Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
Jürgen Kohler sieht die deutsche Nationalmannschaft bei dieser Fußball WM 2026 klar im Rennen um den Titel. Nach dem 2:1 gegen die Elfenbeinküste bekräftigte der Weltmeister von 1990 seine Überzeugung, dass die DFB-Elf weit kommen kann. Vor allem die Kaderbreite und die Joker von Bundestrainer Julian Nagelsmann gaben für ihn den Ausschlag.

Kohler lobt Tiefe und Qualität im deutschen Kader
Der frühere Innenverteidiger schrieb in seiner kicker-Kolumne, der Auftritt gegen die Elfenbeinküste habe ihn in seiner Einschätzung nur bestätigt: „Deutschland kann Weltmeister werden!“ Für Kohler war die Partie gegen einen „starken Gegner“ der Beweis, dass die Mannschaft die nötige Qualität mitbringt. Zugleich hob er hervor, dass die deutsche Auswahl ihre Möglichkeiten im Kader besser ausschöpfen könne als der dreimalige Afrikameister, der seine Topspieler „nicht gleichwertig ersetzen konnte“.
Gerade diese Tiefe habe den Unterschied gemacht, so Kohler. Nagelsmann habe nachlegen können, als das Spiel es verlangte, und damit die Weichen für den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde gestellt. Der 2:1-Erfolg im zweiten Gruppenspiel bedeutete zugleich das sichere Weiterkommen.
Amiri bereitet vor, Undav sticht doppelt
Besonders heraus stellte Kohler Nadiem Amiri, der mit einer präzisen Flanke das wichtige 1:1 vorbereitete. Noch deutlicher geriet sein Lob für Deniz Undav, der als Doppelpacker glänzte und für Kohler zum Super-Joker wurde. Der Angreifer sei „unheimlich wertvoll, er erinnert mich mit seinen Bewegungen und seinem Instinkt immer wieder an Gerd Müller“.
Für Julian Nagelsmann werde es deshalb schwierig, wenn es um die Frage gehe, ob Undav künftig in die Startelf rücken müsse. „Ich beneide Julian nicht“, schrieb Kohler dazu. Der Bundestrainer habe damit eine anspruchsvolle Personalentscheidung vor sich, weil sich der Stürmer nachdrücklich empfohlen habe.
Wechsel gegen Ecuador erwünscht
Für das letzte Gruppenspiel gegen Ecuador am Donnerstag um 22.00 Uhr MESZ, live zu sehen in der ARD und bei MagentaTV, rät Kohler allerdings zu Veränderungen in der Anfangsformation. Ein Umbau wäre aus seiner Sicht „richtig und wichtig“ für die „Hygiene im Team“ und dafür, „allen das Gefühl zu geben, wichtig zu sein“.
Auch mit Blick auf den möglichen Turnierverlauf bleibt Kohler optimistisch. Eine Übermannschaft erkennt er derzeit nicht, weder bei Frankreich noch bei Argentinien, Brasilien, England oder Spanien.