1. FC Köln: El Mala überglücklich nach gelungenem Comeback

Said El Mala hat einen turbulenten Transfersommer hinter sich und feierte diesen nun mit einem emotionalen Comeback für den 1. FC Köln. Beim 3:2-Auftaktsieg gegen die TSG Hoffenheim traf der Shootingstar selbst zum Ausgleich, ehe Neuzugang Thijs Dallinga mit einem Doppelpack für die Wende sorgte.

Said El Mala vom 1. FC Köln im Zweikampf mit Vladimir Coufal von der TSG 1899 Hoffenheim beim Bundesliga-Spiel am 29. August 2026 im Kölner RheinEnergieStadion. (Lars Baron / Getty Images Europe via Getty Images)
Said El Mala vom 1. FC Köln im Zweikampf mit Vladimir Coufal von der TSG 1899 Hoffenheim beim Bundesliga-Spiel am 29. August 2026 im Kölner RheinEnergieStadion. (Lars Baron / Getty Images Europe via Getty Images)

Wochen voller Spekulationen, kolportierter Millionenofferten und täglicher Schlagzeilen liegen hinter dem 20-Jährigen. Rückblickend beschrieb El Mala die Monate als „sehr wild, wilder, als ich gedacht hätte“. Trotz des Trubels um seine Zukunft entschied sich der Offensivspieler für einen Verbleib am Rhein und zeigte sich nach dem Erfolg gegen Hoffenheim entsprechend gelöst: „Ich bin überglücklich, hier zu sein. Ich glaube, das sieht man.“

Emotionaler Ausgleichstreffer und ein eingelöstes Jubel-Versprechen

Die 3:2-Zittersieg-Geschichte begann mit einem Rückstand zur Pause. Köln zeigte jedoch eine leidenschaftliche Energieleistung, bei der El Mala nach eigener Aussage „sehr emotional“ war. „Ich wollte unbedingt die drei Punkte haben“, betonte er nach der Partie. Sein Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 bedeutete für ihn mehr als nur einen Torerfolg. Der Druck der vergangenen Wochen sei spürbar gewesen, gestand der Youngster bei Sky: „Es war schon viel Last auf dem Rücken. Ich würde lügen, wenn ich Nein sagen würde.“ Das Tor habe diese Anspannung gelöst: „Da ist mir ein Stein vom Herzen gefallen.“

Nach dem Abpfiff sorgte El Mala mit einer besonderen Geste für Aufsehen. Vor den Kölner Anhängern imitierte er den sogenannten Freeze-Jubel von Basketball-Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder und erfüllte damit eine zuvor gegebene Ankündigung. „Ich habe gesagt, ich finde den Jubel schon geil, ich mache den auch am Wochenende. Dann hat er gesagt, mach mal“, erzählte El Mala von einer kürzlichen Begegnung mit dem NBA-Profi. Schröder reagierte auf Instagram begeistert und bezeichnete El Mala als „anders“.

Nach seiner jüngsten Vertragsverlängerung beim FC trägt El Mala nun die Rückennummer 10, ein Trikot, das zuletzt 2012 von Lukas Podolski im Müngersdorfer Stadion getragen wurde. „Ich trage die Nummer mit Stolz. Das ist etwas sehr Besonderes, und dafür arbeite ich jeden Tag hart. Ich will den Fans das auch noch zeigen“, erklärte der Offensivmann. Gegen Hoffenheim stand er dabei unter besonderer Beobachtung der gegnerischen Abwehrreihe, was er als normale Konsequenz seiner Rolle einordnete: „Dafür habe ich zehn Spieler, die mir helfen.“

Dallinga als Matchwinner nach Leihe aus Bologna

Besonders wertvoll erwies sich am Samstag die Einwechslung von Thijs Dallinga. Der Niederländer traf doppelt (72./82. Minute) und drehte damit die Partie im Alleingang. „Für mich ist das ein perfekter Start. Ich hatte Gänsehaut“, schwärmte der Torschütze anschließend. El Mala lobte die Abschlussstärke seines neuen Sturmpartners im Strafraum ausdrücklich: Dallinga sei dort „eiskalt“ und helfe der Mannschaft „sehr weiter“. Mitte August hatte der 1. FC Köln den 26-Jährigen vom FC Bologna ausgeliehen.

Auch Cheftrainer René Wagner zeigte sich von der Wirkung des Angreifers überzeugt und sprach von „einem Mehrwert für unsere Mannschaft“. Der 38-Jährige blickt nach dem gelungenen Saisonauftakt in der Bundesliga insgesamt zuversichtlich in die Zukunft: „Unser Kader ist gut genug. Und unser Kader wird uns in der Liga halten.“