Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- 1 Die Ausgangslage: Deschamps‘ letztes Spiel und Englands Frustbewältigung
- 1.1 Deschamps‘ letzter Vorhang nach mehr als 5000 Tagen
- 1.2 Tuchel fordert eine Reaktion, Stones nimmt die Bronzemedaille als Fokus
- 1.3 Formkurve Frankreich: zu wenig gefordert auf dem Weg ins Halbfinale?
- 1.4 Formkurve England: die Serie der knappen Enttäuschungen
- 1.5 Die Schlüsselspieler bei Frankreich
- 1.6 Die Schlüsselspieler bei England
- 2 Frankreich gegen England Prognose: Wer gewinnt das Spiel um Platz 3?
- 3 Wer überträgt Frankreich gegen England im TV?
- 4 FAQ: Frankreich gegen England im Spiel um Platz 3
- 4.1 Wann spielt Frankreich gegen England?
- 4.2 Wo findet das Spiel um Platz 3 statt?
- 4.3 Wer überträgt Frankreich gegen England?
- 4.4 Wer ist Favorit: Frankreich oder England?
- 4.5 Wer gewinnt das Spiel um Platz 3: Frankreich oder England?
- 4.6 Wer ist besser: Frankreich oder England?
- 4.7 Was passiert bei einem Remis?
- 5 Live Ticker Frankreich gegen England – Miami Hard Rock Stadium WM 2026 Stadion
- 5.1 Aufstellung Frankreich
- 5.2 Aufstellung England
- 5.2.1 Wonderwall von Oasis
- 5.2.2 England gewinnt Bronze nach irrem Spektakel!
- 5.2.3 Icing on the Cake! Bellingham zum 4:6!
- 5.2.4 Frankreich! 4:5!
- 5.2.5 Spielunterbrechung
- 5.2.6 Nachspielzeit läuft!
- 5.2.7 Bilder der neusten Entwicklungen
- 5.2.8 Elfmetertor für England! 3:5!
- 5.2.9 Elfmeter für England!
- 5.2.10 Frankreich hat das Spiel gedreht, nur nicht das Ergebnis
- 5.2.11 Valenzuela in Behandlung
- 5.2.12 Frankreich an den Pfosten!
- 5.2.13 Bellingham kommt ins Spiel!
- 5.2.14 Spielanalyse nach 75 Minuten
- 5.2.15 Weiter geht's!
- 5.2.16 Trinkpause!
- 5.2.17 Nur noch eins! 3:4!
- 5.2.18 Aus 4:0 wird plötzlich ein Nervenspiel
- 5.2.19 Allez les Bleus!
- 5.2.20 Frankreich macht weiter! 2:4!
- 5.2.21 Mbappé zieht an Messi vorbei
- 5.2.22 Frankreich wie ausgewechselt!
- 5.2.23 Der Anschlusstreffer! 1:4 Frankreich!
- 5.2.24 Weiter geht's!
- 5.2.25 Vier französische Auswechslungen
- 5.2.26 Statistiken zur Halbzeit
- 5.2.27 Halbzeit!
- 5.2.28 Saka zum Zweiten! 0:4!
- 5.2.29 Nachspielzeit!
- 5.2.30 England zum Dritten! 0:3 für Three Lions!
- 5.2.31 Mbappé dribbelt und schießt
- 5.2.32 Aktuelle Bilder des Spiels
- 5.2.33 Rice mit historischem Start!
- 5.2.34 Viertletzte Trinkpause der Welt
- 5.2.35 Die wichtigsten Zahlen der ersten 20 Minuten
- 5.2.36 It's a Goal! 0:2 für England!
- 5.2.37 Hohes Tempo, aber kaum Großchancen
- 5.2.38 Frankreich wirkt noch gezeichnet
- 5.2.39 Three Lions bleiben am Drücker
- 5.2.40 Tor! 0:1 für England!
- 5.2.41 Anstoß!
- 5.2.42 Übertragung auf MagentaTV!
- 5.2.43 Erfahrener WM-Schiedsrichter an der Pfeife
- 5.2.44 Rice führt England trotz Beschwerden aufs Feld
- 5.2.45 Der Spielereinlauf beginnt
- 5.2.46 Doppelte Loyalität? Ein Fan, zwei Flaggen und ein drittes Trikot
- 5.2.47 Spieler warten auf ihren WM-Einsatz
- 5.2.48 Mbappé verabschiedet Deschamps: „Heute ist dein letzter Tanz“
- 5.2.49 Die Ersatzbänke: Kane und Bellingham als Joker, Mainoo fehlt verletzt
- 5.2.50 Die offiziellen Aufstellungen sind da: Tuchel schont Kane und Bellingham
- 5.2.51 Leserabstimmung: 78 Prozent tippen auf Frankreich
- 5.2.52 Mbappé jagt gleich zwei Rekorde
- 5.2.53 Frankreich dürfte kräftig durchwechseln
- 5.2.54 Englands Schlüsselspieler: Bellingham und Kane
- 5.2.55 Wen stellt Tuchel überhaupt auf?
- 5.2.56 Tuchel bei der Pressekonferenz: „So habe ich ihn noch nie erlebt“
- 5.2.57 Stimmung in Miami: „Fühlt sich an wie ein Freundschaftsspiel“
- 5.2.58 So überträgt MagentaTV: Vorberichte ab 22:00 Uhr, exklusiv und ohne Free-TV
- 5.2.59 Worum es heute noch geht: 2 Millionen Dollar und eine Premiere
- 5.2.60 Analyse: Wurde Frankreich vor dem Halbfinale zu wenig gefordert?
- 5.2.61 Der Goldene Schuh ist noch zu holen
- 5.2.62 Tuchel: „Es wird mit jedem einzelnen Tag schmerzhafter“
- 5.2.63 Shearer wettert gegen das Spiel um Platz 3: „Absoluter Unsinn“
- 5.2.64 Klopp erst am Sonntag im Einsatz
- 5.2.65 Trump mischt sich ein: Kritik an Tuchel, Lob für Kane
- 5.2.66 Tuchel kündigt Wechsel an, nennt aber keine Zahl
- 5.2.67 Tuchel: „Die Chance auf das beste Ergebnis seit 60 Jahren“
- 5.2.68 Konaté über Deschamps: „Er hat so viel Freude bereitet“
- 5.2.69 Deschamps' letztes Spiel: „Morgen fällt der letzte Vorhang“
- 5.2.70 Heute geht es um Bronze: Frankreich gegen England
- 5.2.71 Deschamps vor dem Abschied: „Der Schlussvorhang fällt“
Frankreich gegen England lautet am Samstagabend das letzte Spiel dieser WM vor dem Endspiel: Die beiden geschlagenen Halbfinalisten treffen am 18. Juli 2026 um 23:00 Uhr MESZ (17:00 Uhr Ortszeit) im Hard Rock Stadium von Miami aufeinander. Für Frankreich ist es der Schlusspunkt der Ära Didier Deschamps, für England die Chance auf das beste WM-Ergebnis seit 60 Jahren. Die spannendste Frage vor dem Anpfiff ist deshalb keine taktische: Wie viel Motivation bringen zwei Mannschaften mit, die beide lieber in New York gestanden hätten? Wer gewinnt das Spiel um Platz 3, Frankreich oder England? Hier kommt die Vorschau mit Formkurve, Ausgangslage, Schlüsselspielern, unserer Frankreich gegen England Prognose samt Ergebnis-Tipp und allen Infos zur TV-Übertragung.
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Die Ausgangslage: Deschamps‘ letztes Spiel und Englands Frustbewältigung
Frankreich muss das krachende 0:2 gegen Spanien verdauen, bei dem der Top-Favorit nach Einschätzung von Kapitän Kylian Mbappé „nicht das Level erreicht“ hat: „Diese Niederlage ist eine große Enttäuschung.“ Nach zwei WM-Finals in Folge (Titel 2018, Platz 2 2022) war der Hattrick zum Greifen nah, nun bleibt als Antrieb, Trainer Didier Deschamps einen würdevollen Abschied zu bereiten. Der 57-Jährige übergibt sein Amt nach 14 Jahren an Zinédine Zidane, wollte davon vor dem Spiel aber nichts wissen: „Jetzt ist auch nicht der Zeitpunkt, um über die Zukunft zu sprechen.“ Perfekt ist der Wechsel offiziell noch nicht, laut französischen Medienberichten ist sich Zidane mit dem Verband FFF aber längst mündlich einig, verkündet werden könnte die Entscheidung kurz nach dem Spiel in Miami. Thierry Henry brachte es bei Fox Sports so auf den Punkt: „Didier war hervorragend als französischer Nationaltrainer. Wir wissen alle, wer nun kommen soll… Und wir wünschen ihm viel Glück.“ Deschamps selbst gibt die Marschroute aus: „Bei dem Anspruch, den wir hatten, ist die Enttäuschung entsprechend groß. Aber es geht um den dritten Platz, und dafür werden wir alles geben.“
England wiederum haderte mit einem Halbfinale, das die Three Lions lange im Griff hatten: Anthony Gordon traf zur Führung, dann drehte Lionel Messi mit zwei Vorlagen in der Schlussphase die Partie. Das Warten auf den ersten Titel seit 1966 geht damit auch unter Thomas Tuchel weiter, die Bronzemedaille wäre immerhin ein kleiner Trostpreis.
