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Die Diagnose ist bitter: Nico Schlotterbeck hat sich beim 2:1 gegen die Elfenbeinküste einen Innenbandriss im linken Sprunggelenk zugezogen und fällt für den Rest der WM 2026 aus. Für Bundestrainer Julian Nagelsmann bedeutet das nicht nur den Verlust eines Stammspielers, sondern auch ein personelles Problem, das er nicht mehr lösen kann. Denn anders als viele Fans vermuten, darf Deutschland keinen neuen Feldspieler für Schlotterbeck nachnominieren.
Der DFB muss das Turnier mit dem verbliebenen Kader zu Ende spielen. Für die deutsche Nationalmannschaft steht am 25. Juni um 22 Uhr in New York das letzte Gruppenspiel an. Alle Infos zu Ecuador gegen Deutschland finden Sie hier in der Spielvorschau.
Bitteres WM-Aus für Schlotterbeck: Innenbandriss stoppt den Innenverteidiger

FIFA-Regel setzt klare Frist
Grund dafür sind die Turnierbestimmungen der FIFA. Verletzte Feldspieler dürfen nur bis spätestens 24 Stunden vor dem ersten WM-Spiel ihrer Mannschaft ersetzt werden.
Für Deutschland endete diese Frist bereits am 13. Juni, einen Tag vor dem WM-Auftakt gegen Curaçao. Seitdem sind Nachnominierungen von Feldspielern grundsätzlich ausgeschlossen, selbst wenn ein Akteur das gesamte Turnier verpasst.
Von dieser Regel profitierte die DFB-Elf bereits vor Turnierbeginn. Nachdem Lennart Karl verletzungsbedingt ausfiel, konnte Nagelsmann noch Assan Ouedraogo in den endgültigen WM-Kader berufen. Nach dem ersten Spiel war ein solcher Austausch jedoch nicht mehr möglich.
Deutschland spielt nun mit einem kleineren Kader
Durch Schlotterbecks Ausfall reduziert sich das deutsche Aufgebot auf 22 Feldspieler und drei Torhüter. Besonders schmerzhaft ist der Verlust, weil der Dortmunder zuletzt zur Stammformation gehörte und als einziger Linksfuß unter den deutschen Innenverteidigern eine besondere Rolle im Spielaufbau einnahm. Nagelsmann muss die entstandene Lücke nun intern schließen. Zusätzliche Verstärkung von außen ist ausgeschlossen. Deutschland bei der WM 2026: WM-Aus für Schlotterbeck – Innenbandriss

Ausnahme gilt nur für Torhüter
Eine Sonderregel gibt es lediglich auf der Torwartposition. Fällt ein Keeper wegen einer schweren Verletzung für den Rest des Turniers aus, darf die Mannschaft einen Ersatz nominieren.
Deshalb hat Deutschland mit Jonas Urbig einen sogenannten Trainingstorwart mit nach Nordamerika genommen. Sollte einer der drei WM-Torhüter Manuel Neuer, Oliver Baumann oder Alexander Nübel ausfallen, könnte der Münchner kurzfristig in den offiziellen Turnierkader aufrücken.
Schlotterbeck-Aus trifft Deutschland zur Unzeit
Sportlich kommt der Ausfall zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Deutschland hat sich zwar bereits für die K.o.-Runde qualifiziert, doch mit den anstehenden Entscheidungsspielen steigt die Bedeutung einer stabilen Defensive.
Wer spielt für Schlotterbeck bei der WM 2026? Die DFB-Alternativen im Check vor dem Ecuador-Spiel
Nagelsmann muss deshalb schon gegen Ecuador eine neue Lösung in der Innenverteidigung finden. Während Schlotterbeck die Heimreise antreten muss, geht die WM für die DFB-Elf mit einem Spieler weniger weiter. Eine Nachnominierung lässt das FIFA-Regelwerk nicht mehr zu.