Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- 1 Nagelsmann: „Wir haben es uns am Ende verdient“
- 2 Undav-Doppelpack von der Bank: die Debatte um einen Startplatz
- 3 Schwache Anfangsphase und ein bekanntes Gegentor
- 4 Verletzungssorgen um Schlotterbeck, Lob für Rüdiger
- 5 Der Wert der ganzen Mannschaft und der späte Siegtreffer
- 6 Familien, Rhythmus und der Blick auf Ecuador
- 7 Lob für die deutschen Fans
Nach dem 2:1 im zweiten WM-Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste hat sich Bundestrainer Julian Nagelsmann auf der DFB-Pressekonferenz in Toronto den Fragen der Journalisten gestellt. Mit dem Sieg im Spiel Deutschland gegen Elfenbeinküste machte die DFB-Auswahl den Einzug ins Sechzehntelfinale perfekt. Wir fassen die wichtigsten Aussagen der Pressekonferenz für dich zusammen.

Lange sah es nicht nach einem Erfolg aus: Franck Kessié brachte die Elfenbeinküste in der 30. Minute in Führung, ehe Joker Deniz Undav mit einem Doppelpack in der 68. und 90. Minute die Partie noch drehte. Entsprechend zufrieden, aber auch ehrlich analysierte Nagelsmann den Auftritt seiner Mannschaft.
Nagelsmann: „Wir haben es uns am Ende verdient“
Der Bundestrainer war vor allem stolz auf die Moral seiner Elf. Man habe das Spiel am Ende verdient gewonnen, die Mannschaft habe enorm viel investiert, betonte Nagelsmann. Besonders hob er hervor, dass erneut die eingewechselten Spieler den Unterschied machten: „Die Spieler, die reingekommen sind, haben das Spiel entschieden.“ Genau das sei der Wert der gesamten Mannschaft, über den er bei diesem Turnier immer wieder spricht.
Undav-Doppelpack von der Bank: die Debatte um einen Startplatz
Nach dem zweiten Doppelpack als Einwechselspieler in Serie kam Nagelsmann um eine Diskussion über Deniz Undav nicht herum. Der Bundestrainer zeigte sich zwiegespalten: Einerseits könne man Undav auf der Zehn oder im Sturm von Beginn an bringen, andererseits stelle sich die Frage, warum man seinen Lauf als Joker brechen sollte. „Er ist einfach super clever in seinen Bewegungen“, lobte Nagelsmann die Spielintelligenz des Stuttgarters, der seine Rolle als Finisher derzeit hervorragend ausfülle. Man werde das gemeinsam besprechen, auch mit dem Spieler selbst, so der Bundestrainer.
Schwache Anfangsphase und ein bekanntes Gegentor
Schonungslos benannte Nagelsmann die Schwächen: Die ersten Minuten seien nicht gut gewesen, danach habe man das Spiel im Griff gehabt, dem Gegner aber wieder ein ähnliches Tor wie zuletzt gestattet. In der zweiten Halbzeit habe sich seine Mannschaft gesteigert, deutlich weniger zugelassen und mehr Mut entwickelt. „Die Jungs sind ins Risiko gegangen, weil sie das Spiel gewinnen wollten“, sagte Nagelsmann anerkennend, auch wenn dadurch Räume für Konter entstanden seien.
Verletzungssorgen um Schlotterbeck, Lob für Rüdiger
Sorgen bereitet eine Verletzung von Nico Schlotterbeck, der zur Halbzeit ausgewechselt werden musste. Nach erster Einschätzung handele es sich um eine Blessur am Innenband im Sprunggelenk, Genaueres sollten die Untersuchungen am Folgetag bringen, sagte Nagelsmann: „Es sieht nicht super gut aus.“ Für den Innenverteidiger kam Antonio Rüdiger ins Spiel, den der Bundestrainer ausdrücklich lobte: Rüdiger habe seine Aufgabe sehr konzentriert und gut gelöst, obwohl es nicht einfach sei, in ein solches Spiel zu kommen.
Der Wert der ganzen Mannschaft und der späte Siegtreffer
Der späte Treffer zum 2:1 durch Undav, vorbereitet von Felix Nmecha, hatte für Nagelsmann eine besondere Bedeutung. Ein solcher Sieg, bei dem Einwechselspieler das Spiel drehen, setze Kräfte frei und zeige jedem Einzelnen seinen Wert, nicht nur in Worten, sondern im Gefühl. Den Jubel seiner Mannschaft, die sich nach dem Schlusspfiff in einer Traube zusammenfand, wertete er als starkes Zeichen für den Zusammenhalt. Es sei ein sehr emotionaler Sieg gewesen, auch wenn es erst das zweite Gruppenspiel war.
Familien, Rhythmus und der Blick auf Ecuador
Mit dem Weiterkommen richtet sich der Fokus bereits auf das abschließende Gruppenspiel gegen Ecuador, in dem es um den Gruppensieg geht. Nagelsmann kündigte einen Mix aus Regeneration und Familienzeit an: Der Kontakt zu den Familien gebe der Mannschaft Kraft und nehme ihr nichts, der gewohnte Rhythmus bleibe erhalten. Über mögliche Wechsel und eine Belastungssteuerung gegen Ecuador wolle er mit dem Trainerteam und den Spielern beraten, einen kompletten Umbau schloss er aber aus.
Lob für die deutschen Fans
Voll des Lobes war Nagelsmann für die Unterstützung von den Rängen. Die Stimmung im Stadion und der Fanmarsch durch Toronto seien „sensationell“ gewesen, schon vom Hotel aus habe er viele deutsche Trikots gesehen. Diese Synergie zwischen Mannschaft und Anhang sei enorm wichtig: „Jeder Fan ist wichtig und jeder Spieler, der es zurückgibt.“ Am Ende setze genau das zusätzliche Kräfte frei.
Die komplette DFB-Pressekonferenz mit Julian Nagelsmann gibt es im Video auf YouTube. Alle Infos und Daten zur Partie findest du auf der Seite zum Spiel Deutschland gegen Elfenbeinküste sowie in unserer Übersicht zur WM 2026 Gruppe E.