Für Thomas Tuchel geht es dabei um mehr als Bronze. Der Bundestrainer der Three Lions steht nach dem Halbfinale schwer unter Druck, weil er seine Mannschaft nach der Führung tief verteidigen ließ. Gary Lineker witzelte in seiner Show, ob Tuchel „so etwas wie ein deutscher Spion ist“, und erinnerte an dessen Ansage nach dem Auftaktsieg gegen Kroatien, notfalls mit offensivem Fußball zu verlieren: „Und dann hat er genau das Gegenteil gemacht, oder nicht?“ Joe Cole findet, das Mutterland des Fußballs müsse „in der Lage sein, dass ein englischer Trainer England trainiert“. Rückendeckung kam ausgerechnet von einem Franzosen: „Ich finde, es wäre irre, ihn zu feuern“, sagte Patrick Vieira, „das war sein erstes großes Turnier.“ Tuchel selbst, dessen Vertrag bis nach der Heim-EM 2028 läuft, will bleiben: „Es gibt noch so viel, was wir verbessern können. Ich liebe die Arbeit mit diesem Team an jedem Tag.“ Ein Sieg in Miami würde die Stimmung spürbar aufhellen, auch wenn das Spiel laut Tuchel „weder die Franzosen noch meine Spieler“ wollten. In die Debatte um die Halbfinal-Taktik schaltete sich sogar US-Präsident Donald Trump ein. England habe geführt, „und dann haben sie ihren besten Spieler in die Abwehr gestellt, ein klein bisschen offensiv müssen wir schon sein, oder? Aber was weiß ich schon vom Coaching“, sagte Trump im Trump Tower, das sei „vielleicht ein Fehler“ gewesen. Den zurückgezogenen Kapitän Harry Kane nahm er ausdrücklich in Schutz: Der Stürmer sei bei dieser WM „fantastisch“ gewesen, „wir haben einmal Golf miteinander gespielt, er ist ein großartiger Typ“. Kane selbst hatte das gemeinsame Treffen vor rund 18 Monaten in Palm Beach als „eine ziemlich surreale Erfahrung“ beschrieben.
Deschamps‘ letzter Vorhang nach mehr als 5000 Tagen
Für Didier Deschamps ist es tatsächlich das Ende: Mit dem Schlusspfiff in Miami läuft seine Amtszeit als Trainer der Équipe Tricolore aus. Begonnen hatte sie am 15. August 2012 in Le Havre mit einem 0:0 im Testspiel gegen Uruguay, seither sind mehr als 5000 Tage und knapp 14 Jahre vergangen. „Morgen fällt der letzte Vorhang. Mir wird die Mannschaft natürlich fehlen“, sagte Deschamps auf der Pressekonferenz in Miami Gardens. „Die französische Nationalmannschaft und alles, was sie beruflich für mich bedeutet, ist das Schönste, was mir passiert ist. Sie ist seit 25 Jahren Teil meines Lebens.“ Ein Abschiedsspiel ohne Anspruch will er trotzdem nicht sehen: „Wir gehen nicht in das Spiel, das wir uns erhofft hatten, aber wir haben ein Spiel zu bestreiten und eine Pflicht zu erfüllen. Wenn man das Trikot Frankreichs trägt, geht es nicht nur darum, was man bekommt, sondern auch darum, etwas zurückzugeben.“
Innenverteidiger Ibrahima Konaté bedankte sich stellvertretend für die Mannschaft: „Er hat dem französischen Volk so viel Freude bereitet. Es stimmt, es gab auch Enttäuschungen, aber wir dürfen all das Glück nicht vergessen, das er uns geschenkt hat.“ Vor dem Gegner hat Konaté großen Respekt: „Sie haben wie Löwen gegen Argentinien gekämpft. Ich finde, England ist ein eingeschworenes Team mit einer reichen Fußballhistorie. Wir freuen uns auf die Herausforderung und werden alles geben, um zu gewinnen.“ Sportlich geht es dabei um mehr als ein Trostpflaster: Ein Sieg wäre für den zweimaligen Weltmeister die siebte Top-3-Platzierung bei einer WM.
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Tuchel fordert eine Reaktion, Stones nimmt die Bronzemedaille als Fokus
Wie schwer das Halbfinale nachwirkt, machte Thomas Tuchel vor dem Spiel unmissverständlich klar: „Wir tragen von allen den größten Schmerz. Das ist unsere Narbe, die wir jetzt tragen müssen. Es ist eine sehr schmerzhafte Niederlage, und wir müssen damit leben.“ Kapitulieren will er deshalb nicht: „Wir werden sie nutzen, wir werden eine Reaktion zeigen, und die beginnt ab morgen.“ Den Reiz liefert für ihn die historische Dimension, denn Platz 3 wäre Englands bestes WM-Ergebnis seit dem Titel 1966, zuletzt wurden die Three Lions 1990 Vierter. „Es ist die Chance auf das beste Ergebnis für England seit 60 Jahren“, sagte Tuchel, „es ist ein großes Spiel gegen eine der besten Mannschaften der Welt.“ Und mit Blick auf die Einstellung seiner Spieler: „Mentalität ist nichts, was man an- und ausschaltet.“
Personell wird Tuchel dennoch verändern, wie stark, ließ er offen: „Ich weiß nicht, wie viele, ich habe mich noch nicht entschieden.“ John Stones beschrieb die Gefühlslage im englischen Lager so: „Es ist sehr leicht, ‚Was wäre wenn?‘ zu sagen. Es ist schwer, das sofort zu verarbeiten, aber das ist die grausame Lage, in der wir gerade sind.“ Dass schon zwei Tage später wieder gespielt wird, sieht der Innenverteidiger als Chance: „Ich denke, dass es morgen so schnell weitergeht, ist ein weiterer guter Fokus, um eine Bronzemedaille zu holen.“
Die Kritik an seinen Entscheidungen kennt Tuchel genau: der Rückzug in Halbzeit zwei, die defensiven Wechsel, die Umstellung auf eine Fünferkette und vor allem die Auswechslung von Anthony Gordon für Ezri Konsa während der zweiten Trinkpause. Bereuen will er trotzdem nichts: „Ich bereue meine Entscheidungen nicht. Ich hatte das Gefühl, dass wir etwas anderes für die Mannschaft tun mussten. Ich habe eine Entscheidung getroffen und dabei meinem Instinkt, meiner Intuition, meiner Erfahrung vertraut. Niemand kennt den Ausgang einer anderen Auswechslung.“ Die Verantwortung nimmt er dennoch auf sich: „Wenn es einfacher ist, wenn jemand die Schuld auf sich nimmt, dann nehme ich die Schuld. Aber ich werde mich an diesem Spiel nicht beteiligen. Denn für mich gibt es niemanden, dem man die Schuld geben kann.“ Wie zwiegespalten er vor dem Bronze-Spiel selbst ist, zeigt sein wohl ehrlichster Satz: „Niemand will morgen in diesem Spiel stehen. Alle vier Halbfinalisten wollten nach New York.“ Und im nächsten Atemzug: „Aber es ist ein offizielles WM-Spiel. Es ist die Chance auf das beste Ergebnis für England seit 60 Jahren.“ Rotieren wird er trotzdem.
Formkurve Frankreich: zu wenig gefordert auf dem Weg ins Halbfinale?
Ein Erklärungsversuch für das 0:2 gegen Spanien lautet: Frankreich kam schlicht zu bequem durch dieses Turnier. Die Gruppenphase gewannen die Bleus mit 10:2 Toren, danach wurden Schweden und ein destruktives Paraguay ohne Mühe aus dem Weg geräumt. Marokko wäre im Viertelfinale ein echter Prüfstein gewesen, trat aber ohne Bayern-Neuzugang Ismael Saibari an und blieb offensiv harmlos. Selbst Erling Haalands Norwegen hatte in der Gruppenphase fast komplett rotiert und 1:4 verloren. Spanien musste sich auf seinem Weg dagegen gegen Portugal und Belgien jeweils spät durchbeißen. Frankreichs Mentalität wurde vor dem Halbfinale also kaum getestet, und genau das rächte sich in Dallas.
