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Die Türkei ist mit einem Rückschlag in die WM 2026 gestartet. Zum Auftakt der Rückkehr auf die große Turnierbühne nach 24 Jahren setzte es für die Mannschaft von Vincenzo Montella eine enttäuschende 0:2-Niederlage gegen Australien.

Obwohl die Milli Takim über weite Strecken die Kontrolle behielt, fehlte im Strafraum die nötige Wirkung. Montella stellte klar, dass Ballbesitz und Abschlüsse allein nicht reichen, wenn die Chancen ungenutzt bleiben.
Viel Ballbesitz, wenig Ertrag
Lange Zeit sprach das Spielgeschehen eigentlich für die Türken. Sie hatten deutlich mehr Ballbesitz, kamen auch auf mehr Abschlüsse und drängten auf den Führungstreffer. Doch Australien verteidigte konzentriert, stand diszipliniert und lauerte auf Umschaltsituationen. Genau daraus schlugen die Socceroos Kapital.
Beim 0:1 durch Nestory Irankunda wurde die türkische Restverteidigung mit einem einzigen Konter ausgehebelt. Auch danach blieb die offensive Durchschlagskraft der Türkei überschaubar. Kerem Aktürkoglu fand kaum Zugang zur Partie, Arda Güler setzte zwar einzelne Akzente, blieb insgesamt aber blass.
Kritik an Aktürkoglu prallt an Montella ab
Vor allem gegen die körperlich robuste und große Abwehr Australiens setzte die Türkei zu oft auf Flanken, ohne damit ernsthaft Gefahr zu erzeugen. Montella sagte dazu: „Wir wussten um ihre defensive Stärke, konnten sie aber nicht überwinden. 78 Prozent Ballbesitz und 30 Schüsse reichen nicht, wenn man das Tor nicht trifft.“
Als Connor Metcalfe schließlich per Distanzschuss auf 2:0 stellte, war die Überraschung perfekt. TV-Experte und Ex-Nationalstürmer Nihat Kahveci reagierte deutlich: „Ich bin sehr enttäuscht. Keiner der Spieler hat mich auch nur ansatzweise überzeugt.“
Montella sprach von einem „schmerzhaften Ergebnis“ und erklärte: „Wir waren dem Tor sehr nahe, aber der letzte Schritt hat gefehlt.“ Kritik an Aktürkoglu wollte er dennoch nicht gelten lassen: „Kerem hat heute seine Seele auf dem Platz gelassen und bis zum Schluss gekämpft.“
Vor dem Paraguay-Spiel unter Druck
Vor dem Duell mit Paraguay steht die Türkei bereits unter Zugzwang. Montella muss vor allem die Defensive stabilisieren und die Chancenverwertung anheben, wenn das Team im Turnier bleiben will.
Trotz des Fehlstarts zeigte sich der Italiener kämpferisch: „Wir haben noch Zeit und werden alles dafür tun, das zu erreichen, was wir uns vorgenommen haben.“ Die spielerischen Ansätze waren erkennbar, doch bei einer WM genügt Kontrolle allein nicht.