Deutsche Fußballnationalmannschaft: Wann nominiert Klopp den DFB-Kader für die nächsten Länderspiele?

Die deutsche Fußballnationalmannschaft steht vor der wichtigsten Länderspielphase seit dem WM-Aus: Bundestrainer Jürgen Klopp nominiert am 17. September 2026 seinen ersten DFB-Kader, maximal 27 Spieler, darunter drei Torhüter. Anschließend warten vier Länderspiele in elf Tagen, gegen die Niederlande, zweimal Griechenland und Serbien. Wer fährt mit, wer hütet das Tor, und wann laufen die Spiele im Free-TV? Der Überblick.

Jürgen Klopp erläutert bei seiner Vorstellung als 13. Bundestrainer seine Pläne für die deutsche Nationalmannschaft. Die Pressekonferenz des DFB fand am 24. Juli 2026 am Frankfurter DFB-Campus statt. (Copyright AFP/John MacDougall)
Jürgen Klopp erläutert bei seiner Vorstellung als 13. Bundestrainer seine Pläne für die deutsche Nationalmannschaft. Die Pressekonferenz des DFB fand am 24. Juli 2026 am Frankfurter DFB-Campus statt. (Copyright AFP/John MacDougall)

Seit dem 15. August ist Jürgen Klopp offiziell im Amt, unterschrieben hat er bis 2030. Gespielt hat seine Mannschaft noch keine Minute. Das ändert sich Ende September, wenn die deutsche Fußballnationalmannschaft in der UEFA Nations League gleich vier Pflichtspiele binnen elf Tagen bestreitet. Welche Namen dabei erstmals im Aufgebot stehen könnten, haben wir bereits in unserer Übersicht zu Klopps Kandidaten für den ersten DFB-Kader aufgeschlüsselt. Hier geht es einen Schritt weiter: um den kompletten Fahrplan, die Torwartfrage, die realistische Startelf und die Termine.

Die nächsten 4 Länderspiele der deutschen Fußballnationalmannschaft

Deutschland spielt in der UEFA Nations League 2026/27 in der Gruppe A2 gegen die Niederlande, Griechenland und Serbien. Vier der sechs Gruppenspiele stehen schon im September und Oktober an, alle vier laufen live im Free-TV.

UEFA Nations League
24.9.2026
- 20:45
Niederlande
- -
Deutschland
UEFA Nations League
27.9.2026
- 20:45
Deutschland
- -
Griechenland
UEFA Nations League
1.10.2026
- 20:45
Deutschland
- -
Serbien
UEFA Nations League
4.10.2026
- 20:45
Griechenland
- -
Deutschland

Klopps Debüt in Amsterdam: das schwerste Spiel zuerst

Ausgerechnet der Erzrivale steht am Anfang. Am Donnerstag, 24. September, gastiert die DFB-Auswahl um 20:45 Uhr in Amsterdam, RTL steigt bereits um 20:15 Uhr in die Übertragung ein. Auf der Gegenseite feiert ebenfalls ein Trainer Premiere: Xavi hat den Posten des Bondscoaches übernommen und kündigte an, seine Mannschaft werde gegen Klopp bereit sein.

Viel Zeit zum Einspielen bleibt nicht. Die Mannschaft trifft sich erst am 21. September beim DFB-Partner adidas in Herzogenaurach, bis zum Anpfiff in der Johan Cruijff ArenA stehen Klopp damit ganze zwei gemeinsame Trainingseinheiten zur Verfügung. Optisch gibt es dabei eine Neuerung: Adidas bringt zur Nations League ein Abschiedstrikot heraus, ehe nach 77 Jahren Partnerschaft zum Jahresende Nike übernimmt.

Heimpremiere in Augsburg, Kräftemessen in München

Drei Tage später folgt der emotionalste Termin dieser Phase. Am 27. September empfängt Deutschland Griechenland in der WWK Arena, es ist Klopps erstes Heimspiel als Bundestrainer und die erste Partie der Nationalmannschaft in Augsburg seit Mai 2016. Die Karten waren nach 20 Minuten vergriffen, wer noch hinein will, ist auf den offiziellen Ticket-ReSale des DFB angewiesen.

Besonders ist der Abend auch aus einem zweiten Grund: Erstmals seit über 25 Jahren gibt es bei Länderspielen der Nationalmannschaft wieder Stehplätze, in Augsburg wie in München, mit Tickets ab 18 Euro. „Stehplätze sind ein wichtiger Bestandteil der Fankultur und des Stadionerlebnisses in Deutschland“, begründete DFB-Präsident Bernd Neuendorf den Schritt.

