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Die WM-Partie zwischen Frankreich und dem Irak entwickelte sich schon jetzt zu einem der markantesten Spiele des Turniers. Eine Gewitterpause von mehr als zwei Stunden zwang Fans zeitweise sogar dazu, den Stadionring zu verlassen. Am Ende wurde die Partie erst knapp vier Stunden nach dem Anpfiff abgepfiffen.

Stresstest unter US-Sommerwetter
Dass die Fußball-WM mitten in die Hochphase der Gewittersaison in den USA fällt, sorgt an mehreren Spielorten immer wieder für heikle Bedingungen. Auch in Pennsylvania zeigte sich das deutlich, als das Lincoln Financial Field zum Schauplatz eines echten Wetter-Stresstests wurde.
Schon drei Stunden vor dem Spiel hatte ein Unwetter den Ablauf durcheinandergebracht. Der Einlass verzögerte sich um rund 45 Minuten, zudem wurden die Fans aufgefordert, Schutz zu suchen oder ihre Anreise zunächst zu verschieben.
Warnungen vor Blitz, Wind und Tornados
Zuvor hatten die örtlichen Behörden bereits eine Unwetterwarnung ausgesprochen. Meteorologen warnten vor schweren Gewittern mit kräftigen Windböen und gefährlichen Blitzeinschlägen. Außerdem wurde die Gefahr von Tornados genannt.
Während der langen Unterbrechung waren zunächst keine Blitze am Himmel zu erkennen. Donner war in unmittelbarer Nähe des Stadions ebenfalls nicht zu hören, dafür setzte starker Regen ein.
Wann ein Spiel gestoppt wird
Bei Gewittern in den USA richten sich Veranstalter nach den Empfehlungen der Nationalen Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA. Sie rät dazu, Aktivitäten im Freien für mindestens 30 Minuten zu unterbrechen, wenn innerhalb eines Radius von etwa 13 Kilometern ein Blitz registriert wird. Jeder weitere Blitzeinschlag setzt diese Frist erneut in Gang.
In solchen Situationen verlassen die Spieler in der Regel den Platz, während die Zuschauer in sichere Bereiche geführt werden. Eine verbindliche Obergrenze für die Dauer einer Unterbrechung gibt es nicht. Die FIFA entscheidet im Einzelfall und abhängig von den aktuellen Sicherheitsbedingungen, wann weitergespielt werden kann.
Erfahrungen aus der Klub-WM 2025
Auch die Klub-WM im Vorjahr zeigte bereits, wie anfällig Turniere in den USA für Unwetter sein können. Damals wurden sechs Spiele wegen Gewittern unterbrochen, die Pausen dauerten zwischen 40 Minuten und zwei Stunden. Chelsea-Coach Enzo Maresca sprach anschließend von „einem Witz“ und stellte sogar infrage, ob große Sommerturniere überhaupt in den USA stattfinden sollten.
Wer am 19. Juli in New York Weltmeister werden will, muss also nicht nur sportlich bestehen, sondern auch die Tücken des nordamerikanischen Sommerwetters bewältigen.