Bei der Fußball-WM 2026 hat Paraguays Miguel Almiron mit einer Unsportlichkeit für einen historischen Platzverweis gesorgt. Der Mittelfeldspieler hielt sich in einer Auseinandersetzung mit Mert Müldür von der Türkei den Mund zu und sah dafür die Rote Karte. Damit kam eine neue IFAB-Regel erstmals in einem WM-Spiel zur Anwendung. Damit spielt Paraguay gegen die Türkei nur mit 10 Mann weiter. Hier alle Rote Karten bei der WM 2026 – Das war Karte Nummer 7.

Neue Linie des IFAB greift erstmals
Das International Football Association Board hatte die Vorschrift im April für die Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada beschlossen. Künftig soll ein solches Vergehen grundsätzlich immer mit einem Platzverweis geahndet werden. In Santa Clara war dieser Fall am Freitagabend Ortszeit erstmals Realität.
Für die neue Linie hatte sich FIFA-Präsident Gianni Infantino im Frühjahr persönlich starkgemacht. Auslöser war die Debatte um Gianluca Prestianni von Benfica Lissabon, der im Playoff-Duell der Champions League Vinicius Junior von Real Madrid rassistisch beleidigt haben soll und sich dabei das Trikot vor den Mund zog.
Infantino begründet die harte Konsequenz
Infantino erklärte damals: „Es muss vermutet werden, dass ein Spieler etwas gesagt hat, das er nicht hätte sagen dürfen – sonst hätte er seinen Mund nicht bedecken müssen“. Eine Hinausstellung sei eine Maßnahme, „die wir ergreifen müssen, wenn wir es mit unserem Kampf gegen Rassismus ernst meinen“.
Bei der Partie zwischen Paraguay und der Türkei machte der Videoassistent Schiedsrichter Iván Barton aus El Salvador auf Almirons Unsportlichkeit aufmerksam. Der paraguayische Mittelfeldmann wurde daraufhin in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit beim Stand von 1:0 für sein Team vom Platz gestellt.