WM 2026 Podcast: Neueste Folge „Blitztore und ein historischer Platzverweis“

In der neuesten Folge unseres WM 2026 Podcasts „Der fünfte Stern“ ordnen wir eine WM-Nacht der Extreme ein: frühe Blitztore, ein vorzeitiges Aus der Türkei und ein historischer Platzverweis, der den Fußball verändern könnte.

Der fünfte Stern, WM 2026 Podcast: Blitztore und ein historischer Platzverweis.

USA souverän weiter, Türkei früh raus

In Seattle gewinnen die USA mit 2:0 gegen Australien und stehen vorzeitig in der K.o.-Runde. Beim 2:0 von Alex Freeman gab es eine besondere Familiengeschichte: Sein Vater Antonio Freeman erzielte vor knapp 30 Jahren am exakt gleichen Ort einen Touchdown für die Green Bay Packers. Das Fehlen von Christian Pulisic kompensierte die Mannschaft bemerkenswert, ein frühes Eigentor der Australier spielte den Gastgebern zusätzlich in die Karten. Auch sonst war es eine Nacht der frühen Tore: In Gruppe C schlägt Marokko Schottland mit 1:0, Ismaël Saïbari trifft schon nach 70 Sekunden. Und die Türkei verliert mit 0:1 gegen Paraguay, weil Matías Galarza bereits nach 64 Sekunden zuschlägt. Für die Türkei bedeutet die zweite Niederlage das frühe Aus, Paraguay verteidigt die knappe Führung clever über die Zeit.

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Almiróns historische Rote Karte: die neue IFAB-Regel

Die größte Aufregung des Abends lieferte Paraguays Miguel Almirón. Er sah die Rote Karte, weil er sich im Wortgefecht die Hand vor den Mund hielt. Dahinter steckt die neue IFAB-Regel, die zum ersten Mal bei einer Weltmeisterschaft greift: Das Zuhalten des Mundes wird konsequent mit Rot bestraft, weil sich verdeckte Beleidigungen sonst nicht nachweisen lassen. Der Videoassistent registrierte die Geste, der Schiedsrichter musste den Platzverweis zwingend aussprechen. Ein harter Einschnitt in die Gewohnheiten der Profis, über den wir in der Folge ausführlich diskutieren.

Brasilien löst die Pflichtaufgabe

Sportlich setzte vor allem Brasilien ein Ausrufezeichen und gewann die Pflichtaufgabe gegen Haiti mit 3:0. Matheus Cunha schnürte innerhalb von 13 Minuten einen Doppelpack, Vinícius Júnior traf kurz vor dem Pausenpfiff. Das Ganze vor prominenter Kulisse: Die Weltmeister Ronaldo, Ronaldinho und Kaká feierten die Tore von der Tribüne aus mit.

Die Themen der Folge im Überblick

  • USA 2:0 Australien und der Einzug in die K.o.-Runde
  • Die Freeman-Familiengeschichte: Touchdown und WM-Tor am selben Ort
  • Marokko 1:0 Schottland, Saïbari trifft nach 70 Sekunden
  • Türkei 0:1 Paraguay: Galarzas Blitztor und das türkische Aus
  • Historisch: Almiróns Rote Karte und die neue IFAB-Regel
  • Brasilien 3:0 Haiti mit Cunha-Doppelpack und Promis auf der Tribüne

Die komplette Folge und alle weiteren Ausgaben findest du in unserem WM 2026 Podcast „Der fünfte Stern“.

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Transkript

[00:00:00] Sprecher 1: Ein Spieler hält sich auf dem Platz die Hand vor den Mund und sieht dafür glatt Rot. Unglaublich, eigentlich. Das ist gestern Nacht bei der WM passiert. Willkommen zur heutigen Ausgabe am 20. Juni von Der fünfte Stern, täglich Nationalelf und WM 2026 News. Wir blicken auf die Spiele von gestern Abend und der vergangenen Nacht.

[00:00:23] Sprecher 2: Guten Morgen. Ja, wir ordnen die ganzen Geschehnisse für dich ein. Es war eine Nacht mit, pardon, sehr schnellen Toren und einer wirklich historischen Schiedsrichterentscheidung.

[00:00:35] Sprecher 1: Fangen wir direkt in Seattle an. Die USA gewinnen 2:0 gegen Australien und stehen in der K.o.-Phase. Und da gab es diese besondere Familiengeschichte beim 2:0 von Alex Freeman. Das war schon ein spezieller Moment für die Fans im Stadion. Vor knapp 30 Jahren hat sein Vater, Antonio Freeman, am exakt gleichen Ort einen Touchdown für die Green Bay Packers erzielt.

[00:00:57] Sprecher 2: Eine tolle sportübergreifende Geschichte. Das amerikanische Publikum liebt so etwas natürlich. Rein sportlich muss man sagen, die USA sind hochverdient weiter.