Dazu kommen zwei konkrete Baustellen. Gegen Spanien blieb Frankreich zum dritten Mal in diesem Turnier ohne Torschuss in der ersten Halbzeit, zuvor war das gegen Senegal in der Gruppenphase und gegen Paraguay im Achtelfinale passiert. Und Lucas Dignes Foul an Lamine Yamal war der Elfmeter, mit dem Frankreich nun die unrühmliche Bestmarke der letzten beiden Weltmeisterschaften hält: sechs verursachte Strafstöße, mehr als jedes andere Team. Auch bei Kylian Mbappé stimmte gegen Spanien wenig. In seinem 21. WM-Spiel für Frankreich blieb er erst zum zweiten Mal überhaupt ohne Torschuss aufs Tor. Das einzige andere Mal war ausgerechnet gegen England im Viertelfinale 2022, das Frankreich am Ende trotzdem 2:1 gewann.
Formkurve England: die Serie der knappen Enttäuschungen
Englands jüngere Turniergeschichte liest sich wie eine Kette von Beinahe-Erfolgen: WM 2018 im Halbfinale raus, EM 2020 Finale verloren, WM 2022 im Viertelfinale raus, EM 2024 Finale verloren und nun WM 2026 wieder im Halbfinale gescheitert. Fünf große Turniere, fünfmal weit gekommen, fünfmal ohne Titel. Sportlich war diese WM dennoch eine der besseren: sieben Spiele, fünf Siege, ein Remis, eine Niederlage und 14 eigene Tore. Ein Sieg in Miami wäre trotzdem historisch, denn Bronze hat England noch nie geholt. 1990 ging das kleine Finale gegen Italien 1:2 verloren, 2018 gegen Belgien 0:2.
Die Schlüsselspieler bei Frankreich
Alles blickt auf die Offensive: Kylian Mbappé jagt gemeinsam mit Messi die Torjägerkanone der WM 2026, dazu kommen Ousmane Dembélé und Bayern-Star Michael Olise. Gegen Spanien fand das Trio keine Lücke, gegen Englands tief stehende Abwehr dürfte sich mehr Raum bieten, zumal im Spiel um Platz 3 traditionell munterer gespielt wird.
Die Schlüsselspieler bei England
Harry Kane und Jude Bellingham tragen die englische Offensive fast allein, im Halbfinale kam mit Torschütze Anthony Gordon ein dritter Name dazu. Dahinter war Jordan Pickford gegen Argentinien mit mehreren Glanzparaden bester Engländer, auch im Bronze-Spiel dürfte auf den Keeper einiges zukommen. Und sollte es doch ins Elfmeterschießen gehen, wäre Pickford ohnehin der wichtigste Mann: England hat bei Welt- und Europameisterschaften nur drei von neun Elfmeterschießen gewonnen, das Trauma reicht von Turin 1990 über Wembley 1996 bis zum EM-Finale 2021.
Frankreich gegen England Prognose: Wer gewinnt das Spiel um Platz 3?
Wer ist Favorit, Frankreich oder England? Beide Teams müssen erst einmal die Enttäuschung abschütteln, erfahrungsgemäß wird in diesem Spiel viel rotiert und offen gespielt. Die höhere individuelle Qualität in der Breite spricht leicht für Frankreich, das seinem scheidenden Trainer einen Abschied mit Medaille schenken will. Deschamps‘ letztes Spiel nach knapp 14 Jahren im Amt ist genau das Motiv, das eine sonst schwer zu motivierende Partie emotional auflädt, und der scheidende Trainer selbst hat angekündigt, gemeinsam mit seinem Stab „alles zu tun, um zu gewinnen“. Auf der Gegenseite hat Thomas Tuchel eine Rotation angekündigt, deren Umfang er selbst noch nicht festgelegt hatte, was den englischen Rhythmus eher stört als stützt. Dazu kommt, dass beide Teams emotional angeschlagen sind, England laut Tuchel sogar mit dem größten Schmerz von allen, und Mannschaften in dieser Verfassung verteidigen selten über 90 Minuten hochkonzentriert. Genau daraus entsteht die offene, torreiche Partie, die wir erwarten. Für Frankreich spricht dabei nicht nur der Kader, sondern auch der Anlass: Deschamps‘ Abschied und Mbappés Zweikampf mit Messi um den Goldenen Schuh liefern zwei sehr konkrete Gründe, dieses Spiel ernst zu nehmen. Gegen Frankreich spricht, dass die Bleus in diesem Turnier drei Mal ohne Torschuss in Halbzeit eins blieben und in den letzten beiden Weltmeisterschaften die meisten Elfmeter verursacht haben. Beides passt zu einem Team, das Tore erzielt, aber eben auch welche einlädt. England wiederum hat mit Kane, Bellingham und Pickford genug Qualität, um zweimal zu treffen, tritt aber mit einer rotierten Elf und einer schweren emotionalen Hypothek an. Unser Expertentipp und Ergebnis-Tipp: Frankreich gewinnt ein torreiches Spiel knapp mit 3:2. Auch unsere England gegen Frankreich Prognose ist eine sportliche Einschätzung und keine Wettempfehlung.
Wie viel Motivation bringen beide mit?
Die entscheidende Unbekannte ist die Einstellung, und dazu gibt es prominenten Widerspruch. Alan Shearer hält das Spiel um Platz 3 für überflüssig und fordert die Abschaffung: „Das Spiel um Platz 3 bei der WM ist lächerlich. Die FIFA redet so viel über den Schutz der Spieler, und jetzt sind sie aus dem Turnier raus, können nichts mehr gewinnen, und trotzdem lässt man sie nach Miami reisen und bei 37, 38 Grad Hitze um Platz 3 spielen.“ Die Hitzeangabe ist Shearers eigene Einschätzung, in Miami Gardens werden zum Anpfiff eher rund 29 Grad erwartet, gefühlt etwa 34. Inhaltlich bleibt der Engländer hart: „Sie werden in 20 Jahren nicht zurückblicken und sagen, wir waren stolz auf Platz 3 oder 4. Das ist Unsinn, für Frankreich wie für England. Es gehört abgeschafft.“ Alles, was die Spieler jetzt wollten, sei „in den Urlaub zu fahren und wegzukommen vom Turnier“. Das kleine Finale gibt es seit 1934 und seit 1954 bei jeder Männer-WM.
Es gibt allerdings handfeste Gegenargumente. Der Dritte kassiert 29 Millionen Dollar Preisgeld, der Vierte 27 Millionen, zwei Millionen Dollar hängen also am Ergebnis eines einzigen Abends. Dazu kommt der individuelle Anreiz: Im Rennen um den Goldenen Schuh steht Kylian Mbappé bei acht Toren und drei Vorlagen und damit gleichauf mit Lionel Messi (acht Tore, vier Vorlagen), der erst im Finale nachlegen kann. Ein Treffer in Miami würde Mbappé an Messi vorbeiziehen lassen. Harry Kane und Jude Bellingham stehen bei je sechs Toren und bräuchten einen ganz großen Abend. Und für Thomas Tuchel geht es um jenes beste englische WM-Ergebnis seit 60 Jahren, für Didier Deschamps um den letzten Auftritt nach knapp 14 Jahren im Amt.
Wettquoten: Frankreich auch bei den Buchmachern vorn
Die Quoten stützen diese Einschätzung: Ein Sieg Frankreichs nach 90 Minuten ist mit Quote 1,93 notiert, ein Erfolg Englands mit 3,70, das Unentschieden mit 3,00. Wir verstehen solche Quoten rein als redaktionellen Favoriten-Indikator, nicht als Wettempfehlung. Zusätzliche Brisanz liefert das Fernduell um den Goldenen Schuh: Kylian Mbappé steht wie Lionel Messi bei acht WM-Toren (Quote 1,83 auf die Torjägerkrone) und kann in Miami vorlegen, ehe Messi im Finale antwortet. Harry Kane (Quote 34,0) und Jude Bellingham (67,0) bräuchten mit ihren bisher je sechs Treffern dagegen schon einen ganz besonderen Abend in Miami. Auch die britischen Buchmacher sehen die Rollen klar verteilt, dort steht Frankreich mit 5/6 und England mit 11/4 in den Listen. Ähnlich eindeutig fällt das Stimmungsbild der Fans aus: In einer Abstimmung von The Athletic vor dem Spiel tippten 79 Prozent auf einen französischen Sieg, nur 21 Prozent auf England.
Was sagt die KI-Prognose zu Frankreich gegen England?
Datenmodelle und KI-Prognosen sehen Frankreich leicht vorn, vor allem wegen des tieferen Kaders und der geballten Offensivpower um Mbappé, Dembélé und Olise. Für England sprechen in den Modellen die Qualität von Harry Kane und Jude Bellingham im Abschluss, dazu fällt das Spiel um Platz 3 traditionell offener und torreicher aus als andere K.o.-Spiele. Die KI-Tendenz lautet also: Sieg Frankreich in einer munteren Partie mit Toren auf beiden Seiten.
