Die MagentaTV-Experten Thomas Müller und Mats Hummels ordneten den 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste nach dem Schlusspfiff ein. Bei MagentaTV lieferten die beiden eine ehrliche Analyse zwischen Lob und Kritik.

Müller: „Man hat das ganze Spektrum gesehen“
„Wir haben das ganze Spektrum gesehen“, sagte Thomas Müller. „Man hat gesehen, warum wir nicht zu absoluten Weltspitze gehören. Man hat gesehen, wieso wir vielleicht doch dazu gehören!“ Über Matchwinner Undav schwärmte Müller: „Er hat außergewöhnliche Fähigkeiten. Dieses letzte Tor schießt aus dieser Mannschaft nicht jeder.“ Ob Nagelsmann mit der 60. Minute den Sieg eingewechselt habe? „Das können wir zumindest bei Deniz Undav streichen. Der hat maßgeblich mit seinen beiden Toren dazu beigetragen.“
Auch Mats Hummels zog ein klares Fazit: „Heute hat man gesehen, wo die Problemfelder gegen die großen Mannschaften liegen. Aber die Mannschaft hat eine gute Moral gezeigt. Wir haben am Ende den Sieg unbedingt gewollt.“ Sein Urteil: „Ordentlich, aber auch mit genug Szenen, die Mannschaften wie Spanien, Frankreich oder England besser ausnutzen würden.“
Das Interview im Transkript
Hier das MagentaTV-Gespräch als Transkript. Die automatische Verschriftlichung wurde sprachlich geglättet und um korrekte Namen ergänzt; unverständliche Passagen wurden gekürzt. Quelle: MagentaTV.
Thomas Müller: Es kam genau so, wie wir es vorher gesagt haben. Wir wussten, es geht nicht so locker weiter wie gegen Curaçao. Heute hat man ein bisschen gesehen, wo die Problemfelder gegen die ganz großen Mannschaften liegen. Aber die Mannschaft hat eine gute Moral gezeigt und am Ende den Sieg unbedingt gewollt. In der 88. Minute haben wir noch Glück gebraucht, dass einer aus sieben Metern nicht schießen wollte. Ansonsten ordentlich, aber mit genug Szenen, die zeigen, was Mannschaften wie Frankreich, Spanien oder England noch besser ausnutzen würden. Man hat das ganze Spektrum dieser Mannschaft in einem Spiel gesehen: warum wir nicht zum absoluten Favoritenkreis gehören, und warum wir vielleicht doch dazugehören.
Moderation: Hat Julian Nagelsmann mit dem Dreierwechsel in der 60. Minute vielleicht den Sieg eingewechselt, Thomas?
Thomas Müller: Zumindest bei Deniz Undav können wir das so sagen, er hat mit seinen zwei Toren maßgeblich beigetragen. Alle drei Eingewechselten waren sehr engagiert. Deniz hat gezeigt, was wir seit Wochen und Monaten von ihm kennen: Sobald das Spiel offener wird und sich im gegnerischen Strafraum abspielt, hat er außergewöhnliche Qualitäten. Dieses letzte Tor schießt aus dieser Mannschaft nicht jeder. Es sieht simpel aus, aber er ist einfach ein Stürmer, aktuell der beste WM-Torschütze.
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