WM 2026 Podcast: Neueste Folge „Der neue Bundestrainer Klopp: Wie ist der aktuelle Stand?“

In der neuesten Folge unseres WM 2026 Podcasts „Der 5. Stern“ klären wir den aktuellen Stand im Bundestrainer-Poker: Julian Nagelsmann ist Geschichte, Jürgen Klopp soll übernehmen. Doch der Neuanfang ist teuer und kompliziert.

Podcast Der 5. Stern: Der neue Bundestrainer Klopp und der Poker um seinen Wechsel zum DFB



Nach dem WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay macht der DFB reinen Tisch. Wir ordnen ein, warum die unbelastete Neuaufstellung Millionen kostet, welche Hürden der Wunschtransfer Klopp mit sich bringt und wie sich der gesamte Verband gerade um einen Mann formiert, der formell noch gar nicht angestellt ist.

Nagelsmanns teurer Abschied: 6,8 Millionen Abfindung

Julian Nagelsmann hat seinen Vertrag von sich aus aufgelöst, um den Weg frei zu machen, und sich öffentlich bei den Fans entschuldigt. Trotzdem kauft sich der DFB die unbelastete Neuaufstellung teuer ein: Die Rede ist von rund 6,8 Millionen Euro Abfindung. Das entspricht in etwa der Auflösung eines hochdotierten Star-Vertrags, nur um einen Schlussstrich zu ziehen und Platz für einen kompletten Neustart zu schaffen.

Warum der ganze Trainerstab geht

Im modernen Spitzenfußball greift ein oft unterschätzter Mechanismus: Verlässt der Cheftrainer den Verein, fällt in aller Regel der gesamte Trainerstab mit ihm. Die 6,8 Millionen decken deshalb nicht nur Nagelsmann ab, sondern auch die noch laufenden Verträge seiner Co-Trainer Benjamin Glück und Benjamin Hübner. Der DFB löst also nicht einen einzelnen Arbeitsvertrag auf, sondern wickelt eine komplette Abteilung ab.

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Klopp als Königstransfer: Der Red-Bull-Poker

Der Wunschnachfolger heißt Jürgen Klopp. Auf der TV-Dachterrasse in New York sagte er offen „Ich bin bereit“, doch er steht bei Red Bull noch bis 2029 als Head of Global Soccer unter Vertrag und gilt als betont vertragstreu. Damit betritt der DFB Neuland: Statt jemanden aus den eigenen Reihen zu befördern oder einen vertragslosen Kandidaten zu holen, muss der Verband wie ein reicher Spitzenklub auf dem Transfermarkt agieren. Es könnte auf die erste echte Ablösesumme für einen Bundestrainer hinauslaufen. Deshalb reisen DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Liga-Boss Hans-Joachim Watzke eilig in die USA, um den Deal direkt mit Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff auszuhandeln.

Machtumbau beim DFB

Klopp geht es dabei nicht um einen simplen Trainerwechsel, sondern um einen strukturellen Wendepunkt: Er will die Architektur des Verbandes nach seinen Vorstellungen umbauen. Das personelle Stuhlrücken hat längst begonnen. Andreas Rettig verlässt den DFB zum Jahresende, die Zukunft von Sportdirektor Rudi Völler ist offen, eine Entscheidung soll kommende Woche fallen. Für den Trainerstab kursieren Namen wie Pepijn Lijnders und Peter Krawietz aus Klopps Liverpool-Zeit, während sich 2014er-Weltmeister wie Per Mertesacker für künftige Posten in Stellung bringen. Und während in Frankfurt die Wände wackeln, sitzt Klopp seelenruhig in den USA und zieht seine Rolle als TV-Experte bis zum WM-Finale am 19. Juli durch. Eine überlegene Verhandlungsposition.

Die Themen der Folge im Überblick

  • Das WM-Aus gegen Paraguay und der große Umbruch beim DFB
  • Nagelsmanns Rücktritt und die 6,8-Millionen-Abfindung
  • Warum der komplette Trainerstab (Glück, Hübner) mitgeht
  • Klopp als Wunschnachfolger, Vertrag bei Red Bull bis 2029
  • Die womöglich erste echte Ablöse für einen Bundestrainer
  • Der USA-Gipfel: Neuendorf und Watzke bei Oliver Mintzlaff
  • Klopps Forderung nach einem strukturellen Wendepunkt
  • Stuhlrücken beim DFB: Rettig, Völler, Lijnders, Krawietz, Mertesacker
  • Klopps überlegene Verhandlungsposition als TV-Experte bis zum Finale

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Transkript

[00:00:00] Sprecher 1: Willkommen zur neuesten Ausgabe von „Der 5. Stern“, täglich Nationalelf und WM 2026 News. Heute ist der 6. Juli 2026, und nach diesem wirklich bitteren Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay überschlagen sich die Ereignisse rund um die Mannschaft. Da bleibt momentan echt kein Stein auf dem anderen.

[00:00:23] Sprecher 2: Der DFB macht in der Runde komplett reinen Tisch, Julian Nagelsmann ist offiziell Geschichte.

[00:00:28] Sprecher 1: Richtig, und Transfer-Experte Fabrizio Romano hat quasi schon sein berühmtes „Here we go“ für Jürgen Klopp in die Welt gesetzt.

