Keine WM-Trinkpausen in Bundesliga: DFL & UEFA planen keine Einführung

Die Fans in Deutschland müssen sich bei Bundesliga und 2. Liga vorerst nicht auf generelle Trinkpausen einstellen. Weder die DFL noch die UEFA wollen die umstrittenen Unterbrechungen flächendeckend einführen. Statt einer festen Regel soll weiter abhängig von Wetter und Belastung entschieden werden.

Miami, Florida, USA, 15. Juni 2026: Uruguays Nationaltrainer Marcelo Bielsa spricht während einer Trinkpause im WM-Spiel der Gruppe H gegen Saudi-Arabien mit seinen Spielern im Miami Stadium. (Foto: Lars Baron/Getty Images)
Miami, Florida, USA, 15. Juni 2026: Uruguays Nationaltrainer Marcelo Bielsa spricht während einer Trinkpause im WM-Spiel der Gruppe H gegen Saudi-Arabien mit seinen Spielern im Miami Stadium. (Foto: Lars Baron/Getty Images)

DFL setzt auf Entscheidungen von Fall zu Fall

Die Deutsche Fußball Liga machte deutlich, dass Trinkpausen im deutschen Ligabetrieb keine Pflicht sind. Zwar können die Schiedsrichter bei großer Hitze schon seit längerem Pausen anordnen, eine allgemeine Vorgabe ist aber nicht geplant. „Über Trinkpausen wird weiterhin je nach Wetterlage situativ entschieden“, teilte die DFL der Sportschau mit. Damit bleibt es bei einer Lösung, die sich an den konkreten Bedingungen des jeweiligen Spiels orientiert.

Vor allem bei hohen Temperaturen dürfen die Unparteiischen reagieren und den Mannschaften eine kurze Erfrischungspause ermöglichen. Ein Automatismus soll daraus jedoch nicht werden. In Bundesliga und 2. Liga bleibt die Trinkpause also eine Option für besondere Wetterlagen, nicht aber ein festes Element jeder Partie.

Auch die UEFA hält an ihrem Kurs fest

Ähnlich positioniert sich die UEFA. Der europäische Verband orientiert sich nach eigenen Angaben am Vorgehen der Bundesliga und sieht ebenfalls keine Einführung allgemeiner Trinkpausen vor. In den medizinischen Vorschriften sind Pausen bei Temperaturen ab 35 Grad Celsius oder bei einem WBGT-Wert über 32 vorgesehen. Liegen die Werte darunter, kann der Schiedsrichter die Unterbrechung erlauben, wenn er sie für sinnvoll hält.

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Eine Ausweitung auf alle Begegnungen ist aber ausgeschlossen. „Die UEFA plant nicht, diese Regularien für die kommenden Wettbewerbe zu verändern. Das schließt die Champions League und die EM 2028 ein.“ Damit bleibt es auch in den großen europäischen Wettbewerben bei einer situativen Lösung statt eines festen Pflichtprogramms.

FIFA-Regel bleibt Sonderfall

Die Vorgaben der FIFA gehen deutlich weiter. Der Weltverband hatte die Regel als Reaktion auf die teils enorme Hitze bei der Klub-WM im vergangenen Jahr eingeführt. Seitdem wird in jeder Partie Mitte beider Halbzeiten eine dreiminütige Trinkpause eingelegt. Dabei spielt es keine Rolle, wie hoch die Temperaturen sind oder ob ein Stadiondach geschlossen ist.

Nach FIFA-Verständnis sollen auf diese Weise für beide Teams möglichst gleiche Bedingungen entstehen. Kritiker sehen das jedoch anders. Ihrer Ansicht nach profitieren vor allem die übertragenden Sender, die die Unterbrechungen für Werbung nutzen können. Außerdem verändere sich durch diese „Timeouts“ der Spielfluss.