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Rund zwei Millionen Menschen haben Spaniens frisch gekürte Fußball-Weltmeister in Madrid empfangen und der Hauptstadt damit einen ihrer größten Feiertage beschert. Auf einem Doppeldeckerbus zog die Mannschaft um Lamine Yamal und Rodri durch die Straßen bis zum Cibeles-Platz, wo die ausgelassene Feier ihren Höhepunkt erreichte.

Empfang bei König und Regierungschef vor der großen Busparade
Nach der Landung auf dem Flughafen Madrid-Barajas um 14.33 Uhr, mit leichter Verspätung, führte der erste Weg der Weltmeister nicht direkt zu den Fans. Zunächst stand ein offizieller Empfang bei König Felipe IV. und Ministerpräsident Pedro Sánchez auf dem Programm. Am Regierungssitz Moncloa-Palast startete anschließend die Busparade, die sich durch ein Meer aus Rot und Gelb, den spanischen Nationalfarben, ihren Weg durch die verstopften Hauptverkehrsadern der Stadt bahnte.

Ausgelassener Jubel und der Pokal als Mittelpunkt der Feier
Die Spieler zeigten sich in Feierlaune, manche oberkörperfrei, andere mit Getränken in der Hand, und reckten den goldenen WM-Pokal immer wieder in die Höhe, um ihn den jubelnden Massen zu präsentieren. Torschütze des entscheidenden Treffers, Ferran Torres, brachte die Euphorie mit einem Scherz auf den Punkt: Er fühle sich, als würde er buchstäblich schweben.
Am Cibeles-Platz im Zentrum, dem traditionellen Ort spanischer Titelfeiern, warteten laut Schätzungen knapp 120.000 Menschen auf die Ankunft ihrer Helden, einige von ihnen bereits seit den frühen Morgenstunden. Dort erreichte die Massenfeier ihren emotionalen Höhepunkt, nachdem Spanien das Finale gegen Argentinien mit 1:0 nach Verlängerung für sich entschieden hatte.

Rodri über eine historische Generation
Kapitän Rodri, der zum besten Spieler des Turniers gekürt wurde, fand deutliche Worte für die Bedeutung des Triumphs. „Ich habe immer gesagt: Mit der Nationalmannschaft zu gewinnen, ist das Schönste, was es gibt, erst recht eine Weltmeisterschaft“, erklärte der Mittelfeldspieler. Er zog zudem eine Verbindung zu den großen Vorbildern des spanischen Fußballs und verwies auf frühere Triumphe. „Diese Generation ist damit aufgewachsen, wie Iker Casillas und Andrés Iniesta den Pokal in die Höhe gestemmt haben“, so Rodri weiter. „Dass wir das heute selbst erleben dürfen, ist das Größte, was man im Fußball erreichen kann.“
