Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
Österreich hat zum Auftakt der WM 2026 einen 3:1-Erfolg gegen Debütant Jordanien eingefahren. Kaum war der Abpfiff verklungen, richtete sich der Blick im ÖFB-Lager aber schon auf das nächste Highlight gegen Lionel Messi und Argentinien.

Schmid respektiert Argentinien, Schlager denkt offensiver
Während Romano Schmid den kommenden Gegner mit großem Respekt einordnete, schlug Alexander Schlager bewusst selbstbewusstere Töne an. „Jeder weiß, was auf uns zukommt: eine Weltklasse-Mannschaft, vielleicht die beste Mannschaft, gegen die ich jemals gespielt habe“, sagte der Torschütze fast ehrfürchtig. Der Torhüter setzte dagegen auf eine andere Linie: „Ich glaube, wenn man sie unter Druck setzt und es immer wieder schafft, Überzahlsituationen mit dem Ball herzustellen, dann kann man sie auch zu Fehlern zwingen. Das sind auch nur Menschen.“
Der Vergleich der beiden Aussagen zeigt, wie klar Österreich die Aufgabe gegen den Weltmeister angeht. Auf der einen Seite steht der Respekt vor Messis Mannschaft, auf der anderen der Glaube daran, dass auch ein Favorit verwundbar ist, wenn man ihn früh anlauft und mit sauberem Kombinationsspiel in Bedrängnis bringt.
Jordanien macht Schwachstellen sichtbar
Dass das ÖFB-Team dabei selbst noch nicht alles im Griff hatte, offenbarte schon der erste WM-Auftritt. Jordaniens Konteridee stellte vor allem die österreichischen Außenverteidiger immer wieder vor Probleme. „Es ist schwer, wenn du drückst, den Ball hast, aber sie lassen drei Spieler vorne, und wenn sie den Ball wegschießen, laufen sie runter“, erklärte Schmid. Gleichzeitig betonte er, wie wertvoll der Sieg unter diesen Umständen war: „Sie waren schon sehr gefährlich, aber das Spiel auf diese Art und Weise trotzdem zu gewinnen, spricht für uns.“
Die Mannschaft von Ralf Rangnick ließ sich von diesen Momenten jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Auch die Umstellungen des Chefcoachs griffen: Der zur Pause wirkungslose Sasa Kalajdzic musste für Marko Arnautovic weichen, zudem brachte die Rückversetzung von Konrad Laimer aus dem Zehnerraum auf die Außenverteidigerposition mehr Stabilität in die zuvor anfällige Defensive.
Posch verletzt, Argentinien wartet
Ein Wermutstropfen blieb trotzdem. Rechtsverteidiger Stefan Posch musste mit dem Verdacht auf eine Kieferverletzung ausgewechselt werden, wodurch Rangnick ohnehin zu weiteren Anpassungen gezwungen sein könnte.
Auch Schlager blickte kritisch auf den zweiten Durchgang. „Anfang der zweiten Hälfte haben wir ihnen zu viel Raum zum Umschalten gegeben“, sagte der Schlussmann. Genau solche Freiheiten möchte Österreich gegen Messi, Lautaro Martínez und Co. unbedingt vermeiden, wenn das zweite Gruppenspiel nicht böse enden soll. Rangnick ordnete den Sieg dennoch als wichtigen Schritt ein: „Es war enorm wichtig, ein ganz, ganz wichtiger Schritt, dass wir dieses Spiel noch gezogen haben“, sagte er und ergänzte mit Blick auf das Duell mit dem Favoriten: „Wir müssen jetzt erst mal schauen, dass wir gegen Argentinien ein absolutes Topspiel hinlegen.“
Nach dem Montagabend soll Messi für den Moment nicht mehr alles dominieren. Spätestens im direkten Duell dürfte der Superstar aber wieder im Mittelpunkt stehen.