Der SV Werder Bremen dreht am Transfermarkt kräftig auf. Während Eren Dinkci bereits zum Medizincheck an der Weser eintraf, sorgt ein deutlich prominenterer Name für Aufsehen: Niclas Füllkrug könnte nach Stationen in Dortmund und London tatsächlich zu seinem alten Verein zurückkehren.

(Photo by Izzy Poles/News Images)
Am Montag rollte der ersehnte Neuzugang für die zuletzt harmlose Bremer Offensive standesgemäß in einem massigen Geländewagen am Osterdeich vor. Es handelte sich jedoch zunächst nicht um den von vielen Anhängern herbeigesehnten Füllkrug, sondern um Eren Dinkci. Der gebürtige Bremer absolvierte den obligatorischen Medizincheck, seine Verpflichtung gilt inzwischen als reine Formsache. Der Offensivspieler soll auf Leihbasis für zunächst ein Jahr vom SC Freiburg zurück an die Weser wechseln.
Spektakuläre Wende im Fall Füllkrug
Parallel dazu wird an anderer Front verhandelt. Die Bild-Zeitung titelte von einer „spektakulären Wende bei Füllkrug“ und berichtete über konkretes Interesse der Grün-Weißen an einer Rückholaktion des Fan-Lieblings. Bei West Ham United ist der Stürmer trotz eines eigentlich bis 2028 laufenden Vertrags inzwischen abgemeldet und sitzt auf der Reservebank. Nach durchwachsenen Jahren auf der Insel dürfte die Ablösesumme im überschaubaren Rahmen bleiben, zum entscheidenden Faktor der Verhandlungen könnte sich stattdessen die Gehaltsfrage entwickeln.
Ganz neu sind derlei Spekulationen um „Fülle“ nicht. Bereits direkt nach der vergangenen, von Rückschlägen geprägten Saison machte das Thema in Bremen die Runde. Der kicker berichtete nun trotz des unmittelbar bevorstehenden Dinkci-Deals von einer „positiven Tendenz“ in der Personalie und schrieb, die „Rückkehr zu Werder nimmt Fahrt auf“.
Thioune fordert mehr Durchschlagskraft
Dass Verstärkung im Angriff dringend nötig ist, machte Trainer Daniel Thioune nach der missglückten Generalprobe gegen den französischen Erstligisten AJ Auxerre (0:1) deutlich. „Es ist kein Geheimnis, dass wir noch einen weiteren Stürmer verpflichten wollen, wo wir vielleicht dann auch nachgewiesene Qualität dazubekommen“, erklärte der Übungsleiter. Seiner Mannschaft fehle „im letzten Drittel dann einfach noch mal diese Abschlussqualität“.
Eine Karriere mit Bremer Wurzeln
Der Name Füllkrug weckt bei den Werder-Anhängern automatisch Erinnerungen an glanzvolle Zeiten. In der Zweitliga-Saison 2021/22 erzielte der Angreifer 19 Treffer und war damit maßgeblich am Wiederaufstieg in die Bundesliga beteiligt. Im Oberhaus legte er nach, wurde mit 16 Toren sogar Torschützenkönig, avancierte zum Nationalspieler und wechselte anschließend zu Borussia Dortmund. Ein Jahr später führte ihn sein Weg für 27 Millionen Euro Ablöse weiter nach England.
Nun, mit 33 Jahren, könnte für Füllkrug bereits die dritte Rückkehr nach Bremen anstehen. Genau dort, wo seine Profikarriere vor 14 Jahren begann und wo ihm zwischen 2019 und 2023 der endgültige Durchbruch gelang, könnte sich in den kommenden Tagen ein Kreis schließen.
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