Jarell Quansah wird der englischen Nationalmannschaft bei der WM 2026 vorerst nicht helfen können. Nach seiner Roten Karte im Spiel gegen Mexiko hat die FIFA den Innenverteidiger von Bayer Leverkusen für zwei Partien gesperrt. Damit verpasst der 23-Jährige das Viertelfinale gegen Norwegen und ein mögliches Halbfinale gegen Argentinien oder die Schweiz.

Rote Karte nach VAR-Eingriff
Beim 3:2-Erfolg gegen Mexiko war Quansah in der 54. Minute nach einer VAR-Intervention wegen eines groben Foulspiels vom Platz gestellt worden. Ein Einspruch des englischen Verbands stand zwar ebenfalls zur Diskussion, doch Teammanager Thomas Tuchel stellte den Vorgang öffentlich infrage und fand deutliche Worte. „Wo hört das jetzt auf? Legen wir Einspruch ein, wenn eine Gelbe Karte keine Gelbe Karte ist? (…) Die Entscheidung ist gefallen. Wer hebt diese Entscheidung auf, und wann, und auf welcher Grundlage?“, sagte Tuchel mit Blick auf die Begnadigung von US-Stürmer Folarin Balogun.
Tuchel muss die Defensive umbauen
Für Tuchel bleibt damit zunächst nur die Aufgabe, die Abwehr umzustellen. Schon vor Turnierbeginn war Tino Livramento ausgefallen, zudem verletzte sich Reece James und ist noch immer nicht ins Training zurückgekehrt. Auch im Mittelfeld gibt es einen weiteren schmerzhaften Ausfall, weil sich Jordan Henderson beim Feiern des Viertelfinaleinzugs nach einem unglücklichen Sturz über eine Werbebande eine schwere Armverletzung zuzog.
Quansah dürfte erst im Endspiel oder im Spiel um Platz drei wieder zur Verfügung stehen.