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Eine Woche nach dem WM 2026 Start zeigt sich bei der TV-Auswahl ein klares Bild: MagentaTV liegt im Vergleich mit ARD und ZDF vorn. Der größte Trumpf der Telekom ist dabei nicht einmal, dass dort alle Spiele der WM laufen. Entscheidend sind die Experten, die MagentaTV auf den Smartphones der Fans deutlich stärker sichtbar machen als die öffentlich-rechtlichen Sender.

Experten statt bloßer Übertragung
Die Fußball-Weltmeisterschaft läuft seit einer Woche, für deutsche Zuschauer mit vielen späten Anstoßzeiten und noch mehr Augenringen. Wer die Partien sehen will, hat die Wahl zwischen den frei empfangbaren Spielen von ARD und ZDF oder dem kostenpflichtigen Angebot von MagentaTV, das mindestens elf Euro im Monat kostet und dafür sämtliche WM-Spiele zeigt. Im direkten Vergleich hat die Telekom bislang die Nase vorn, und das liegt nicht nur an der Vollversorgung mit Spielen.
Früher prägten vor allem die Kommentatoren das Live-Erlebnis. Namen wie Gerd Rubenbauer, Béla Réthy oder Heribert Faßbender waren für viele Fans unmittelbar mit Fußball im Fernsehen verbunden. Man liebte sie oder man konnte sie nicht ausstehen. Welcher Ex-Profi als Co-Kommentator daneben saß, spielte oft nur eine Nebenrolle. Heute ist diese Zeit weitgehend vorbei.
Der Kommentator selbst ist für viele längst austauschbar geworden. Die Details zur Transferhistorie eines Spielers liefern längst unzählige Helfer, dazu kommen überall dieselben Anekdoten und flotten Sprüche. Ob Tom Bartels für die ARD oder Wolff Fuss für MagentaTV am Mikro sitzt, die Zuschauer wissen in der Regel genau, was sie erwartet.
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MagentaTV setzt auf Reichweite im Netz
Auch die Moderatoren in den WM-Studios unterscheiden sich aus Sicht vieler Fans kaum noch. Niemand schaltet heute wegen eines Johannes B. Kerner oder einer Katrin Müller-Hohenstein ein. 2026 sind es die Experten, die den Ausschlag geben. Und genau hier führt MagentaTV nach dieser ersten WM-Woche mit 1:0, weil das Team aus Sicht des Autors schlicht stärker besetzt ist.
Die Bonner konnten mit offenbar nahezu unbegrenztem Budget Jürgen Klopp gewinnen, der 2006 im ZDF schon einmal das Publikum begeisterte. Dazu kommen Thomas Müller, der als Plaudertasche der Nation gilt, und Mats Hummels als intelligenter Querkopf. Ergänzt wird das Ensemble von aktiven Profis wie Robert Andrich oder Jonas Hofmann. So entsteht eine Mischung, die Aufmerksamkeit erzeugt. Wenn Klopp oder Müller sprechen, hört die Nation zu, auch ohne MagentaTV-Abo.
Genau diese Wirkung trägt die Aussagen weit über den Fernseher hinaus. Die Medienlandschaft verteilt ihre Zitate auf jedes Smartphone. Als Klopp und Müller unpassend über Julian Nagelsmann scherzten und sich Klopp später bei Nagelsmann entschuldigte, gehörten diese beiden Momente zu den stärksten Nachrichtenlagen der bisherigen WM. Klopp bleibt der ewige Schattenbundestrainer, Müller und Hummels sind Namen, die entweder noch selbst spielen oder erst vor Kurzem aufgehört haben, und gerade deshalb besitzen ihre Worte Gewicht. Sie sind nah am Geschehen, aber frei genug, um offen zu reden.

ARD und ZDF wirken im Vergleich zurückhaltend
Die öffentlich-rechtlichen Sender kommen mit diesem Profil nicht mit. Christoph Kramer und Per Mertesacker bilden zwar ein starkes Duo, nach Einschätzung des Autors sogar das beste seit Gerhard Delling und Günter Netzer. Doch die beiden liefern keine Sprüche mit der Wucht von Klopp und Müller und besitzen auch nicht deren Prominenz und Fallhöhe. ARD und ZDF wirken insgesamt solide und brav, eher wie ein Thomas Hitzlsperger.
Auch Bastian Schweinsteiger bringt zwar die Erfahrung aus einer großen Profikarriere mit, bleibt aber nach Ansicht des Textes meist bei Analysen stehen, bei denen sich viele Fans fragen, was darüber hinaus eigentlich noch kommt. Christian Streich wiederum passt zwar bestens als deutsches Fußball-Gewissen, wirkt mit seinen fast philosophischen Einordnungen aber ein wenig aus der Zeit gefallen. Für ein Arte-WM-Format wäre er ideal, in die Logik von Reels und die Aufnahmekraft der Gen Z passt er hingegen kaum.
Das Smartphone ist bei dieser WM längst das zweite Spielfeld neben dem großen Bildschirm im Wohnzimmer. Und MagentaTV hat für beide Ebenen die bessere Taktik gewählt. Die bessere Aufstellung. Das bessere Personal. Ob ARD und ZDF das in ihrer Analyse am Ende genauso sehen, bleibt offen.
Bekannte Namen im MagentaTV-Team
Zum Kommentatoren-Team von MagentaTV zählen Wolff Fuss, Christian Straßburger für die Stadionatmosphäre, Marco Hagemann, Jonas Friedrich, Jan Platte, Markus Höhner, Christina Rann, Benni Zander, Alex Klich, Julian Engelhard, Robby Hunke und Cornelius Küpper. Im Experten-Team arbeiten Mats Hummels, Thomas Müller, Jürgen Klopp aus dem Studio New York und Tabea Kemme.