Wer überträgt Frankreich gegen England im TV?
MagentaTV überträgt das Spiel um Platz 3 exklusiv, ein Free-TV-Sender zeigt die Partie nicht. Die Vorberichte starten am Samstag um 22:00 Uhr: Tabea Kemme und Laura Wontorra führen durch die Sendung, Christian Straßburger kommentiert die Partie. Auf dem Taktik-Kanal TV2 analysieren Alex Klich und Manuel Baum, dazu kommen Jan Henkel und Schiedsrichter-Experte Patrick Ittrich.
FAQ: Frankreich gegen England im Spiel um Platz 3
Wann spielt Frankreich gegen England?
Das Spiel um Platz 3 der WM 2026 wird am Samstag, dem 18. Juli 2026, um 23:00 Uhr MESZ angepfiffen, Ortszeit in Miami ist 17:00 Uhr.
Wo findet das Spiel um Platz 3 statt?
Gespielt wird im Hard Rock Stadium von Miami, dort trug England bereits sein Viertelfinale gegen Norwegen aus.
Wer überträgt Frankreich gegen England?
MagentaTV zeigt das Spiel um Platz 3 exklusiv, die Vorberichte starten um 22:00 Uhr. ARD und ZDF übertragen nicht.
Wer ist Favorit: Frankreich oder England?
Frankreich gilt als Favorit auf die Bronzemedaille, die Sieg-Quoten (Frankreich 1,93, England 3,70) bestätigen die Rollenverteilung. Erfahrungsgemäß fällt das Spiel um Platz 3 aber offener aus als andere K.o.-Spiele.
Wer gewinnt das Spiel um Platz 3: Frankreich oder England?
Unsere Prognose: Frankreich gewinnt ein torreiches Spiel knapp mit 3:2 und sichert sich die Bronzemedaille. England hofft dagegen auf einen versöhnlichen Turnierabschluss unter Thomas Tuchel.
Wer ist besser: Frankreich oder England?
In der Breite ist Frankreich besser besetzt, gerade in der Offensive. England hält mit Harry Kane und Jude Bellingham dagegen, die die Offensive der Three Lions fast allein tragen.
Was passiert bei einem Remis?
Bei einem Unentschieden nach 90 Minuten folgt eine Verlängerung von zweimal 15 Minuten, danach fällt die Entscheidung im Elfmeterschießen.
Live Ticker Frankreich gegen England – Miami Hard Rock Stadium WM 2026 Stadion
Aufstellung Frankreich
Mike Maignan, Malo Gusto, Ibrahima Konaté, Maxence Lacroix, Theo Hernández, Adrien Rabiot, Warren Zaïre-Emery, Rayan Cherki, Michael Olise, Désiré Doué, Kylian Mbappé
Aufstellung England
D. Henderson, J. Quansah, E. Konsa, Marc Guéhi, D. Spence, M. Rogers, Declan Rice, Eberechi Eze, Bukayo Saka, I. Toney, Marcus Rashford
Wonderwall von Oasis
Au revoir Didier Deschamps! Chapeau an die Three Lions für den Gewinn der Bronzemedaille! Gleich folgt noch die Siegerehrung und weitere emotionale Momente. Dies sowie die Highlights und Re-Lives aller WM 2026 Partien gibt es auf MagentaTV:
England gewinnt Bronze nach irrem Spektakel!
Was für ein Spiel in Miami! England führt zur Pause bereits mit 4:0 und scheint die Bronzemedaille sicher zu haben. Doch Frankreich kommt wie ausgewechselt aus der Kabine, trifft durch Mbappé (2), Barcola und Dembélé viermal und macht aus dem Debakel beinahe noch eine Sensation. Zwischenzeitlich fehlen Les Bleus nur noch ein Tor zum Ausgleich. Erst Sakas verwandelter Elfmeter sorgt für etwas Luft, Dembélé verkürzt in der Nachspielzeit noch einmal auf 5:4, ehe Bellingham mit dem Schlusspunkt zum 6:4 endgültig alles entscheidet. Ein Spiel um Platz 3, das sich über 90 Minuten eher wie ein WM-Finale anfühlt.
Icing on the Cake! Bellingham zum 4:6!
Die Nachspielzeit ist vorbei und England markiert die Entscheidung! Jude Bellingham (10) mit einem energischen Ballgewinn und Sturmlauf durch die komplette französische Hintermannschaft. Der letzte Akt in einem unfassbaren Spiel!
Frankreich! 4:5!
Eishockeyergebnis heute im Hard Rock Stadium: Dayot Upamecano (4) mit dem Ballgewinn, dann geht direkt durch, bindet einige Verteidiger, sodass Ousmane Dembélé (7) Platz hat für das 4:5. Ein paar Sekunden bleiben noch, vor allem durch die Spielunterbrechung dürfte es noch ein, zwei Minuten extra geben.
Spielunterbrechung
Schiedsrichter Jesús Valenzuela unterbricht die Partie kurz, weil D. Spence (24) behandelt werden muss. Gute Leistung heute vom Unparteiischen, aber die Teams gingen überwiegend fair zu Werke.
T. Chalobah (12) kommt für Marc Guéhi (6).
Jules Koundé (5) kommt bei Frankreich. Malo Gusto (2) ist runter gegangen.
Nachspielzeit läuft!
Noch 7 Minuten obendrauf.
Bilder der neusten Entwicklungen
Elfmetertor für England! 3:5!
Bukayo Saka (7) mit dem Dreierpack. England wieder mit zwei Toren vorne. Der Elfmeter war gekonnt ausgeführt und landete rechts unten, nachdem Maignan verladen wurde.
Bukayo Saka verwandelt den Elfmeter souverän und dürfte diesen Moment besonders genießen. Vor fünf Jahren hatte der Flügelspieler im EM-Finale gegen Italien den entscheidenden Strafstoß verschossen und war anschließend Ziel rassistischer Anfeindungen. Heute sorgt er vom Punkt für einen ganz besonderen WM-Moment.
Elfmeter für England!
Malo Gusto (2), der heute eine wechselhafte Leistung zeigt kommt gegen D. Spence (25) zu spät und foult ihn elfmeterreif.
Frankreich hat das Spiel gedreht, nur nicht das Ergebnis
Aus der englischen Machtdemonstration ist längst ein offener Schlagabtausch geworden. Die Three Lions geben das Spiel zunehmend aus der Hand, Frankreich erspielt sich inzwischen sogar die besseren Chancen (2,51 zu 1,79 xGoals). Mit 16:17 Torschüssen ist die Partie völlig ausgeglichen. England lebt aktuell vor allem vom Vier-Tore-Polster aus der ersten Halbzeit.
Für J. Quansah (26) geht es nicht mehr weiter. R. James (24) kommt in die Partie.
Valenzuela in Behandlung
Schiedsrichter Jesús Valenzuela muss das Spiel kurz unterbrechen, weil er eine Behandlung benötigt. Außerdem wird J. Quansah (26) behandelt.
Frankreich an den Pfosten!
Doppelpass zwischen Olise und Dembélé, wunderbar, aber Olise verpasst die nächste Möglichkeit zum Torerfolg.
Bellingham kommt ins Spiel!
Jude Bellingham (10) und E. Anderson (8) kommen für Toney und Eze. Die eingewechselten Spieler besetzen die Positionen anhand ihrer Rückennummern.
Spielanalyse nach 75 Minuten
- Frankreich drückt jetzt deutlich mehr: Zehn Abschlüsse stehen inzwischen zu Buche, England kommt auf neun. Nach der Pause hat sich das Chancenverhältnis klar zugunsten der Équipe Tricolore verschoben.
- Sieben Schüsse aufs Tor auf beiden Seiten: Beide Teams zwingen die Torhüter immer wieder zu Paraden. Henderson musste bereits viermal eingreifen, Maignan zweimal.
- England bleibt gefährlich: Trotz der französischen Druckphase haben die Three Lions mit 57 Prozent mehr Ballbesitz und bereits vier Ecken weiterhin offensive Präsenz.
- Frankreich sucht konsequent den Weg nach vorne: 38 Prozent der Angriffe laufen über gefährliche Zonen. Les Bleus investieren deutlich mehr als noch in der ersten Halbzeit.
- Intensive Partie: 17 Fouls, aber weiterhin keine Gelbe Karte. Das Spiel bleibt hart umkämpft, ohne unfair zu werden.
- Die Partie ist komplett gekippt: Nach dem 0:4 zur Pause bestimmt Frankreich weite Strecken der zweiten Halbzeit. England verteidigt den Vorsprung inzwischen deutlich tiefer.
