WM 2026 Podcast: Neueste Folge „267 Tore, 52 Joker, 14 von 19 Elfmetern: Die WM 2026 in Zahlen“

In der neuesten Folge unseres WM 2026 Podcasts „Der 5. Stern“ geht es um die verrückten Zahlen der Weltmeisterschaft: 96 der 104 Spiele sind absolviert, 267 Tore sind gefallen, und bevor am Donnerstag das Viertelfinale beginnt, sichten wir die Statistiken eines Turniers, das sich an keine Drehbücher hält. Alle Hintergründe zum Nachlesen gibt es in unserem Artikel Die verrückten Zahlen der WM 2026 vor dem Viertelfinale.

Podcast Der 5. Stern: Die WM 2026 in Zahlen vor dem Viertelfinale, 267 Tore, 52 Jokertreffer, 14 von 19 Elfmetern
Die neue Folge unseres WM 2026 Podcasts: die Zahlen des Turniers vor dem Viertelfinale.


Kontrollverlust auf dem Rasen: Joker-Tore und Drama nach der 90. Minute

52 der 267 Turniertore erzielten eingewechselte Spieler, fast jedes fünfte Tor kam von der Bank. Romelu Lukaku schrieb dabei WM-Geschichte: Der Belgier traf als erster Spieler überhaupt in vier verschiedenen WM-Spielen als Joker. Im Podcast diskutieren wir, warum die Fünf-Auswechsel-Regel und die klimatische Belastung die Schlussphasen dieser WM so unberechenbar machen. Dazu passt: 31 Treffer fielen erst ab der 90. Minute, zehn davon entschieden das Spiel, wie das 3:2 von Enzo Fernández für Argentinien gegen Ägypten.

Der Elfmeter-Fluch und das Messi-Paradox

Nur 14 von 19 Strafstößen landeten bei dieser WM im Netz. Ägyptens Torwart Mostafa Shobei parierte gleich zwei Elfmeter, und ausgerechnet Lionel Messi verschoss zweimal, gegen Österreich und gegen Ägypten. Trotzdem führt der Argentinier die Torschützenliste der WM 2026 mit acht Treffern an, vor Erling Haaland und Kylian Mbappé mit je sieben Toren. Warum der sicherste Schütze in der vermeintlich kontrolliertesten Situation versagt und aus dem laufenden Spiel trifft, wie er will: eine der spannendsten Fragen der Folge.

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Der Fall Balogun: Wenn ein Präsident eingreift

Ein historisch einmaliger Vorgang beschäftigt uns im letzten Teil: US-Stürmer Folarin Balogun sah eine Rote Karte, doch die Sperre wurde nach einer direkten Intervention von US-Präsident Donald Trump offiziell aufgehoben. Wir bleiben unpolitisch, schauen aber auf die strukturelle Ebene: Was bedeutet es für die Autonomie des Sports, wenn äußere Kräfte in die Abläufe eines Turniers eingreifen können? Und was passiert eigentlich mit den Ticketpreisen, jetzt wo alle drei Gastgeber ausgeschieden sind?

Das sind die Themen der Folge im Überblick:

  • Alle drei Gastgeber ausgeschieden: USA, Mexiko und Kanada sind raus
  • Europa dominiert das Viertelfinale mit sechs von acht Teams, dazu Marokko und Titelverteidiger Argentinien
  • Spanien ohne Gegentor gegen Frankreichs Offensivmaschine (14 Tore): das mögliche Halbfinal-Duell der Gegensätze
  • 31 Tore ab der 90. Minute, zehn davon spielentscheidend
  • Joker-Power: 52 Tore von Einwechselspielern und der historische Lukaku-Rekord
  • Der Elfmeter-Fluch: Nur 14 von 19 Strafstößen verwandelt
  • Das Messi-Paradox: Zweimal verschossen, trotzdem Torschützenkönig mit acht Treffern
  • Der Fall Balogun: Trumps Eingriff und die ausgesetzte Autonomie des Sports
  • Volle Stadien trotz Gastgeber-Aus und die Chance auf fallende Ticketpreise

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👉 Aktuelles Thema: WM 2026 Torschützenliste aktuell: Lionel Messi führt mit 8 Toren

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Transkript

[00:00:00] Sprecher 1: Ein Fußballspiel ist ja eigentlich ein streng durchgeplantes Event. 90 Minuten, klare taktische Vorgaben, und am Ende gewinnt meistens das Team mit der besseren Struktur.