[00:01:07] Sprecher 1: Auf jeden Fall. Die haben das Fehlen von Christian Pulisic als Mannschaft wirklich bemerkenswert kompensiert. Gut, ein frühes Eigentor der Australier hatte ein wenig in die Karten gespielt.

[00:01:17] Sprecher 2: Klar, das gibt sofort Sicherheit. Die heutige Fußballnacht glich für mich ohnehin ein bisschen einem Boxkampf.

[00:01:24] Sprecher 1: Wie meinst du das?

[00:01:24] Sprecher 2: Na ja, die entscheidenden Schläge fielen quasi direkt mit dem Gong.

[00:01:27] Sprecher 1: Das ist ein sehr treffender Vergleich, wenn man sich die Startphasen der anderen Spiele ansieht. Rüber zu Gruppe C: Marokko schlägt Schottland mit 1:0, und Ismaël Saïbari trifft da bereits nach 70 Sekunden. Das brachte die Nordafrikaner direkt auf Kurs in Richtung Sechzehntelfinale.

[00:01:46] Sprecher 2: Ein echter Kaltstart für die Schotten. Und das Muster zieht sich weiter zum 0:1 der Türkei gegen Paraguay. Da traf Matías Galarza sogar schon nach 64 Sekunden.

[00:01:57] Sprecher 1: Bemerkenswert, oder? Also, solche frühen Tore drehen die gesamte Spieldynamik sofort auf den Kopf. Man zwingt den Gegner zu einem enormen offensiven Aufwand, während man sich selbst formieren kann.

[00:02:06] Sprecher 2: Leider bedeutet diese Niederlage, dass die Türkei bereits aus dem Turnier ausgeschieden ist.

[00:02:12] Sprecher 1: So ist es. Wobei man bei Paraguay das disziplinierte Verteidigen loben muss. Die haben diese knappe Führung souverän über 90 Minuten gebracht.

[00:02:19] Sprecher 2: Bleiben wir noch kurz bei dieser Partie, Türkei gegen Paraguay. Da gab es ja die größte Aufregung des Abends: die Rote Karte für Paraguays Miguel Almirón.

[00:02:29] Sprecher 1: Ein historischer Moment. Da muss ich schon kritisch einwerfen: ein Platzverweis schlichtweg, weil sich ein Spieler die Hand vor den Mund hält. Das greift doch enorm in die normale Kommunikation auf dem Rasen ein.

[00:02:43] Sprecher 2: Das wirkt auf den ersten Blick vielleicht hart. Ja, aber hier greift zum ersten Mal bei einer Weltmeisterschaft die neue IFAB-Regel. Die Fakten sind da klar vorgegeben.

[00:02:50] Sprecher 1: Es geht um verdeckte rassistische Beleidigungen, richtig?

[00:02:54] Sprecher 2: Exakt. Das Zuhalten des Mundes wird nun konsequent mit Rot bestraft, weil sich sonst per Lippenlesen nichts nachweisen lässt. Der Videoassistent hat die Geste registriert.

[00:03:05] Sprecher 1: Und der Schiedsrichter musste dann handeln?

[00:03:07] Sprecher 2: Er musste zwingend den Platzverweis aussprechen, das Regelwerk lässt da keinen Spielraum. Die Unparteiischen setzen das bei diesem Turnier rigoros um.

[00:03:15] Sprecher 1: Ein harter Einschnitt in die Gewohnheiten der Profis. Schlagen wir die Brücke zu Mannschaften, die rein sportliche Ausrufezeichen setzen?

[00:03:24] Sprecher 2: Brasilien löst die Pflichtaufgabe gegen Haiti mit einem 3:0. Ein sehr reifer Auftritt. Matheus Cunha schnürt da innerhalb von 13 Minuten einen Doppelpack, und Vinícius Júnior hat kurz vor dem Pausenpfiff auch noch getroffen.

[00:03:39] Sprecher 1: Richtig. Und das Ganze vor prominenter Unterstützung auf der Tribüne. Die Weltmeister Ronaldo, Ronaldinho und Kaká haben die Tore mitgefeiert. Das beflügelt die Seleção sicher noch einmal extra.

[00:03:50] Sprecher 2: Zweifellos. Ein rundum gelungener Auftritt der Brasilianer.

[00:03:53] Sprecher 1: Damit sind wir auch schon am Ende unseres heutigen Überblicks. Wir bedanken uns herzlich bei dir fürs Einschalten heute Morgen.

[00:04:00] Sprecher 2: Danke auch von meiner Seite fürs Zuhören. Es wird faszinierend sein zu beobachten, wie diese neue Mund-Zuhalte-Regel künftig das Verhalten der Profis bei Rudelbildungen auf dem Platz verändern könnte, wenn man das eigene Team nicht dezimieren will.

[00:04:17] Sprecher 1: Bis zum nächsten Mal auf dem Rasen.