Am 1. Oktober geht es in der Allianz Arena gegen Serbien weiter, das ZDF überträgt. Den Abschluss bildet am 4. Oktober das Rückspiel in Griechenland gegen den Europameister von 2004. Die Aufstellungen zu allen vier Partien stehen jeweils am Spieltag unter Aufstellung Deutschland heute.

Wann ist die Länderspielpause 2026?

Die Länderspielpause im Herbst 2026 dauert länger als gewohnt, weil die UEFA das September- und das Oktober-Fenster zu einem Block zusammengelegt hat. Konkret heißt das für die Bundesliga: Nach dem 4. Spieltag am 18., 19. und 20. September ruht der Ligabetrieb, weiter geht es erst am 10. Oktober mit dem 5. Spieltag. Dazwischen liegen die vier Länderspiele der DFB-Auswahl.

Die zweite Länderspielpause des Jahres folgt im November. Nach dem 9. Bundesliga-Spieltag am 7. November pausiert die Liga bis zum 21. November. In dieser Zeit bestreitet Deutschland die beiden restlichen Gruppenspiele: am 13. November auswärts in Serbien und am 16. November zum Abschluss gegen die Niederlande im Berliner Olympiastadion. Alle Termine im Detail stehen im DFB-Spielplan 2026.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf, Sportdirektor Rudi Völler, der neue Bundestrainer Jürgen Klopp und DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke (von links) stellen sich zum Abschluss der Pressekonferenz am DFB-Campus in Frankfurt am Main am 24. Juli 2026 den Fotografen. (Copyright AFP/John MacDougall)
DFB-Präsident Bernd Neuendorf, Sportdirektor Rudi Völler, der neue Bundestrainer Jürgen Klopp und DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke (von links) stellen sich zum Abschluss der Pressekonferenz am DFB-Campus in Frankfurt am Main am 24. Juli 2026 den Fotografen. (Copyright AFP/John MacDougall)

DFB-Kader: Wen nominiert Jürgen Klopp am 17. September?

Der Termin steht seit Wochen fest: Am Donnerstag, 17. September 2026, gibt Klopp auf dem DFB-Campus in Frankfurt am Main seinen ersten Kader bekannt. Maximal 27 Spieler wird er berufen, darunter drei Torhüter. Vier Tage später beginnt in Herzogenaurach der Lehrgang.

Die Rechnung ist simpel und trotzdem folgenreich: Wer bei vier Spielen in elf Tagen niemanden verschleißen will, braucht Breite. Klopp hat bereits angekündigt, dass kaum ein Spieler alle vier Partien durchspielen soll. Genau deshalb rechnen viele mit einem eher großen als kleinen Aufgebot und mit mehreren Debütanten. Bei seiner Antrittspressekonferenz hatte der 59-Jährige gesagt: „Es ist ein Neustart. Es werden Spieler eine Chance bekommen, die damit noch gar nicht rechnen.“

Dass der Umbruch ohnehin läuft, haben zwei Rücktritte erzwungen. Manuel Neuer beendete nach 128 Länderspielen seine DFB-Karriere endgültig, wenige Wochen später zog Antonio Rüdiger nach und machte „den Weg für die junge Generation frei“. Kapitän bleibt nach Auskunft von Sportdirektor Rudi Völler Joshua Kimmich: „Jo Kimmich hat es in vielen Länderspielen bewiesen, dass er ein Fahnenträger ist.“

Loris Karius pariert am 5. September 2026 in der Veltins Arena den Abschluss von Luis Díaz. Der Torhüter des FC Schalke 04 hält den Ball fest, während Junior Dina Ebimbe den Angreifer des FC Bayern München im Bundesliga Spiel unter Druck setzt. (Alex Grimm / Getty Images Europe via Getty Images)
Loris Karius pariert am 5. September 2026 in der Veltins Arena den Abschluss von Luis Díaz. Der Torhüter des FC Schalke 04 hält den Ball fest, während Junior Dina Ebimbe den Angreifer des FC Bayern München im Bundesliga Spiel unter Druck setzt. (Alex Grimm / Getty Images Europe via Getty Images)

Die Torwartfrage: erstmals seit 2010 ohne gesetzte Nummer 1

Es ist die größte offene Baustelle im DFB-Kader. Zum ersten Mal seit 2010 geht die deutsche Fußballnationalmannschaft ohne feste Nummer 1 in eine Saison, entsprechend breit ist das Feld der Kandidaten.