[00:00:37] Sprecher 2: Wobei dieser Neuanfang eine enorme finanzielle Dimension mit sich bringt. Nagelsmann hat seinen Vertrag zwar von sich aus aufgelöst, um den Weg frei zu machen, und sich öffentlich bei den Fans entschuldigt. Aber der Verband kauft sich diese unbelastete Neuaufstellung sehr teuer ein. Wir reden hier über rund 6,8 Millionen Euro Abfindung.

[00:00:56] Sprecher 1: Das ist ein gewaltiger Batzen Geld, nur um einen Schlussstrich zu ziehen. Das ist im Prinzip so, als würdest du den Vertrag eines extrem teuren Star-Stürmers auflösen. Man nimmt richtig viel Geld in die Hand, einfach nur um Platz im Kader zu schaffen.

[00:01:14] Sprecher 2: Exakt so kannst du das sehen. Hier greift ein oft unterschätzter Mechanismus im modernen Spitzenfußball: Wenn der Chef-Trainer geht, fällt meistens der gesamte Trainerstab.

[00:01:23] Sprecher 1: Die 6,8 Millionen decken also nicht nur Nagelsmann ab, richtig?

[00:01:27] Sprecher 2: Richtig. Da hängen auch die eigentlich noch laufenden Verträge seiner Co-Trainer Benjamin Glück und Benjamin Hübner mit drin. Der DFB löst hier nicht einfach nur einen einzelnen Arbeitsvertrag auf, man wickelt sozusagen eine komplette Abteilung ab.

[00:01:42] Sprecher 1: Genau das. Man schafft Handlungsspielraum, aber das Konto blutet erst mal massiv. Und der anvisierte Königstransfer für die Seitenlinie bringt Hürden aus einer ganz anderen Dimension mit sich.

[00:01:53] Sprecher 2: Klopp signalisiert auf dieser TV-Dachterrasse in New York offen „Ich bin bereit“. Er hat aber eben noch diesen Vertrag bis 2029 als Head of Global Soccer bei Red Bull. Und wir kennen Klopp aus all den Jahren im Geschäft: Er ist vertragstreu.

[00:02:10] Sprecher 1: Da betritt der DFB jetzt historisches Neuland. Normalerweise befördert der Verband Leute aus den eigenen Reihen oder holt vertragslose Kandidaten. Jetzt müssen sie plötzlich wie ein reicher Spitzenklub auf dem Transfermarkt agieren. Wir sprechen hier womöglich über die allererste echte Ablösesumme für einen Bundestrainer.

[00:02:30] Sprecher 2: Was auch erklärt, warum DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Liga-Chef Hans-Joachim Watzke jetzt eilig in die USA fliegen.

[00:02:39] Sprecher 1: Da bleibt ihnen nichts anderes übrig. Sie müssen diesen beispiellosen Deal direkt mit Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff aushandeln.

[00:02:46] Sprecher 2: Wobei Watzke aus seiner langen Zeit im Vereinsfußball sicher weiß, dass es bei Klopp nicht nur um eine reine Geldüberweisung geht.

[00:02:54] Sprecher 1: Da sprichst du den entscheidenden Punkt an. Klopp reicht ein simpler Trainerwechsel nicht, er fordert einen strukturellen Wendepunkt. Er will die Architektur des Verbandes nach seinen Vorstellungen umbauen.

[00:03:01] Sprecher 2: Richtig, und das schlägt jetzt schon gewaltige Wellen in der DFB-Zentrale. Das personelle Stuhlrücken hat bereits begonnen: Andreas Rettig geht zum Jahresende als Geschäftsführer. Das greift alles nahtlos ineinander.

[00:03:19] Sprecher 1: Ein neues Machtzentrum entsteht, da wackeln die alten Hierarchien. Auch die Zukunft von Rudi Völler als Sportdirektor ist momentan völlig offen, eine Entscheidung fällt wohl kommende Woche. Stattdessen kursieren für die Bank schon Namen wie Pepijn Lijnders und Peter Krawietz.

[00:03:34] Sprecher 2: Seine alten, engsten Vertrauten aus der Liverpool-Zeit. Und gleichzeitig bringen sich ehemalige 2014er-Weltmeister wie Per Mertesacker für künftige DFB-Posten in Stellung.

[00:03:45] Sprecher 1: Die Ironie an dieser ganzen Entwicklung ist ja folgende: Während in Frankfurt die Wände wackeln und der DFB um Millionen feilscht, sitzt Klopp seelenruhig in den USA. Er zieht seine Rolle als TV-Experte bis zum WM-Finale am 19. Juli knallhart durch.

[00:04:02] Sprecher 2: Das zeigt schlichtweg seine überlegene Verhandlungsposition. Er hat Zeit, er hat einen gültigen Vertrag, und der DFB steht unter gigantischem Druck. Der gesamte Verband formiert sich gerade um einen starken Mann, der formell noch gar nicht angestellt ist.

[00:04:16] Sprecher 1: Es bleibt wirklich abzuwarten, welchen Preis der Verband am Ende an Red Bull zahlen wird für diesen monumentalen Neuanfang. Ein völlig neuer DFB formiert sich da.

[00:04:25] Sprecher 2: Ein beispielloses Projekt. Herzlichen Dank fürs Zuhören bei der heutigen Ausgabe. Bis zum nächsten Mal.