Michael Olise (11) jetzt fast mit dem Ausgleich nach einem Pass von Gusto, aber der rutscht ihm leicht über den Schlappen. Der Bayern-Angreifer steht bei 0 Toren und 7 Assists bei der WM 2026.
Noch ungefähr 16 Minuten sind auf der Uhr.
Weiter geht's!
Die Partie läuft wieder.
Trinkpause!
Kylian Mbappé (10) noch fast mit der nächsten dicken Chance, aber nun geht es erst mal zur Abkühlung.
FIFA-Funktionär Arsène Wenger sieht die verpflichtenden Trinkpausen bei der WM trotz anhaltender Kritik nicht als Problem. Sie hätten den Spielverlauf oder gar Ergebnisse nicht beeinflusst. Ob die dreiminütigen Unterbrechungen auch bei künftigen Turnieren bleiben, will die FIFA allerdings erst nach einer umfassenden Analyse entscheiden.
Nur noch eins! 3:4!
Kylian Mbappé (10) mit dem Zweiten! Frankreich braucht 20 Minuten für 3 Tore und England ist mächtig unter Druck.
Michael Olise (11) und Mbappé mit einer Traumkombination. Das sieht jetzt wieder so aus wie in der ersten Halbzeit gegen Schweden ...
Ousmane Dembélé (7) trifft bei seinem Versuch den Ball nicht richtig, sodass D. Henderson (13) die nächste Chance aufs 3:4 vereiteln kann.
Dayot Upamecano (4) mit dem Fernschuss. Die Franzosen versuchen es jetzt regelmäßig. England kann aber immer wieder Kontermöglichkeiten besser ausspielen.
England versucht die Kontrolle zurückzugewinnen. Ein Angriff über Rice kommt in den Strafraum zu I. Toney (22), aber er wird von Frankreich mit viel Einsatz vom Ball getrennt.
Michael Olise (11) zieht auf, ab und knapp am Tor vorbei.
Aus 4:0 wird plötzlich ein Nervenspiel
Erst verkürzt Mbappé, dann trifft Barcola nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff zum 2:4. England wirkt völlig von der Rolle, leistet sich ungewohnte Ballverluste und lädt Les Bleus immer wieder zu Kontern ein. Henderson verhindert mit einer starken Paradeeinen gefährlichen Schuss aus knapper Abseitsstellung. Die Partie, zur Pause scheinbar entschieden, ist plötzlich wieder hochspannend - auch weil England bereits im Halbfinale eine Führung aus der Hand gab.
Allez les Bleus!
Ousmane Dembélé (7) taucht zwar frei vor Dean Henderson auf, stand beim Zuspiel aber hauchdünn im Abseits. Weil die Fahne zunächst unten bleibt, läuft der Angriff weiter. Henderson pariert stark, den Nachschuss von Michael Olise blockt Englands Defensive noch vor dem Tor.
Frankreich macht weiter! 2:4!
Es geht weiter! Bradley Barcola (12) erzielt den nächsten Anschlusstreffer für Frankreich. Plötzlich lebt das Spiel wieder! Tor Nummer sechs für heute im Hard Rock Stadium! Den Rekord für das torreichste Spiel hält übrigens die Hitzeschlacht von Lausanne mit 12 Treffern.
Mbappé zieht an Messi vorbei
Der Anschlusstreffer hat auch Folgen im Rennen um den Goldenen Schuh. Kylian Mbappé steht bei dieser WM jetzt bei neun Treffern und übernimmt damit die alleinige Führung vor Lionel Messi, der bislang achtmal erfolgreich war. Der Franzose baut seinen Vorsprung im letzten WM-Spiel sogar noch aus.
Frankreich wie ausgewechselt!
Jetzt regt sich bei Les Bleus doch noch Leben. Nach mehreren Wechseln gewinnt Frankreich endlich wieder die Kontrolle im Mittelfeld und kommt zu Chancen. Die Aufholjagd ist gestartet.
Der Anschlusstreffer! 1:4 Frankreich!
Ollie Watkins (19) verliert den Ball entscheidende an Dayot Upamecano (4). Der Ball kommt zu Olise und dann zu Kylian Mbappé (10), der nur noch einschieben muss.
Weiter geht's!
Die 2. Hälfte läuft!
Vier französische Auswechslungen
Frankreich wechselt vierfach! Unter anderem kommt Lucas Digne (3). Ousmane Dembélé (7) sieht auch ready aus. Bradley Barcola (12) und Dayot Upamecano (4) kommen ebenfalls. Raus sind: Theo Hernández (19), Rayan Cherki (24), Désiré Doué (20) und Ibrahima Konaté (15).
Ollie Watkins (19) kommt bei England. Marcus Rashford (11) ist in der Kabine geblieben.
Statistiken zur Halbzeit
- England gnadenlos effizient: Sechs Abschlüsse, vier Tore. Die Three Lions nutzen ihre Chancen eiskalt und stellen Frankreichs Defensive immer wieder vor unlösbare Aufgaben.
- Mehr Ballbesitz, weniger Ertrag: Frankreich kommt auf 55 Prozent Ballbesitz und 34 Prozent der Angriffe, kann daraus aber nur einen Schuss aufs Tor erzeugen.
- Gefährlicher über die Außen: England entwickelt 39 Prozent seiner Angriffe über die Flügel. Besonders Saka und Rashford sorgen dort permanent für Probleme.
- Standards als Waffe: Drei Ecken reichen England für einen Treffer. Konsa köpft nach einer Rice-Ecke das zwischenzeitliche 2:0.
- Defensive mit wenigen Wacklern: Henderson muss nur einmal ernsthaft eingreifen. England lässt trotz französischer Ballkontrolle nur wenige klare Chancen zu.
- Kaum Unterbrechungen: Keine Karten, jeweils fünf Fouls. Trotz des deutlichen Spielstands bleibt die Partie erstaunlich fair.
Halbzeit!
Was ist denn hier los? England zerlegt Frankreich vor der Pause!
England führt zur Halbzeit sensationell mit 4:0 und nutzt nahezu jede sich bietende Chance. Rice eröffnet den Torreigen mit Traumtor und Vorlage, Konsa köpft nach einer Ecke ein und Saka schnürt noch vor der Pause den Doppelpack. Frankreich hat zwar Phasen mit Ballbesitz und einzelne Abschlüsse durch Mbappé, wirkt defensiv aber erschreckend anfällig. So dominant wie Les Bleus Schweden im Sechzehntelfinale besiegten, werden sie heute selbst auseinandergenommen.
Frankreich-Coach Deschamps wird in der Halbzeitpause wohl einiges umstellen müssen.
Saka zum Zweiten! 0:4!
Vorhin hatte Marcus Rashford (11) noch die Chance zum 0:4. Diesmal macht Bukayo Saka (7) es nach einem Traumpass von Eze. England brutal effektiv.
Bei aller Kritik an Thomas Tuchels Defensivtaktik im Halbfinale: Warum kamen Bukayo Saka und Marcus Rashford bislang meist nur als Joker zum Einsatz? Heute dürfen beide von Beginn an ran und schlagen direkt ein!
Nachspielzeit!
Die 4-minütige Nachspielzeit läuft nun.
Was macht Zidane eigentlich gerade?
England zum Dritten! 0:3 für Three Lions!
Bukayo Saka (7) erzielt das Tor für England! Unfassbar!
Frankreich bricht auseinander. England sieht in der Defensive fast teilnahmslos aus, und trotzdem verliert Frankreich den Ball, dann geht es zunächst schnell, nachdem Marcus Rashford (11) einen genialen Pass auf Bukayo Saka (7) spielt. Der erste Versuch wird noch geblockt, ist eher schwer zu beschreiben. Aber kurz gesagt, Rashford und Saka dürfen so lange versuchen, bis der Ball zum dritten Mal im Tor von Mike Maignan (16) liegt.
Mbappé dribbelt und schießt
Kylian Mbappé (10) mal wieder im Angriff, aber D. Henderson (13) ist abermals zur Stelle und klärt zur Ecke.
Marcus Rashford (11)! Kleine Finte im Mittelfeld gegen Warren Zaïre-Emery (18), dann ein gefährlicher Weitschuss, den Maignan unter Anstrengung hält. Aber wieder wurde Abseits gepfiffen.
Aktuelle Bilder des Spiels
Laut Guardian war Mbappé im Abseits: "An offside flag was waved – wrongly, it turns out." Der Kicker schreibt im Ticker: "Mbappé stand wohl hauchzart in der verbotenen Zone." Gab es die Aufklärung schon auf MagentaTV?
Rice mit historischem Start!
Declan Rice ist der erste Engländer, der bei einer WM in den ersten 20 Minuten eines Spiels sowohl trifft als auch vorbereitet. Frankreich wirkt vom frühen 0:2 weiter geschockt und findet offensiv bislang kaum Antworten.
