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Beim 2:1 gegen die USA zeigte sich die deutsche Mannschaft in wechselnder Verfassung. Mehrere Akteure überzeugten mit wichtigen Aktionen, andere hatten gegen die schnellen und dribbelstarken Amerikaner deutlich mehr Mühe. Besonders auffällig war, dass die frühe Führung zwar Sicherheit brachte, defensiv aber lange nicht alles stimmte.

Früher Vorteil, dann viel Arbeit gegen die USA
Oliver Baumann war stärker gefordert als noch gegen Finnland. Beim Traumtor von Antonee Robinson war der Keeper ohne Abwehrchance, später parierte er zu Beginn der zweiten Halbzeit zweimal stark, doch der Schiedsrichter entschied jeweils auf Abseits. In der Schlussphase hielt er den Sieg mit einer weiteren wichtigen Aktion fest und erhielt die Note 2,5.
Joshua Kimmich bereitete die schnelle Führung mit einer fein geschlagenen Freistoßflanke vor. Danach musste er häufiger nach hinten arbeiten und konnte sich seltener wie gewohnt im Offensivspiel einschalten. Für ihn sprang die Note 3 heraus.
Jonathan Tah bekam in der Innenverteidigung reichlich zu tun. Der Dortmunder Nico Schlotterbeck hatte besonders mit Pulisic Probleme, und auch die Abstimmung zwischen beiden Verteidigern passte nicht immer. Tah rettete in mehreren Szenen stark und kam auf eine 3, Schlotterbeck wurde mit einer 4 bewertet.
Nathaniel Brown erhielt erneut den Vorzug vor Raum. Links spulte er ein hohes Pensum ab und war immer wieder gegen den schnellen Dest gefordert. Der Münchner Aleksandar Pavlovic trug mit dazu bei, dass die Mannschaft in der ersten Hälfte zu wenig Kontrolle über das Spiel bekam, weil er einige Lücken im Mittelfeld nicht schließen konnte. Nach dem Seitenwechsel steigerte er sich und bekam eine 3,5, Brown eine 3.

Tore, Ideen und Formsuche im offensiven Zentrum
Felix Nmecha holte den Freistoß vor dem 1:0 heraus und setzte auch danach einige gute Akzente, ehe seine Leistung etwas nachließ. Er wurde mit der Note 3 bedacht. Leroy Sané rückte für den verletzten Karl in die Startelf, begann mit viel Engagement und suchte immer wieder den Weg nach vorn. In den entscheidenden Momenten setzte er sich jedoch oft nicht durch, traf dann aber präzise zum erneuten Führungstreffer. Seine Leistung brachte ihm ebenfalls eine 3 ein.
Jamal Musiala, der nach seiner langen Verletzungspause weiter nach seiner Form sucht, fand zunächst kaum Zugriff auf das deutsche Spiel. Erst als er den zweiten Treffer vorbereitete, bekam er sichtbar Rückenwind und wurde ebenfalls mit einer 3 bewertet. Florian Wirtz erlebte keinen seiner besten Auftritte im Nationaltrikot. Der Wirbelwind bremste das Tempo mehrfach aus und spielte einige Aktionen zu ungenau, was ihm die Note 4 einbrachte.
Kai Havertz köpfte zur frühen Führung ein, zeigte gute Ideen und legte Sané den Treffer auf. Dafür erhielt er die Bestnote 2.
Wechsel und weitere Einsätze
David Raum kam nach einer Stunde für Brown in die Partie. Für den Leipziger dürfte es schwer werden, sich wieder in die Startelf zu spielen. Waldemar Anton ersetzte Kimmich und verteidigte auf der ungewohnten rechten Seite, was als Test für den WM-Notfall gewertet werden kann.
Den leicht angeschlagenen Deniz Undav brachte der Stuttgarter nach Havertz in die Partie, und der Joker fand sofort gut ins Spiel. Jamie Leweling wurde in der Schlussphase für Sané eingewechselt, vergab dabei aber die Möglichkeit auf das dritte Tor. Angelo Stiller durfte in den letzten Minuten ebenfalls ran, ebenso Leon Goretzka, der am Ende noch etwas Spielpraxis sammelte.
Maximilian Beier wurde wie schon gegen Finnland als Joker gebracht. Nadiem Amiri hatte nach seiner Einwechslung fast sofort den Treffer auf dem Fuß. SID om mm
