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Beim DFB nimmt die Personalie Jürgen Klopp (59) sichtbar Fahrt auf. Ein Vertrag bis zur WM 2030 steht in seinen Grundzügen bereits, offene Fragen gibt es aktuell nur noch bei den privaten Sponsorenverpflichtungen des designierten Bundestrainers. In gut zehn Tagen soll endgültig Klarheit herrschen.

Kurzfristig anberaumt, aber hochkarätig besetzt: Am gestrigen Tag kamen die entscheidenden Gremien des DFB zu einer digitalen Krisensitzung zusammen, um den Sachstand der Gespräche mit Klopp zu erörtern. Präsident Bernd Neuendorf (65) und Generalsekretär Dr. Holger Blask (52) setzten dabei unter anderem die Mitglieder des Aufsichtsrats in Kenntnis, auch Vizepräsident Hans-Joachim Watzke (67) nahm an der Runde teil.
Vertragslaufzeit bis zur WM 2030 steht
Der entscheidende Fortschritt: Sämtliche Beteiligten streben die Zusammenarbeit mit Nachdruck an. Die Grundzüge eines Arbeitspapiers, das bis zum Ende der Weltmeisterschaft 2030 reichen soll, sind bereits ausgehandelt. Verbandsintern gibt man sich einen straffen Zeitplan vor: Bis zum Ende der kommenden Woche, also binnen etwa zehn Tagen, soll die Personalie final geklärt sein.
Werbepartner als letzte Hürde vor der Unterschrift
Als einziges verbleibendes Hindernis gelten Klopps private Ausrüster- und Werbeverträge. Dem Verband liegt mittlerweile eine detaillierte Aufstellung sämtlicher Vereinbarungen samt Laufzeiten vor. Um eine mögliche Ablösung oder Kompensation zu stemmen, will der DFB in den kommenden Tagen das Gespräch mit den eigenen Großsponsoren suchen.
Mit den zentralen Verbandspartnern wie Volkswagen, Zalando und, ab Januar, Nike gibt es keine Überschneidungen. Klopps privater Ausrüsterdeal mit Adidas läuft nach BILD-Informationen mit dem Ende der WM aus und wird nicht verlängert, für Automobilhersteller oder Online-Modehändler tritt er ohnehin nicht in Erscheinung. Komplizierter ist die Lage bei der Deutschen Vermögensberatung: Klopp fungiert seit 2015 als deren Markenbotschafter, während der DFB seinen Vertrag mit dem Konkurrenten ERGO erst im Mai bis 2030 verlängert hat.
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Red Bull und das geplante Treffen in New York
Auch beim Engagement für Red Bull, an das Klopp noch bis 2029 gebunden ist, zeichnet sich eine Lösung ab, dieser Punkt stand ebenfalls auf der Agenda der Sitzung. Für die nötige Kompensation werden offenbar auch unkonventionelle Modelle diskutiert. Am Wochenende des Champions-League-Finales sollen sich in New York Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff (50), seit November 2022 Aufsichtsratsvorsitzender des Konzerns, und Klopp, der 2024 zum Head of Global Soccer aufstieg, persönlich austauschen.
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (65, 150 Länderspiele) äußerte sich in der BILD-Sendung „Lothar legt los“ zu der Konstellation: „Nicht jeder ist glücklich, wenn Mannschaften von Konzernen unterstützt werden. Aber ich gehe davon aus, dass Mintzlaff das richtig einschätzt und die richtigen Entscheidungen trifft.“ Als möglichen Weg schlägt Matthäus vor: „Für Red Bull wäre es ein Image-Gewinn, wenn sie sagen, dass sie keine Ablöse wollen und den deutschen Fußball unterstützen.“
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Der Rekordinternationale zeigt sich überzeugt vom Ausgang der Verhandlungen: „Klopp wird Bundestrainer. Da geht nichts mehr dran vorbei. Keiner will so dastehen, dass er der Spielverderber ist. Wir warten auf Jürgen, Deutschland freut sich auf ihn. Die Unterschrift wird schnellstmöglich unter den Vertrag kommen.“