Kylian Mbappé (10) macht es gefährlich als er einen Steilpass im Strafraum aufnimmt, aber es lag eine Abseitsposition vor. Das war knapp, aber die Kniescheibe war wahrscheinlich im Abseits. D. Henderson (13) wäre aber zur Stelle gewesen.
Das Spiel läuft weiter!
Viertletzte Trinkpause der Welt
Jetzt läuft die Werbung für MagentaTV!
Kylian Mbappé (10) mit einem Fernschuss, aber verzieht im Fallen leicht.
Die wichtigsten Zahlen der ersten 20 Minuten
- England bleibt eiskalt: Aus nur drei Abschlüssen stehen bereits zwei Tore. Frankreich kommt auf fünf Schüsse, ist im Abschluss bislang aber zu harmlos.
- xG spricht für Frankreich: Die Équipe Tricolore kommt auf 0,32 Expected Goals, England nur auf 0,10. Das Ergebnis spiegelt die Chancenqualität bislang kaum wider.
- Ballbesitz nahezu ausgeglichen: Frankreich hat mit 51 Prozent etwas mehr vom Spiel, England verteidigt die Führung jedoch äußerst diszipliniert.
- England gewinnt die wichtigen Duelle: 62 Prozent der Zweikämpfe gehen an die Three Lions. Das sorgt immer wieder für Ballgewinne und schnelle Umschaltmomente.
- Frankreich kombiniert sauber: 92 Prozent Passquote bei fast 100 Pässen zeigen die Kontrolle im Aufbau, echte Durchbrüche bleiben bislang aber Mangelware.
- Mehr Standards für Frankreich: Zwei Ecken und ein leichtes Chancenplus stehen auf französischer Seite, England überzeugt dagegen mit maximaler Effizienz.
It's a Goal! 0:2 für England!
Bukayo Saka (7) holt die dritte England für England raus! Dann macht E. Konsa (2) den Treffer zum 0:2.
Konsa im Luftzweikampf gegen den unterlegenen Adrien Rabiot (14), der kleiner ist und zu spät kommt. Und dann gefühlvoll verwandelter Kopfballtreffer von Konsa ins lange Eck. Keine Chance für Mike Maignan (16).
England verteidigt die frühe Führung bislang äußerst souverän. Frankreich kommt kaum in gefährliche Räume, weil die Three Lions Angriffe konsequent unterbinden und in den Zweikämpfen präsent sind. Die Équipe Tricolore sucht noch nach Lücken in der englischen Defensive.
Hohes Tempo, aber kaum Großchancen
Beide Teams kommen bereits auf drei Abschlüsse, doch richtig zwingend wird es nach Rice' Traumtor nur selten. Frankreich hat inzwischen etwas mehr Ballbesitz und eine starke Passquote von 92 Prozent, England überzeugt dafür mit aggressivem Zweikampfverhalten und gewinnt bislang 60 Prozent seiner Duelle. Das Spiel ist offen und wird mit viel Tempo geführt.
Frankreich wirkt noch gezeichnet
Frankreich ist der Schmerz über das Halbfinal-Aus gegen Spanien weiter anzumerken. Die Équipe Tricolore war bis zur Niederlage in Dallas eines der überzeugendsten Teams des Turniers, findet gegen das aggressive England bislang aber kaum zu ihrem gewohnten Rhythmus. Aktuell versucht Frankreich das Spiel zu machen.
Werfen beide Teams jetzt jede Vorsicht über Bord, könnte sich hier ein offener Schlagabtausch entwickeln. Aber aktuell schiebt Frankreich sich den Ball in Englands Hälfte zu.
Bukayo Saka (7) im Abseits, der Ball war sogar im Netz.
Three Lions bleiben am Drücker
Eze scheitert an einem starken Block von Theo Hernández und setzt Frankreichs Defensive früh unter Druck. Die Équipe Tricolore findet nach dem Schock langsam ins Passspiel zurück, muss dem englischen Tempo aber zunächst hinterherlaufen. Es bieten sich Kontermöglichkeiten für Frankreich. Eben zwang Rayan Cherki (24) den englischen Keeper D. Henderson (13) zu einer Parade.
England kommt wieder gefährlich nach vorne, diesmal wird ein Schuss von Marcus Rashford (11) abgeblockt.
Tor! 0:1 für England!
Eiskalt vom Kane-Stellvertreter Declan Rice (4)! Frankreich leistet sich nach eigenem Einwurf einen Fehler im Spielaufbau, sodass Rice den Ball erobern kann. Rice geht ein paar Schritte nach vorne und schießt aus etwa 19 Metern mit rechts an Mike Maignan (16) vorbei. Sehr präzise geschossen, und mit 121 km/h ziemlich schnell. Guter Ball!
Anstoß!
Es geht los.
- England und Frankreich wechseln nach dem Halbfinale jeweils siebenmal. So viele Änderungen in der Startelf gab es für beide Teams bei dieser WM noch nie.
- Kylian Mbappé bestreitet sein 22. WM-Spiel.
- Marcus Rashford kommt auf seinen 17. Einsatz bei einer Weltmeisterschaft.
- England reist mit einer Serie von zehn Auswärtssiegen in Folge an.
- Frankreich gewann die letzten acht Heimspiele, in denen Kylian Mbappé traf.
- Traf Mbappé, gewann Frankreich zudem die letzten drei Partien.
- Frankreich entschied bei drei seiner sieben WM-Spiele 2026 beide Halbzeiten für sich.
Übertragung auf MagentaTV!
Das Spiel um Platz 3 läuft übrigens auf MagentaTV, hier entlang:
Erfahrener WM-Schiedsrichter an der Pfeife
Das Spiel um Platz 3 leitet Jesús Valenzuela aus Venezuela. Der 42-Jährige gehört seit 2013 zum FIFA-Aufgebot, pfiff bereits bei der WM 2022 und leitete bei dieser Endrunde wei Gruppenspiele sowie das Sechzehntelfinale zwischen Norwegen und der Elfenbeinküste. 2021 wurde Valenzuela von der IFFHS zum besten Schiedsrichter Südamerikas gewählt.
Die Hymnen spielen, zuerst die französische, dann die englische.
Rice führt England trotz Beschwerden aufs Feld
Declan Rice (4) trägt gegen Frankreich die Kapitänsbinde der Three Lions. Der Mittelfeldspieler schlägt sich bereits seit weiten Teilen des Turniers mit Rücken- und Oberschenkelproblemen herum, steht im Spiel um Platz 3 aber dennoch in der Startelf und führt England als Kapitän aufs Feld.
Der Spielereinlauf beginnt
Die Teams kommen ins Hard Rock Stadium.
Doppelte Loyalität? Ein Fan, zwei Flaggen und ein drittes Trikot
Ein Zuschauer mit den Flaggen Frankreichs und Englands im Gesicht vor dem Spiel um Platz 3 der WM 2026 in Miami Gardens. (Kevin C. Cox / Getty Images North America via Getty Images)
Dieser Zuschauer hat sich die Flaggen beider Mannschaften ins Gesicht malen lassen und trägt darunter, so sieht es zumindest aus, ein kroatisches Trikot. Fehlte jetzt noch ein geteilter Schal von Algerien und Österreich, dann wüsste endgültig niemand mehr, woher er kommt und wem er heute Abend die Daumen drückt.
Spieler warten auf ihren WM-Einsatz
Bei beiden Teams stehen vor dem Spiel um Platz 3 noch vier Akteure ohne Einsatzminute im Kader. Für Frankreich betrifft das die Torhüter Robin Risser und Brice Samba sowie Lucas Hernandez und N'Golo Kanté. Bei England warten Trevoh Chalobah, Kobbie Mainoo sowie die beiden Ersatzkeeper Dean Henderson und James Trafford noch auf ihren ersten WM-Einsatz. Heute bietet sich die letzte Gelegenheit.
Mbappé verabschiedet Deschamps: „Heute ist dein letzter Tanz“
Kylian Mbappé hat sich vor dem Anpfiff auf X mit einer langen Botschaft von seinem Trainer verabschiedet. Kein Spieler hat unter Didier Deschamps mehr Tore erzielt und mehr Vorlagen gegeben als er.
„Heute ist dein letzter Tanz. Du, der du uns so viel gegeben hast. Wir hätten dir ein besseres Ende schenken müssen, aber das haben wir nicht geschafft.“
„Es ist sehr schwer, in Worte zu fassen, was du in den vergangenen 14 Jahren beigetragen hast. Du warst eine so zentrale Figur beim Wiederaufstieg dieser Mannschaft. Die Menschen haben deine Größe nicht immer gewürdigt, aber die Zeit und die Geschichte werden sich darum kümmern.“
„Danke, dass du mir die Chance gegeben hast, mein Land so viele Jahre lang auf der größten Bühne zu vertreten. Ich fühle mich privilegiert, an der Seite einer der größten Legenden unseres Landes gestanden zu haben, und ich habe nur wunderbare Erinnerungen an alles, was wir gemeinsam erlebt und erreicht haben.“
„Ich wünsche dir alles Gute für dein neues Abenteuer und danke dir noch einmal für alles, was du diesem Trikot gegeben hast, das uns so viel bedeutet.“
In Deschamps' 14 Jahren gewann Frankreich den WM-Titel 2018 und stand zweimal in einem Endspiel, das verloren ging: bei der EM 2016 im eigenen Land und im WM-Finale 2022 gegen Argentinien.
