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Messi liefert, die Schweiz bleibt lange dran
Es war ein zähes Ringen gegen robuste Eidgenossen, die seit der 72. Minute nach Gelb-Rot gegen Breel Embolo in Unterzahl spielten. Argentinien wirkte dabei alles andere als souverän und muss im Halbfinale gegen England deutlich zulegen.
Alexis Mac Allister hatte den Weltmeister früh in Führung gebracht, nachdem Messi einen Eckball punktgenau auf ihn serviert hatte. Der Mittelfeldmann köpfte aus fünf Metern ein und brachte das Arrowhead Stadium in der 10. Minute zum Beben. Danach verwalteten die Südamerikaner die Partie aber eher, ließen das Tempo heraus und wurden zunehmend fahrig.
Schweizer Antwort und Embolos Platzverweis
Die Schweiz wurde mit der Zeit mutiger und belohnte sich in der 67. Minute mit dem verdienten Ausgleich durch Dan Ndoye. Kurz darauf kippte die Partie endgültig, als Breel Embolo nach einer VAR-Intervention wegen einer klaren Schwalbe die Gelb-Rote Karte sah. Der Angreifer war anschließend völlig aufgelöst und musste unter Tränen vom Feld.
Vor allem im Anschluss entwickelte sich ein argentinisches Powerplay, doch bis dahin hatten die Schweizer durchaus Chancen auf mehr. Im Achtelfinale gegen Kolumbien war die Nati bereits ohne Tor geblieben, und auch diesmal fehlten Kreativität und Präzision im Angriffsspiel.
Halbfinale gegen England, Traum von Titel Nummer vier
Messi blieb erstmals seit neun WM-Spielen in Serie ohne eigenen Treffer, hat bei dieser Endrunde aber weiter acht Tore auf dem Konto. Mit seiner präzisen Hereingabe verbuchte der Rekordtorjäger zudem seinen zehnten Scorerpunkt des Turniers. Trotz eines insgesamt unspektakulären Auftritts bleibt in Argentinien der Traum vom vierten WM-Titel nach 1978, 1986 und 2022 lebendig.
Am Mittwoch um 21.00 Uhr MESZ trifft Argentinien in Atlanta auf England. Dann geht es für das einzige noch verbliebene nicht-europäische Team auch darum, die eigene Halbfinal-Serie zu verteidigen. Alle fünf bisherigen WM-Halbfinals haben die Südamerikaner gewonnen. Zugleich werden Erinnerungen an 1986 wach, als Argentinien im Viertelfinale auf dem Weg zum Titel England mit 2:1 bezwang, angeführt von der Hand Gottes und Diego Maradonas Solo.
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Die Schweiz verpasst dagegen die erste Halbfinal-Teilnahme ihrer Geschichte, verlässt die WM-Bühne aber mit erhobenem Kopf. Mit dem Einzug unter die besten acht feierten die Eidgenossen in Nordamerika ihren größten WM-Erfolg seit 72 Jahren. Gegen Argentinien fehlten am Ende jedoch die Genauigkeit und die Ideen im letzten Drittel.
Johan Manzambi, der Freiburger Shootingstar und mit drei Toren sowie zwei Assists bis dahin gefährlichste Schweizer Offensivmann, fehlte wegen einer Knieprellung. Auch das spielte den Südamerikanern in die Karten, die nach dem Ausgleichsschock zunehmend Druck aufbauten und die Begegnung in der Verlängerung für sich entschieden.