Ohne WM-Titel: Präsident Milei ruft nach Finalpleite Feiertag in Argentinien aus

Auch ohne WM-Titel wird Argentinien seine Nationalmannschaft wie Helden feiern: Präsident Javier Milei hat nach der Finalniederlage gegen Spanien einen landesweiten Feiertag angekündigt, sobald die Mannschaft um Lionel Messi wieder heimischen Boden betritt. Voraussichtlich am Dienstag soll das öffentliche Leben ruhen, damit das ganze Land seine Vizeweltmeister empfangen kann.

Lionel Messi nach der 0:1-Niederlage im WM-Finale 2026 gegen Spanien am 19. Juli 2026 im MetLife Stadium in East Rutherford. (Justin Setterfield / Getty Images North America via Getty Images)
Lionel Messi nach der 0:1-Niederlage im WM-Finale 2026 gegen Spanien am 19. Juli 2026 im MetLife Stadium in East Rutherford. (Justin Setterfield / Getty Images North America via Getty Images)

Ruhetag zu Ehren der Albiceleste

Nach dem knappen 0:1 nach Verlängerung im Endspiel von East Rutherford steht für Argentinien nun die Heimkehr der Mannschaft im Mittelpunkt. Die Regierung bestätigte, dass an dem Tag, an dem die Feierlichkeiten für die Rückkehr der Nationalelf stattfinden, landesweit nicht gearbeitet werden muss. Nach jetzigem Stand soll dieser besondere Tag auf den kommenden Dienstag fallen. Empfangen werden Messi und seine Mitspieler in der Casa Rosada, dem traditionsreichen Regierungssitz in Buenos Aires, wo Staatspräsident Milei seine Amtsgeschäfte führt.

Der Rückflug der Albiceleste ist für Montagabend angesetzt: Nach rund elf Stunden in der Luft soll die Mannschaft um 18.00 Uhr Ortszeit, was 23.00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit entspricht, in Buenos Aires landen. Dort wartet bereits ein Land, das trotz der knappen Finalniederlage stolz auf seine Auswahl blickt.

Milei würdigt den Kampfgeist der Mannschaft

Der rechtspopulistische Staatschef meldete sich nach der Partie direkt über den Onlinedienst X zu Wort und richtete warme Worte an die Spieler. „Ihr habt bis zum Schluss gekämpft“, schrieb Milei und betonte, sein Land werde „für immer“ an der Spitze des Weltfußballs thronen. In einem weiteren Beitrag verkündete er anschließend die Details zum geplanten Feiertag.

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Gewerkschaft hatte Druck gemacht

Mit seiner Entscheidung reagiert Milei zugleich auf eine deutliche Forderung der Staatsangestelltengewerkschaft ATE, einer der größten und einflussreichsten Organisationen ihrer Art im Land. Gewerkschaftschef Rodolfo Aguiar hatte den Präsidenten öffentlich über X aufgefordert, keine Zeit mehr zu verlieren. „Herr Präsident, diese Nationalmannschaft ist eine Quelle enormen Stolzes für das argentinische Volk. Wir müssen sicherstellen, dass sie bei ihrer Heimkehr die Anerkennung erfährt, die sie verdient. Es ist Ihre Pflicht, einen landesweiten Feiertag auszurufen. Zögern Sie nicht länger!“, erklärte Aguiar. Mit der offiziellen Ankündigung des freien Tages kam Milei dieser Forderung nun nach.

Der Blick nach vorn ist für die Albiceleste bereits terminiert: Der komplette WM 2030 Zeitplan steht, und Argentinien ist beim Jubiläumsturnier als Gastgeber eines Eröffnungsspiels in Buenos Aires automatisch qualifiziert.