Die Ersatzbänke: Kane und Bellingham als Joker, Mainoo fehlt verletzt
Frankreich: Samba, Risser (beide Tor); Koundé, Saliba, Upamecano, Lucas Hernández, Digne, Koné, Tchouaméni, Kanté, Akliouche, Barcola, Dembélé, Thuram, Mateta.
England: Pickford, Trafford (beide Tor); James, Chalobah, Burn, Stones, O'Reilly, Jordan Henderson, Anderson, Bellingham, Gordon, Madueke, Kane, Watkins.
Damit sitzen bei England zwei Spieler auf der Bank, die noch ins Rennen um den Goldenen Schuh eingreifen könnten: Harry Kane und Jude Bellingham stehen bei je sechs Turniertoren. Sollte Thomas Tuchel sie später bringen, hätten sie rund eine halbe Stunde. Nicht dabei ist Kobbie Mainoo, der Mittelfeldspieler von Manchester United fällt verletzt aus.
Bei Frankreich sitzen mit Ousmane Dembélé, Aurélien Tchouaméni, N'Golo Kanté und Marcus Thuram gleich mehrere Stammkräfte zunächst draußen. Didier Deschamps hat für sein letztes Spiel als Nationaltrainer also reichlich Wechseloptionen.
Die offiziellen Aufstellungen sind da: Tuchel schont Kane und Bellingham
Frankreich (4-2-3-1): Maignan; Gusto, Konaté, Lacroix, Theo Hernández; Rabiot, Zaïre-Emery; Cherki, Olise, Doué; Mbappé.
England (4-3-3): Dean Henderson; Quansah, Konsa, Guéhi, Spence; Rogers, Rice, Eze; Saka, Toney, Rashford.
Beide Trainer wechseln kräftig, aber anders als erwartet. Thomas Tuchel setzt Harry Kane und Jude Bellingham auf die Bank, die mit je sechs Toren Englands beste Schützen sind und im Rennen um den Goldenen Schuh noch punkten könnten. Dafür beginnen Declan Rice und Bukayo Saka, deren Einsatz zuvor als unwahrscheinlich galt. Im Sturm bekommen Ivan Toney und Marcus Rashford ihre Chance, im Tor steht Dean Henderson statt Jordan Pickford. Rice führt die Mannschaft als Kapitän aufs Feld.
Didier Deschamps rotiert in seinem 185. und letzten Spiel ebenfalls: Rayan Cherki und Warren Zaïre-Emery starten, Adrien Rabiot bildet mit Zaïre-Emery die Doppelsechs. Kylian Mbappé bleibt drin und führt als Kapitän, was zu erwarten war: Er kann heute an Lionel Messi vorbeiziehen, sowohl im Rennen um den Goldenen Schuh als auch in der ewigen WM-Torschützenliste, wo Messi bei 21 und Mbappé bei 20 Treffern steht. Ousmane Dembélé sitzt zunächst draußen. Alle Details zu den Aufstellungen.
Leserabstimmung: 78 Prozent tippen auf Frankreich
Kurz vor dem Anpfiff sehen die Leser von The Athletic Frankreich vorn: 78 Prozent tippen auf die Equipe, 22 Prozent auf England, bei gut 10.000 abgegebenen Stimmen. Am Nachmittag hatte das Verhältnis noch bei 79 zu 21 gelegen. Anpfiff im Hard Rock Stadium ist um 23:00 Uhr MESZ.
Mbappé jagt gleich zwei Rekorde
Die Ausnahme von der Rotationsregel dürfte Kylian Mbappé sein. Er liegt mit acht Toren gleichauf mit Lionel Messi an der Spitze der Torschützenliste und kann heute vorbeiziehen. Dazu kommt eine historische Marke: In der ewigen WM-Torschützenliste steht Messi bei 21 Treffern, Mbappé bei 20. Ein Tor in Miami würde ihn gleichziehen lassen. Alle Zahlen in der Torschützenliste.
Frankreich dürfte kräftig durchwechseln
Bei Frankreich rechnet The Athletic mit einem klaren Rotationsspiel. Manche Nationen nähmen das Spiel um Platz 3 wichtig, Frankreich gehöre nicht dazu: Die Enttäuschung über das 0:2 gegen Spanien sitze zu tief. Erwartet werden Einsatzminuten für Spieler, die bislang kaum zum Zug kamen, darunter Rayan Cherki, Marcus Thuram, Maghnes Akliouche, Jean-Philippe Mateta, N'Golo Kanté und Warren Zaïre-Emery. Deschamps hatte im Turnierverlauf kaum rotiert.
Englands Schlüsselspieler: Bellingham und Kane
Mit je sechs Toren ragen Jude Bellingham und Harry Kane deutlich aus dem englischen Kader heraus. Bellingham hatte laut The Athletic sogar das einflussreichere Turnier, weil er in der K.o.-Runde gegen Mexiko und Norwegen jeweils entscheidend traf. Nach der Last der ersten sieben Spiele gilt es aber als wahrscheinlich, dass einer von beiden oder sogar beide heute geschont werden.
Wen stellt Tuchel überhaupt auf?
Die spannendste Frage vor dem Anpfiff ist die Aufstellung. Versucht England zu gewinnen, oder bekommen Spieler Minuten, die sechs Wochen dabei waren und kaum gespielt haben? „Declan Rice und Bukayo Saka können doch wohl kaum spielen“, schreibt The Athletic. Offen ist vor allem, ob Harry Kane und Jude Bellingham beginnen, und ob Tuchel Kane im Rennen um den Goldenen Schuh noch ein paar Tore ermöglicht.
Tuchel bei der Pressekonferenz: „So habe ich ihn noch nie erlebt“
Wer den englischen Nationaltrainer am Vorabend gesehen hat, beschreibt einen sichtlich gezeichneten Mann. „Ich war bei der Pressekonferenz und habe ihn ehrlich gesagt noch nie so erlebt. Er wirkte erschüttert, defensiv und zeitweise gereizt“, berichtet Jack Pitt-Brooke. Auch John Stones habe neben ihm sehr niedergeschlagen gewirkt. Tuchel selbst hatte gesagt, der Schmerz des Halbfinal-Aus werde mit jedem Tag grösser. Der Statistiker Duncan Alexander nannte Englands zweite Halbzeit gegen Argentinien „eine der schändlichsten Halbzeiten der englischen Fussballgeschichte“.
Stimmung in Miami: „Fühlt sich an wie ein Freundschaftsspiel“
Aus Miami berichtet The Athletic von einer bemerkenswert flauen Vorspielstimmung. „Im Shuttlebus der Medien sassen nur ein paar Leute. Es fühlt sich hier ein bisschen an wie ein Freundschaftsspiel ohne Bedeutung“, schreibt Jack Pitt-Brooke, auch wenn Bronzemedaillen auf dem Spiel stehen. Er erinnert an dasselbe Spiel vor acht Jahren in St. Petersburg, als England 0:2 gegen Belgien verlor: Damals habe wenigstens das gute Gefühl überwogen, überhaupt so weit gekommen zu sein. Diesmal nicht.
So überträgt MagentaTV: Vorberichte ab 22:00 Uhr, exklusiv und ohne Free-TV
Das Spiel um Platz 3 läuft in Deutschland „exklusiv“ bei MagentaTV, ein Free-TV-Sender zeigt die Partie nicht, weder ARD noch ZDF. Die Vorberichte starten um 22:00 Uhr, Anpfiff ist um 23:00 Uhr MESZ. Laura Wontorra moderiert aus dem Stadion, Tabea Kemme ist als Expertin dabei. Christian Straßburger kommentiert die Partie, die Taktik-Analyse übernimmt Jan Henkel, Schiedsrichter-Experte ist Patrick Ittrich. Auf dem Taktik-Feed analysieren Alex Klich und Manuel Baum, dazu gibt es einen Spezial-Kommentar von Chiara Vischer und Charlotte Stapenhorst. Die Field-Reporterin steht noch nicht fest.