Oliver Baumann (36, TSG Hoffenheim) war vor der WM gesetzt, hat sich nie beklagt und liefert seit Jahren auf gleichbleibendem Niveau. Sein Signal Richtung Bundestrainer ist entspannt: „Ich bin da und freue mich, wenn er sich meldet.“ Marc-André ter Stegen (34) hat sich nach zwei Verletzungsjahren zu Ajax Amsterdam ausleihen lassen, spielt dort wieder regelmäßig und hat mit Klopp bereits telefoniert. „Wir hatten einen Austausch. Es war ein wirklich tolles Gespräch“, berichtete er, ergänzte aber nüchtern: „Für mich persönlich ist es so, dass ich versuchen muss, jetzt einfach gesund zu bleiben.“

Dahinter drängen die Jüngeren. Jonas Urbig (22) gilt beim FC Bayern als Torhüter der Zukunft, sammelt hinter Neuer aber wenig Rhythmus. Alexander Nübel spielt bei Besiktas Istanbul durch, Noah Atubolu ist per Leihe zu Eintracht Frankfurt gewechselt und dort ausdrücklich als Nummer eins geholt worden, leistete sich zuletzt allerdings Wackler. Finn Dahmen hielt beim 3:0 des FC Augsburg gegen Schalke die Null, ausgerechnet vor den Augen des Bundestrainers.

Und dann ist da noch der Name, der am lautesten diskutiert wird: Loris Karius. Der 33-Jährige rettete Schalke mit Glanzparaden ein 0:0 gegen den FC Bayern und wurde dafür von Lothar Matthäus als „Weltklasse“ geadelt. Klopp kennt ihn aus gemeinsamen Liverpooler Zeiten. Karius selbst bleibt betont zurückhaltend: „Darüber denke ich gar nicht nach, um ehrlich zu sein.“ Mehr zu seiner Ausgangslage steht in unserem Porträt über Karius und seine DFB-Chancen, die komplette Rangliste im Überblick über die zwölf Neuer-Nachfolger.

Said El Mala vom 1. FC Köln im Zweikampf mit Vladimir Coufal von der TSG 1899 Hoffenheim beim Bundesliga-Spiel am 29. August 2026 im Kölner RheinEnergieStadion. (Lars Baron / Getty Images Europe via Getty Images)
Said El Mala vom 1. FC Köln im Zweikampf mit Vladimir Coufal von der TSG 1899 Hoffenheim beim Bundesliga-Spiel am 29. August 2026 im Kölner RheinEnergieStadion. (Lars Baron / Getty Images Europe via Getty Images)

Diese Debütanten haben die besten Karten

Klopp bevorzugt ein 4-3-3 mit echten Flügelspielern. Das verschiebt die Profile, die im DFB-Kader gefragt sind, und öffnet die Tür für Namen, die unter Julian Nagelsmann keine Rolle spielten.

Am weitesten vorn steht Said El Mala. Der Linksaußen des 1. FC Köln hat verlängert, trägt jetzt die Rückennummer 10 von Lukas Podolski, traf zum Bundesliga-Auftakt und war bereits im Kreis der A-Nationalmannschaft, ohne zu debütieren. Laut Sky ist sein Platz in Klopps Überlegungen fest eingeplant.

Dazu kommen die Augsburger. Anton Kade steuerte gegen Schalke ein Tor und eine Vorlage bei und wusste hinterher genau, wer auf der Tribüne saß. Innenverteidiger Noahkai Banks, 19 Jahre alt, ist aus der Augsburger Abwehr nicht mehr wegzudenken, lief bislang aber für US-Nachwuchsteams auf. Wer ihn dauerhaft für Deutschland gewinnen will, muss ihn früh binden.

Im Sturm bewerben sich gleich mehrere. Younes Ebnoutalib traf für Eintracht Frankfurt dreifach gegen Union Berlin, auch der marokkanische Verband wirbt um ihn. Dzenan Pejcinovic, für rund 25 Millionen Euro zum VfB Stuttgart gewechselt, erzielte im Pokal gegen Hansa Rostock einen Dreierpack. Und Paris Brunner, einst Objekt eines legendären Internet-Spotts, trifft bei der AS Monaco nach Belieben: vier Tore in fünf Pflichtspielen.

In der Zentrale gelten Tom Bischof (FC Bayern) und Anton Stach (Leeds United) als Kandidaten, die Klopps Gegenpressing-Idee unmittelbar bedienen. Der 17-jährige Kennet Eichhorn, für neun Millionen Euro von Hertha BSC zu Bayer Leverkusen gewechselt, dürfte eher ein Thema für die Zukunft sein. Die komplette Übersicht der Namen steht in unserer Aufstellung von Klopps 57er-Liste.