[00:00:10] Sprecher 2: Meistens, ja. Aber bei dieser Weltmeisterschaft erleben wir auf dem Rasen das genaue Gegenteil. Der pure Kontrollverlust regiert da irgendwie.

[00:00:18] Sprecher 1: Willkommen zur heutigen Ausgabe von „Der 5. Stern“, täglich Nationalelf und WM 2026 News, am 8. Juli um 13 Uhr. Hallo zusammen. 96 von 104 Spielen sind schon durch, wir stehen direkt vor den Viertelfinals. Wir sichten heute die nackten Turnierdaten und die offiziellen Berichte der letzten Wochen.

[00:00:38] Sprecher 2: Na ja, bei 267 gefallenen Toren gibt es da einiges zu besprechen. Vor allem abseits der Taktiktafel.

[00:00:44] Sprecher 1: Eben, wir wollen herausfinden, warum die üblichen Gesetze des Fußballs hier anscheinend völlig außer Kraft gesetzt sind.

[00:00:50] Sprecher 2: Wenn wir direkt auf die vorliegenden Daten schauen, fällt zuerst der geografische Kahlschlag auf. Die USA, Mexiko und Kanada, also alle drei Gastgeber, haben sich bereits verabschiedet.

[00:01:01] Sprecher 1: Was schon ein ziemliches Brett ist.

[00:01:03] Sprecher 2: Schon, ja. Europa dominiert das restliche Feld jetzt mit sechs von acht Teams. Dazu kommen Marokko und Titelverteidiger Argentinien.

[00:01:16] Sprecher 1: Richtig spannend wird es dann bei den Gegensätzen der europäischen Teams. Spanien hat noch kein einziges Gegentor kassiert.

[00:01:19] Sprecher 2: Null Gegentore.

[00:01:21] Sprecher 1: Richtig. Während Frankreich mit 14 Treffern offensiv einfach alles überrollt. Da frage ich mich unweigerlich, wie so ein Aufeinandertreffen in einem potenziellen Halbfinale aussehen würde.

[00:01:31] Sprecher 2: Das ist, als würde ein ungebremster Hochgeschwindigkeitszug auf eine undurchdringliche Barriere prallen. Wir reden hier von völlig unterschiedlichen Auffassungen, wie man ein Spiel kontrolliert.

[00:01:41] Sprecher 1: Wobei diese Kontrolle vielen Mannschaften in der Schlussphase zunehmend entgleitet. Die offiziellen Statistiken zeigen uns 31 Treffer, die erst ab der 90. Minute gefallen sind.

[00:01:53] Sprecher 2: Erst in der Nachspielzeit, meinst du?

[00:01:55] Sprecher 1: Zehn davon haben das Spiel sogar direkt entschieden. Wie dieses späte 3:2 von Enzo Fernández für Argentinien gegen Ägypten. Dazu kommen dann noch bemerkenswerte 52 Tore durch Einwechselspieler.

[00:02:11] Sprecher 2: Da hake ich kurz ein: Warum passiert das gerade bei diesem Turnier so geballt? Liegt das nur an der langen Nachspielzeit, die wir inzwischen gewohnt sind?

[00:02:15] Sprecher 1: Die spielt eine Rolle. Aber der entscheidende Punkt ist die Fünf-Auswechsel-Regel in Kombination mit der klimatischen Belastung. Trainer tauschen ab der 70. Minute oft ihre komplette Offensivreihe aus.

[00:02:26] Sprecher 2: Du hast dann also sprintstarke, frische Angreifer?

[00:02:30] Sprecher 1: Die auf völlig erschöpfte Abwehrspieler treffen. Deren muskuläre und mentale Kapazität ist komplett am Limit. Darum dominiert die Bank. Romelu Lukaku hat das beispielsweise perfektioniert. Er ist der erste Spieler der WM-Geschichte, der in vier verschiedenen Spielen als Joker getroffen hat.

