Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
Uruguay steckt vor dem entscheidenden WM-Duell mit Spanien in einer handfesten Unruhe. Laut Berichten soll es sogar eine Spielerrevolte gegen Marcelo Bielsa geben. Im Mittelpunkt stehen Vorwürfe über zu harte Einheiten, endlose Videoanalysen und eine taktische Diskussion vor dem Schicksalsspiel.

Spannungen vor dem Spanien-Spiel
Die Stimmung rund um den 70-Jährigen ist nach Angaben einer „zuverlässige Quelle aus Uruguay“ angespannt, wie die spanische Zeitung Marca berichtete. Zuvor hatte das Programm Las Voces del Fútbol des uruguayischen Senders El Espectador Deportes von einer Meuterei gesprochen. Demnach soll sich ein Quartett um Kapitän Federico Valverde bei Bielsa über die hohe Trainingsintensität und die langwierigen Videoanalysen beschwert haben.
Zusätzlich habe die Gruppe angeregt, Uruguay gegen Spanien defensiver auszurichten. Aus der anfänglichen Kritik sei anschließend eine Besprechung mit dem gesamten Kader geworden. Dort habe Bielsa fast eine Stunde lang gesprochen.
Abbruch der Aussprache
Während der Diskussion sollen einige Profis bereits den Saal verlassen wollen. Verteidiger José María Giménez habe sie zunächst noch zurückgehalten. Sein Appell blieb jedoch ohne nachhaltige Wirkung, denn eine Gruppe von Spielern verließ den Raum schließlich, noch bevor Bielsa zu Ende gesprochen hatte.
Abwehrspieler Ronald Araújo vom FC Barcelona soll dabei deutlich geworden sein. Er habe geschimpft: „Es ist einfach nicht mehr auszuhalten.“
Altbekannte Konflikte bei Uruguay
Die Vorbehalte vieler Spieler gegenüber „El Loco“, also „Der Verrückte“, sind nicht neu. Schon in der Vergangenheit kam es immer wieder zu Reibungen, auch mit Superstar Luis Suárez.
Sportlich steht Bielsas Mannschaft nach zwei enttäuschenden Auftritten unter Druck. Gegen Saudi-Arabien reichte es nur zu einem 1:1, gegen Kap Verde nur zu einem 2:2. Damit braucht Uruguay im Spiel gegen Spanien am Samstag um 02.00 MESZ live bei MagentaTV unbedingt Punkte, um das vorzeitige Aus zu verhindern.