Die Achse: Wer im DFB-Kader gesetzt ist

Bei allem Aufbruch bleibt ein Gerüst bestehen. Jonathan Tah, Nico Schlotterbeck, Nathaniel Brown, Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlovic, Florian Wirtz und Kai Havertz bilden weiterhin die Achse der deutschen Fußballnationalmannschaft. Mit Nick Woltemade steht bei Newcastle United ein Mittelstürmer bereit, der in der Premier League Woche für Woche gefordert wird.

Der größte Unsicherheitsfaktor heißt Jamal Musiala. Der Offensivspieler des FC Bayern hat mehrere Rückschläge hinter sich und stand zuletzt vor seinem Comeback. Ist er fit, ist er gesetzt. Auf der rechten Seite bringt Klopps System zudem Kimmich zurück ins Zentrum, nachdem er unter Nagelsmann meist als Rechtsverteidiger auflief. Für die Position hinten rechts fehlt damit weiterhin eine unumstrittene Lösung, Kandidaten sind unter anderem Ridle Baku, Benjamin Henrichs und Philipp Treu.

Mögliche Startelf in Amsterdam im 4-3-3: Baumann oder ter Stegen; Baku, Tah, Schlotterbeck, Brown; Kimmich, Pavlovic, Wirtz; Leweling, Woltemade, El Mala. Bestätigt ist davon nichts, Klopp selbst hat sich zu Namen bisher konsequent ausgeschwiegen.

Klopps erste Wochen im Amt: „Es hat sich echt gut angelassen“

Wie der neue Bundestrainer an die Aufgabe herangeht, hat er selbst am ausführlichsten in einem Interview mit DFB-TV zu seinem ersten offiziellen Arbeitstag am 15. August beschrieben. Die Sätze daraus erklären besser als jede Spekulation, warum sein erster DFB-Kader so aussehen wird, wie er aussehen wird.

Onboarding statt Grundsatzrevolution

Klopp begann nicht mit Personalfragen, sondern mit Telefonnummern. „Onboarding bedeutet, dass man seine Devices und dass man Nummern zusammengestellt bekommt von Menschen, die ich in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten anrufen werde“, erzählte er. Mit Spielern habe er zu Beginn bewusst keinen Kontakt gesucht, dafür Termine mit Bundesligatrainern vereinbart.

Bemerkenswert ist, wie deutlich er der Erwartung widerspricht, nach dem WM-Aus müsse alles umgebaut werden. „Denn man denkt ja, wenn eine WM nicht gelaufen ist: Jetzt muss man überall einmal feucht durchwischen und bei null wieder anfangen. Aber das ist völlig unnötig“, sagte Klopp. „Alle sind hier beim DFB, weil sie Qualität haben und nicht, weil sie nichts anderes gefunden haben.“

Seine Prioritätensetzung formulierte er in zwei Sätzen: „Nummer eins ist die A-Nationalmannschaft. Nummer zwei ist alles andere.“ Und weil dieser Termin der nächste ist, gilt für alles Weitere: „Wo wir noch ein bisschen warten müssen, warten wir eben noch.“ In der Woche nach seinem Amtsantritt kam das gesamte Trainerteam mit Teilen des Staffs zu einem dreitägigen Workshop zusammen.

„Das muss jetzt schneller gehen“

Der entscheidende Unterschied zum Vereinsjob ist für Klopp die fehlende Zeit am Platz. Als Klubtrainer, erzählte er, habe er in einer Woche vier oder fünf Spielern näherkommen können, in der nächsten Woche vier oder fünf anderen. „Nach vier bis sechs Wochen habe ich ein gutes Bild von meiner Mannschaft gehabt. Das muss jetzt schneller gehen.“

Genau das erklärt die Reisetätigkeit der vergangenen Wochen: Stadionbesuche bei Dortmund gegen Bayern, beim Ligastart der Münchner gegen den VfB Stuttgart und bei Augsburg gegen Schalke, dazu Trainingsbesuche beim FC Bayern, beim VfB, in Mainz und bei Eintracht Frankfurt. „Deswegen versuche ich ein paar Vereine und Spieler noch zu besuchen, bevor es losgeht. Aber das wird nicht mit allen gelingen.“

Dahinter steckt mehr als Scouting. „Denn die Spieler kenne ich, aber nicht immer die Personen hinter den Spielern. Es ist aber eine wichtige Information für mich, zu erfahren, was den jeweiligen Kerl antreibt, wo er herkommt, wo er hinwill.“ Und zur Frage, ob der Zeitdruck ihn nervös macht: „Es ist ja zum Glück kein Short-Term-Experiment, sondern auf ein paar Jahre angelegt.“

Sportdirektor Rudi Völler beobachtet das mit Wohlwollen. „Man merkt, dass er brennt. Dass er es nicht abwarten kann, dass es endlich losgeht“, sagte Völler zuletzt und traute Klopp zu, „etwas entfachen“ zu können.

