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Thomas Müller wird in New York gefeiert, bejubelt und überall erkannt. Bei der Fußball-WM 2026 ist der Weltmeister von 2014 längst nicht nur auf dem Platz präsent, sondern auch als Magnet für Fans, Gesprächspartner und TV-Zuschauer. Selbst eine kleine Korrektur an der Aussprache seines Namens verwandelte der 36-Jährige in eine Show.

„Müüller“ statt „Muller“
Im Herzen Manhattans wollten zahlreiche Anhänger einen Blick auf ihr Fußball-Idol aus Deutschland erhaschen und riefen dabei lautstark „Muller, Muller“. Müller reagierte mit einem verschmitzten Lächeln und stellte auf Englisch klar: „nicht Muller, es heißt Müüüller“. Seine Erklärung, in Deutschland gebe es schließlich „diese verrückten Punkte auf dem U“, sorgte für noch mehr Jubel in der Menge.
Eigentlich war sein Auftritt im German House of Soccer, der Fanzone des DFB in Manhattan, nur für eine Ehrung vorgesehen. Dort sollte er als „Deutscher Fußball Botschafter“ ausgezeichnet werden. Doch aus der offiziellen Veranstaltung machte „Radio Müller“ kurzerhand eine lebhafte Liveshow, die einmal mehr zeigte, warum der 36-Jährige bei seinen Auftritten so viele Herzen gewinnt.

Zwischen TV-Studio und Fanmagnet
Auch abseits des New Yorker Ehrungstermins prägt Müller diese WM mit seiner Präsenz. Auf den deutschen Bildschirmen ist er derzeit häufig zu sehen, wenn er mit Jürgen Klopp über eine mögliche Ablösung von Julian Nagelsmann scherzt, seinen Ex-Mitspieler Sadio Mané zum Toreschießen auffordert oder „den kleinen Teddybären“ Bastian Schweinsteiger umarmt. Gleichzeitig liefert er als Analyst locker, sympathisch und dennoch mit der nötigen Tiefe seine Einschätzungen zu den WM-Spielen.
Aus der viel diskutierten „Noch“-Episode rund um den Bundestrainer habe er nach eigener Aussage gelernt: „Du sollst nicht jeden Witz machen“. Zugleich betonte Müller, man solle sich in Deutschland auch „mal ein bisschen locker machen“. Obwohl er „zu wenige Tore geschossen“ habe, damit Nagelsmann ihn wegen eines Comebacks kontaktiert hätte, genieße er das WM-Gefühl sehr, sagte er mit einem Augenzwinkern.
Ein Weltmeister mit neuem Blickwinkel
Seit seinem furiosen Debüt bei der WM 2010 pflegt Müller ein besonderes Verhältnis zu Endrunden und zum DFB-Team. Für ihn sollte die deutsche Auswahl nicht mit zu hohen Erwartungen belastet werden, sondern eher im „2010er-Modus“ unterwegs sein, also jung, vielversprechend und noch nicht am Ende ihrer Entwicklung.
Auch bei ihm selbst ist Entwicklung sichtbar. Nach 25 Bayern-Jahren wagte er das Abenteuer Vancouver. Der frühere Lausbub aus dem oberbayerischen Pähl trägt inzwischen Vollbart, schwärmt von Kanada, Vancouver und den Whitecaps und peilt mit dem Klub nach der Finalpleite gegen Miami und Lionel Messi einen neuen Titelangriff an. Sein Englisch habe sich verbessert, sein Horizont sei gewachsen, erzählt Müller zwischen all den Späßen in der deutschen Vertretung.
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Training mit Hindernissen in New York
Fußball spielt Müller derzeit weniger, weil die Liga in Nordamerika pausiert. Trotzdem hält er sich zwischen MagentaTV-Mikrofon und Fantrubel fit, schließlich rollt der Ball ab Mitte Juli wieder.
Am Donnerstag ging sein Trainingsplan allerdings nicht auf. Müller wollte in New York mit dem Fahrrad zum Training fahren, doch wegen der Titelparade der New York Knicks war die Metropole praktisch lahmgelegt. Ganz egal, wie sehr es in Manhattan nach Müller klingt, drehte sich dort eben doch nicht alles nur um ihn.