Nun gibt es die weitere Bilder vom neuen DFB Trikot 2026: Schwarz, mit goldenen Zickzackstreifen, altem DFB-Adler und Retro-Kragen verabschiedet sich adidas nach mehr als sieben Jahrzehnten vom DFB. Das DFB-Trikot ist als Jubiläumstrikot gedacht und soll nur so lange zu haben sein, wie der Vorrat reicht. Danach verschwindet es aus dem offiziellen Katalog. Damit wird dieses Deutschlandtrikot schon vor dem Verkaufsstart zum Sammlerstück.

Wir haben das neue DFB Trikot bereits vorgestellt, als die ersten Produktfotos auftauchten: alle Details zum neuen schwarzen Deutschland Trikot 2026 stehen in unserem großen Überblick. Kurz darauf bestätigte adidas-Chef Bjørn Gulden, dass ein Abschiedstrikot kommt, rechtzeitig zur Nations League und damit zum Debüt von Jürgen Klopp als Bundestrainer. Die neuen Aufnahmen zeigen nun, wie das Trikot tatsächlich verarbeitet ist. Und sie machen klar: Das ist kein drittes Trikot unter vielen, sondern ein bewusst limitiertes Jubiläumsstück.
Schwarz und Gold: So sieht das Abschiedstrikot aus
Die Basis ist tiefschwarz, darüber laufen fünf schmale Vertikalstreifen in Gold, die aus aneinandergereihten Rauten bestehen und dadurch wie eine feine Zickzacknaht wirken. Der V-Ausschnitt ist dreifach gefasst, in Weiß, Gold und Schwarz, an den Schultern sitzen die drei adidas-Streifen in Weiß. Eine goldene Paspel zieht sich von der Schulter zur Seite und betont den Retro-Schnitt.

Altes Wappen, Trefoil und goldene Zickzackstreifen
Der auffälligste Griff in die Geschichte ist das Wappen. Statt des aktuellen DFB-Logos trägt das Trikot den historischen Adler im weißen Kreis, wie ihn die deutsche Nationalmannschaft von 1978 bis 1996 auf der Brust trug, darüber die vier Sterne für die Weltmeistertitel. Auf der anderen Brustseite sitzt nicht das übliche Performance-Logo, sondern das Trefoil, das Kleeblatt aus der adidas-Originals-Linie.

Die Nummer ist ebenfalls ein Zitat aus der Vergangenheit. Sie steht in einem kantigen Blockstil vorn auf der Brust, so wie es in den 1980er Jahren üblich war, und nicht im heutigen DFB-Schriftbild.
Langarm, Retro-Bündchen und climacool
Die gezeigte Version ist ein Langarmtrikot mit weiß-gold abgesetzten Bündchen und den durchgezogenen adidas-Streifen auf den Ärmeln. Unten rechts am Saum prangt der climacool-Schriftzug, auch das eine Anleihe an frühere Trikotgenerationen. Ob es zusätzlich eine Kurzarmvariante gibt, ist noch offen.
Das Gesamtbild ist damit deutlich näher an einem Lifestyle-Produkt als an einem klassischen Ausweichtrikot. adidas verkauft den Abschied nicht als Auslaufmodell, sondern als Erinnerungsstück.
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Ein Jubiläumstrikot für mehr als 70 Jahre adidas und DFB
Bjørn Gulden hat bestätigt, dass es ein Jubiläumstrikot geben wird. Genau darin liegt der Unterschied zu einem gewöhnlichen dritten Trikot. Die Partnerschaft zwischen dem Verband und der Marke aus Herzogenaurach begann 1954, im Jahr des Wunders von Bern. Sie ist damit älter als fast jede andere Verbindung dieser Art im Weltfußball und begleitete alle vier Weltmeistertitel der Männer sowie die Europameisterschaften.
Die Entscheidung des DFB, ab 2027 mit Nike zu arbeiten, wurde im März 2024 öffentlich und löste heftige Reaktionen aus. Viele Fans sehen die drei Streifen als Teil der nationalen Fußballidentität. Wirtschaftlich war das Angebot aus den USA allerdings kaum abzulehnen: rund 100 Millionen Euro pro Jahr über mindestens sieben Jahre, ein Vielfaches dessen, was adidas zuletzt zahlte. Das Abschiedstrikot ist die Antwort des bisherigen Ausrüsters darauf, ein Unternehmensabschied, der in eine sentimentale Feier verwandelt wird.
Limitiert statt Dauerbrenner: Das Trikot wird zum Sammlerstück
Der entscheidende Punkt für alle, die das Shirt haben wollen: Es ist keine Dauerware. Sobald die produzierte Auflage ausverkauft ist, wird das Trikot weder nachproduziert noch weiter im offiziellen Katalog geführt. Eine Stückzahl hat adidas nicht genannt, ebenso wenig einen Preis oder ein genaues Verkaufsdatum.
Für Sammler bedeutet das eine klare Rechnung. Sondertrikots mit historischem Wappen und einem konkreten Anlass gehören ohnehin zu den Modellen, die auf dem Zweitmarkt schnell im Wert steigen. Kommt ein echtes Produktionsende dazu, dürfte die Nachfrage den Vorrat deutlich übersteigen. Wer das Trikot tragen und nicht nur besitzen will, sollte den Verkaufsstart also nicht verschlafen.
adidas darf auch nach dem Wechsel DFB-Produkte verkaufen
Ein Detail geht dabei oft unter: Mit dem Ausrüsterwechsel verschwindet adidas nicht komplett aus den Regalen. Die Marke behält das Recht, auch nach dem Start der Nike-Ära Produkte mit dem DFB-Logo zu verkaufen. Was sie nicht mehr darf: diese Produkte als offizielles Trikot der Nationalmannschaft bewerben. Das Abschiedstrikot bleibt damit das letzte Shirt, das adidas tatsächlich als DFB-Trikot auf den Markt bringen kann.
Wann das Deutschlandtrikot zu sehen ist und was danach kommt
Gulden hat den Zeitpunkt bereits umrissen: Das Abschiedstrikot kommt zur Nations League. Die erste Gelegenheit auf dem Platz wäre das Länderspiel in Amsterdam gegen die Niederlande am 24. September, zugleich das Pflichtspiel-Debüt von Jürgen Klopp als Bundestrainer. Es folgen zwei Partien gegen Griechenland und eine gegen Serbien. Gulden hat dabei klargestellt, dass das Trikot nicht nur in den Handel kommt, sondern auch auf dem Platz getragen wird. Die Nations-League-Partien sind damit der letzte Auftritt der Nationalmannschaft in adidas-Kleidung.
Nike übernimmt ab 2027
Zum 1. Januar 2027 beginnt die Nike-Ära, die zunächst bis 2034 läuft. Die ersten Pflichtspiele im Design des neuen Ausrüsters stehen ab Ende März 2027 in der Qualifikation für die EM 2028 an. Ein erster Teaser während der WM 2026 deutete ein weißes Trikot mit schwarzem Rundhalskragen im Stil von 1974 an.
Bis dahin bleibt das schwarz-goldene Shirt das Stück, an dem sich der Abschied festmachen lässt. Sieben Jahrzehnte gemeinsame Geschichte, ein Trikot, eine begrenzte Auflage. Alles Weitere zu Preis, Verkaufsstart und Verfügbarkeit tragen wir nach, sobald adidas offizielle Zahlen nennt.
Quellen: GQ Magazin, Footy Headlines, Podcast „Spielmacher“ (360 Media). Bilder: Footy Headlines