Worum es heute noch geht: 2 Millionen Dollar und eine Premiere
Bedeutungslos ist die Partie finanziell nicht: Der Dritte bekommt rund 29 Millionen Dollar, der Vierte 27 Millionen. Für England geht es zudem um eine Premiere, denn Bronze hat die Mannschaft noch nie geholt, 1990 verlor sie das kleine Finale gegen Italien, 2018 gegen Belgien. Ein Sieg wäre Englands bestes WM-Ergebnis seit dem Titel 1966. Frankreich winkt die siebte Top-3-Platzierung. Die Buchmacher sehen die Equipe vorn, und auch in einer Leserabstimmung von The Athletic tippten 79 Prozent auf Frankreich. Anpfiff ist um 23:00 Uhr MESZ, alle Infos zur Begegnung hier.
Analyse: Wurde Frankreich vor dem Halbfinale zu wenig gefordert?
Ein Erklärungsversuch für das 0:2 gegen Spanien: Frankreich kam bis zum Halbfinale zu bequem durch. Die Gruppenphase gewann die Equipe mit 10:2 Toren, Schweden und Paraguay wurden souverän abgeräumt, Marokko trat im Viertelfinale ohne Ismael Saibari an und blieb offensiv harmlos, Norwegen rotierte in der Gruppe fast komplett durch und verlor 1:4. Spanien musste sich derweil gegen Portugal und Belgien jeweils spät durchbeißen. Dazu zwei Zahlen, die stutzig machen: Gegen Spanien blieb Frankreich zum dritten Mal in diesem Turnier ohne Torschuss in der ersten Halbzeit, und in den letzten beiden Weltmeisterschaften hat kein Team mehr Elfmeter verursacht (sechs).
Der Goldene Schuh ist noch zu holen
Für Kylian Mbappé geht es heute Abend um mehr als Bronze. Der Franzose steht bei acht Toren und drei Vorlagen und damit exakt gleichauf mit Lionel Messi, der eine Vorlage mehr hat. Trifft Mbappé in Miami, zieht er an Messi vorbei. Dahinter lauern Jude Bellingham und Harry Kane mit je sechs Treffern, Ousmane Dembélé kommt auf fünf. Erling Haaland ist mit sieben Toren bereits ausgeschieden. Alle Zahlen in der Torschützenliste.
Tuchel: „Es wird mit jedem einzelnen Tag schmerzhafter“
Thomas Tuchel hat auf der Abschluss-Pressekonferenz beschrieben, wie sehr das Halbfinal-Aus nachwirkt. „Nach einer Art Schock am Anfang wird es mit jedem einzelnen Tag schmerzhafter. Es wird eine Narbe für uns bleiben. Leider nicht die erste und sehr wahrscheinlich nicht die letzte.“ Die Schuldfrage wollte er nicht bedienen: „Wenn es einfacher ist, wenn jemand die Schuld auf sich nimmt, dann nehme ich die Schuld. Aber ich werde mich an diesem Spiel nicht beteiligen.“ Seine Wechsel verteidigt er weiter: „Ich bereue meine Entscheidungen nicht.“ Auf Donald Trumps Kritik an Harry Kanes tiefer Rolle antwortete er nur: „Sie benutzen Donald Trump als Ihren Zeugen in diesem Fall?“
Shearer wettert gegen das Spiel um Platz 3: „Absoluter Unsinn“
Alan Shearer fordert die Abschaffung der Partie. „Die FIFA redet so viel über den Schutz der Spieler, und jetzt sind sie aus dem Turnier raus, können nichts mehr gewinnen, und trotzdem lässt man sie nach Miami reisen“, sagte Englands Rekordtorjäger. „Die Spieler sollten auf dem Heimweg sein oder längst im Urlaub, statt noch drei oder vier Tage herumzuhängen für ein bedeutungsloses Spiel, das es nur gibt, um mehr Geld zu verdienen.“ Und: „Sie werden in 20 Jahren nicht zurückblicken und sagen, wir waren stolz auf Platz 3.“ Das Spiel um Platz 3 gibt es seit 1934 und wird seit 1954 bei jeder Männer-WM ausgetragen.
Klopp erst am Sonntag im Einsatz
Wer Jürgen Klopp bei MagentaTV sehen will, muss bis zum Finale warten: Der designierte Bundestrainer ist heute Abend nicht im Einsatz. In einer Videobotschaft wies er zudem Berichte über angebliche Aussagen zu England und Tuchel zurück. „Ich habe in den letzten drei, vier, fünf Tagen mit niemandem gesprochen“, sagte Klopp: „Verrückte Welt, verrückte Welt. Glaubt nicht alles, was ihr lest, diesmal ist es definitiv falsch.“
Trump mischt sich ein: Kritik an Tuchel, Lob für Kane
Auch US-Präsident Donald Trump äußerte sich zu Englands Halbfinale. Tuchels Defensivtaktik sei „vielleicht ein Fehler“ gewesen: „Sie führten, und dann haben sie ihren besten Spieler in die Abwehr gestellt, ein klein bisschen offensiv müssen wir schon sein, oder? Aber was weiß ich schon vom Coaching.“ Harry Kane, mit dem er einst Golf spielte, nannte er „fantastisch“ und „einen großartigen Typen“.
Tuchel kündigt Wechsel an, nennt aber keine Zahl
Personell wird sich einiges ändern, festlegen wollte sich Tuchel aber nicht: „Ich weiß nicht, wie viele, ich habe mich noch nicht entschieden.“ Erfahrungsgemäß rotieren beide Trainer im Spiel um Platz 3 kräftig, was der zweiten Reihe Einsatzzeit und dem Spiel oft einen offenen Schlagabtausch beschert.
Tuchel: „Die Chance auf das beste Ergebnis seit 60 Jahren“
Thomas Tuchel fordert von England eine Reaktion auf das Halbfinal-Aus. „Wir tragen von allen den größten Schmerz. Das ist unsere Narbe, die wir jetzt tragen müssen“, sagte der Nationaltrainer. Bronze wäre Englands bestes WM-Ergebnis seit dem Titel 1966, zuletzt war das Team 1990 Vierter: „Es ist die Chance auf das beste Ergebnis für England seit 60 Jahren. Mentalität ist nichts, was man an- und ausschaltet.“ John Stones ergänzte, der schnelle Rhythmus helfe: „Dass es morgen so schnell weitergeht, ist ein weiterer guter Fokus, um eine Bronzemedaille zu holen.“
Konaté über Deschamps: „Er hat so viel Freude bereitet“
Innenverteidiger Ibrahima Konaté sprach für die Mannschaft: „Zuallererst möchte ich ihm, seinem Stab und allen danken, die ihn auf seinem langen Weg unterstützt haben. Er hat dem französischen Volk so viel Freude bereitet. Es stimmt, es gab auch Enttäuschungen, aber wir dürfen all das Glück nicht vergessen, das er uns geschenkt hat.“ Vor dem Gegner warnte er: „Sie haben wie Löwen gegen Argentinien gekämpft.“ Ein Sieg wäre für Frankreich die siebte Top-3-Platzierung bei einer WM.
Deschamps' letztes Spiel: „Morgen fällt der letzte Vorhang“
Für Didier Deschamps ist Miami der Schlussstrich. Am 15. August 2012 hatte er sein Debüt als Frankreichs Nationaltrainer gegeben, mit einem 0:0 in Le Havre gegen Uruguay, seither sind mehr als 5000 Tage vergangen. „Mir wird die Mannschaft natürlich fehlen“, sagte der Weltmeistertrainer von 2018 auf der Abschluss-Pressekonferenz: „Die französische Nationalmannschaft und alles, was sie beruflich für mich bedeutet, ist das Schönste, was mir passiert ist. Sie ist seit 25 Jahren Teil meines Lebens.“
Heute geht es um Bronze: Frankreich gegen England
Das vorletzte Spiel dieser Weltmeisterschaft steigt heute um 23:00 Uhr MESZ im Hard Rock Stadium in Miami Gardens. Frankreich verlor das Halbfinale 0:2 gegen Spanien, England unterlag Argentinien 1:2. MagentaTV überträgt das Spiel um Platz 3 exklusiv, ein Free-TV-Sender zeigt die Partie nicht. Die Vorberichte starten um 22:00 Uhr.
Deschamps vor dem Abschied: „Der Schlussvorhang fällt“
Der französische Verband hat Didier Deschamps am Vorabend in Miami noch einmal zu Wort kommen lassen. Es ist sein 185. und letztes Spiel als Nationaltrainer. „In meinem Kopf weiß ich ganz genau, dass morgen der Schlussvorhang fällt. Ohne jemanden zum Weinen bringen zu wollen: Ich weiß, dass mir die Nationalmannschaft fehlen wird, aber ich hatte das Privileg, mit diesem Trikot ganz oben zu sein“, sagte der Weltmeister von 1998 als Spieler und 2018 als Trainer. „Der Schlussvorhang fällt, aber das Leben geht weiter.“



















