Was passierte beim FC Bayern nach der 0:3-Halbzeit von Mainz in der Kabine?

Nach dem 4:3-Erfolg des FC Bayern verriet Sportdirektor Christoph Freund, wie Vincent Kompany die Partie mit klaren Worten in der Halbzeit gedreht hatte. Die Münchner waren mit einer B-Elf ohne Kane, Olise, Musiala, Kimmich, Upamecano und Tah zunächst kaum im Spiel und gerieten mehrfach in Konter.

FC-Bayern-Cheftrainer Vincent Kompany am Spielfeldrand beim Bundesliga-Auswärtsspiel seines Teams bei Bayer 04 Leverkusen in der BayArena am 14. März 2026. Der belgische Coach verfolgt das Spielgeschehen konzentriert. (Copyright Depositphotos.com)
FC-Bayern-Cheftrainer Vincent Kompany am Spielfeldrand beim Bundesliga-Auswärtsspiel seines Teams bei Bayer 04 Leverkusen in der BayArena am 14. März 2026. Der belgische Coach verfolgt das Spielgeschehen konzentriert. (Copyright Depositphotos.com)

Klare Ansage in der Kabine

Freund berichtete, der 40 Jahre alte Coach habe unmissverständlich eingefordert, dass sein Team so nicht auftreten dürfe. Es müsse in die Zweikämpfe gehen, sich wie Bayern München präsentieren und genau so auftreten, wie es die Mannschaft in den vergangenen Monaten gezeigt habe. Andernfalls könne im Fußball eben alles passieren. Kompany habe dabei, so Freund, „ganz, ganz klare Worte gefunden“.

Dass es in der Pause laut wurde, bestätigte auch Jonas Urbig. Der 22 Jahre alte Torhüter sagte: „Der Trainer war sauer – zu Recht!“

Kane lobt die Reaktion der Mannschaft

Harry Kane, der nach seiner Einwechslung in der zweiten Hälfte mit dem 4:3 seinen 33. Saisontreffer erzielte, schilderte die Situation ebenfalls. Über Kompany sagte der 32-Jährige: „Er hat ein paar deutliche Worte gefunden, über die ich euch nichts erzählen werde. Aber völlig zurecht. Er hatte das Recht, uns zu sagen, dass es nicht gut genug war. Danach haben wir mehr taktisch gesprochen und darüber, wie er dachte, dass wir uns mit dem Ball verbessern können und wie wir ihnen wehtun können. Und ja, das hat sich absolut ausgezahlt.“

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Gleichzeitig mahnte Kane aber auch mehr Eigenverantwortung innerhalb der Mannschaft an. Es liege nicht immer nur am Coach. Gerade die Führungsspieler müssten sich in solchen Momenten gegenseitig unterstützen, sich pushen und gemeinsam besser werden.

Die größten Aufholjagden der Liga

Der verrückte Münchner Sieg reiht sich in die größten Comebacks der Bundesliga-Geschichte ein. Die Liste wird angeführt von Bayern in Bochum mit dem 6:5 nach 0:4 vom 18. September 1976.

Danach folgen Frankfurt gegen Stuttgart mit 4:3 nach 0:3 am 28. August 1973, Lautern gegen Bayern mit 7:4 nach 0:3 am 20. Oktober 1973 und 1860 gegen Düsseldorf mit 4:3 nach 0:3 am 25. Oktober 1980.

Ebenfalls aufgeführt sind Bayern in Leverkusen mit 4:3 nach 0:3 am 21. Mai 1988, Bochum gegen Düsseldorf mit 4:3 nach 0:3 am 31. Mai 1991, Mainz in Wolfsburg mit 4:3 nach 0:3 am 28. August 2010, Freiburg in Köln mit 4:3 nach 0:3 am 10. Dezember 2017, Bremen in Hoffenheim mit 4:3 nach 0:3 am 29. September 2024 sowie Bayern in Mainz mit 4:3 nach 0:3 am 25. April 2026.