kansas City in Kansas City, Missouri, statt. Charlotte Wilson / Getty Images
Curaçaos Torwart Eloy Room applaudiert nach dem 0:0 den Fans und wurde zum Spieler des Spiels gewählt – das Gruppenspiel der Gruppe E zwischen Ecuador und Curaçao bei der WM 2026 fand am 20. Juni 2026 im Stadion von Kansas City in Kansas City, Missouri, statt. Charlotte Wilson / Getty Images

Eloy Victor Room: Curaçaos sicherer Rückhalt

Dazu gesellt sich mit Eloy Room ein weiterer Keeper, der trotz seiner 37 Jahre zu den großen Überraschungen des Turniers zählt. Der Schlussmann von Curaçao hielt seine Mannschaft mit einer Reihe spektakulärer Paraden mehrfach im Spiel und wurde zu einem der Gesichter der ersten WM-Wochen.

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Die späten Helden der WM: Warum Torhüter anders altern

Die WM 2026 zeigt damit eindrucksvoll, dass Torhüter oft nach eigenen Gesetzen altern. Während Feldspieler mit Mitte 30 vielerorts bereits über ihr Karriereende nachdenken, stehen Neuer, Vozinha, Ochoa oder Room weiterhin im Rampenlicht des größten Fußballturniers der Welt. Bei 104 Spielen auf drei Kontinenten und einer Rekordzahl an Teilnehmern sind es ausgerechnet die erfahrensten Männer auf dem Platz, die immer wieder beweisen, dass Klasse manchmal einfach eine Frage der Haltbarkeit ist.