Der kurze Draht zu den U-Nationalmannschaften

Ein Detail, das für die Kaderplanung der nächsten Jahre wichtiger sein dürfte als jede einzelne Nominierung: Klopp hat sich früh mit den Trainern der U19, U20 und U21 zusammengesetzt, mit Hannes Wolf, Antonio Di Salvo, Hanno Balitsch und Christian Wörns. „Wir gemeinsam trainieren die deutsche Nationalmannschaft! Nur in unterschiedlichen Altersklassen. Aber das ist für mich kein Unterschied“, sagte er über das Treffen.

Der Bezug zum Vereinsalltag folgte sofort: „Wenn ein 17-Jähriger bereit ist, dann ist er bereit. Dann habe ich das aber nicht etwa gesehen, weil ich jeden Tag beim Training zugeschaut hätte. Sondern der U18-Trainer hat mir gesagt: schau dir den mal an. Und diese Art der Zusammenarbeit möchte ich gerne haben.“ Genau dieser Kanal erklärt, warum Namen wie Banks, Eichhorn oder Pejcinovic überhaupt im Gespräch sind.

Das Nachwuchskonzept von Hannes Wolf, der beim DFB auch Direktor für Nachwuchs, Training und Entwicklung ist, nannte Klopp „großartig“ und stellte sich klar dahinter: „Ich glaube zu hundert Prozent an die Art und Weise, mit der das angegangen wird.“ Über die Widerstände machte er sich keine Illusionen: „Dann kommt jemand, verändert etwas, und viele sagen: Ja, Veränderung ist gut, aber so nicht. Und nicht in Deutschland. Da muss man beharrlich sein und dranbleiben.“

Häufige Fragen zum DFB-Kader und den nächsten Länderspielen

Wann nominiert Jürgen Klopp seinen ersten DFB-Kader?

Am Donnerstag, 17. September 2026, auf dem DFB-Campus in Frankfurt am Main. Es ist die erste Kaderbekanntgabe von Klopp als Bundestrainer.

Wie viele Spieler umfasst der DFB-Kader?

Maximal 27 Spieler, darunter drei Torhüter. Weil vier Länderspiele in elf Tagen anstehen und kaum jemand alle Partien bestreiten soll, rechnen Beobachter mit einem eher großen Aufgebot.

Wann sind die nächsten Länderspiele der deutschen Fußballnationalmannschaft?

Am 24. September gegen die Niederlande in Amsterdam, am 27. September gegen Griechenland in Augsburg, am 1. Oktober gegen Serbien in München und am 4. Oktober in Griechenland. Alle vier Spiele beginnen um 20:45 Uhr.

Wer überträgt die Länderspiele im Free-TV?

RTL zeigt die beiden Auswärtsspiele gegen die Niederlande und in Griechenland, die ARD überträgt das Heimspiel gegen Griechenland in Augsburg, das ZDF die Partie gegen Serbien in München. Alle vier Begegnungen laufen also kostenlos im Free-TV.

Wann ist die Länderspielpause 2026?

Im Herbst gibt es zwei Pausen. Die erste dauert vom 4. Bundesliga-Spieltag (18. bis 20. September) bis zum 5. Spieltag am 10. Oktober, die zweite vom 9. Spieltag am 7. November bis zum 10. Spieltag am 21. November.

Wer ist Kapitän der Nationalmannschaft unter Klopp?

Joshua Kimmich. DFB-Sportdirektor Rudi Völler rechnet nicht mit einem Wechsel an der Spitze und nannte den Münchner „einen Fahnenträger“.

Wer wird neue Nummer 1 im DFB-Tor?

Offen. Nach dem Rücktritt von Manuel Neuer gelten Oliver Baumann und Marc-André ter Stegen als aussichtsreichste Kandidaten, dahinter stehen Jonas Urbig, Alexander Nübel, Noah Atubolu, Finn Dahmen und Loris Karius. Klopp hat sich bisher nicht festgelegt.

Wo spielt Deutschland in der Nations League 2026/27?

In der Liga A, Gruppe A2, gegen die Niederlande, Serbien und Griechenland. Die vier Gruppensieger der Liga A ziehen im März 2027 ins Viertelfinale ein, das Final Four steigt vom 9. bis 13. Juni 2027.