[00:02:48] Sprecher 2: Man könnte jetzt meinen, bei einem Elfmeter ruht der Ball, da hat der Schütze wieder maximale Kontrolle. Aber selbst das funktioniert hier nicht wie gewohnt. Nur 14 von 19 Strafstößen landeten im Netz. Woran liegt das deiner Meinung nach?

[00:03:02] Sprecher 1: Torhüter werten heute riesige Datensätze zu jedem potenziellen Schützen aus. Der ägyptische Keeper Mostafa Shobei hat durch genau so ein Videostudium gleich zwei Elfmeter pariert.

[00:03:13] Sprecher 2: Sogar Lionel Messi hat zweimal verschossen.

[00:03:16] Sprecher 1: Gegen Österreich und Ägypten. Was den enormen Druck zeigt.

[00:03:20] Sprecher 2: Moment: Messi scheitert zweimal vom Punkt, führt aber trotzdem die Torschützenliste mit acht Treffern an.

[00:03:27] Sprecher 1: So ist es. Noch vor Erling Haaland und Kylian Mbappé mit ihren je sieben Toren.

[00:03:32] Sprecher 2: Das entbehrt doch jeglicher sportlichen Logik. Der sicherste Schütze versagt in der vermeintlich kontrolliertesten Situation, trifft aber aus dem Chaos des laufenden Spiels heraus, wie er will.

[00:03:46] Sprecher 1: Im laufenden Spiel greifen instinktive Automatismen. Beim Elfmeter steht das gesamte Stadion still, der Schütze fängt an nachzudenken, und der Torwart hat durch die Daten den psychologischen Vorteil auf seiner Seite.

[00:03:57] Sprecher 2: Dieser Druck von außen erreicht bei diesem Turnier noch eine ganz andere, bisher ungekannte Dimension. Die Berichte der großen Nachrichtenagenturen bestätigen einen historisch einmaligen Vorgang.

[00:04:10] Sprecher 1: Du spielst auf den US-Stürmer Folarin Balogun an. Der hatte eine Rote Karte gesehen.

[00:04:16] Sprecher 2: Diese wurde jedoch nach einer direkten Intervention von US-Präsident Donald Trump bei den Organisatoren offiziell aufgehoben. Balogun war sofort wieder spielberechtigt.

[00:04:26] Sprecher 1: Warte mal, stopp: Ein amtierender Präsident greift in sportliche Sperren ein, und das wird umgesetzt? Steht in unseren Unterlagen, auf welche rechtliche Basis man sich da berufen hat?

[00:04:39] Sprecher 2: Die vorliegenden Dokumente nennen keine klassischen sportrechtlichen Regularien. Es wird lediglich von diplomatischen Gesprächen zwischen Regierung und Verband gesprochen.

[00:04:48] Sprecher 1: Wir werden das hier in keiner Weise politisch, aber auf rein struktureller Ebene zeigt das, wie äußere Kräfte die internen Abläufe dieses Turniers durchbrechen können. Die übliche Autonomie des Sports wurde da quasi ausgesetzt.

[00:05:03] Sprecher 2: Das ist ein echtes Novum. Und trotzdem: Die Party auf den Rängen bricht nicht ab, obwohl die USA raus sind. Die Bilder zeigen gut gefüllte Stadien, die Begeisterung trägt sich von allein.

[00:05:12] Sprecher 1: Am Donnerstag geht es mit Frankreich gegen Marokko weiter. Zwei Teams, die aus Katar 2022 noch eine offene Rechnung haben.

[00:05:20] Sprecher 2: Das sportliche Niveau wird hoch bleiben, auch ohne die nordamerikanischen Gastgeber.

[00:05:27] Sprecher 1: Ohne Zweifel. Wobei dieser Wegfall der Heimteams einen interessanten Gedanken aufwirft: Da die lokalen Fans ihre Mannschaften nicht mehr begleiten, könnten die Ticketpreise auf dem Schwarzmarkt in den nächsten Tagen massiv einbrechen.

[00:05:41] Sprecher 2: Vielleicht ist das die unerwartete Chance für echte Fußballpuristen, kurzfristig und bezahlbar in die Stadien zu strömen und die entscheidenden K.o.-Spiele live zu sehen.

[00:05:51] Sprecher 1: Vielen Dank fürs Zuhören bei unserer heutigen Ausgabe. Bis zum nächsten Mal.