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Kylian Mbappé hat die Wahl klar getroffen: Für den zweiten WM-Titel mit Frankreich würde er sogar auf den persönlichen Torrekord verzichten. Im Interview mit dem französischen TV-Sender M6 stellte der Stürmer unmissverständlich klar, dass für ihn der Erfolg der Équipe tricolore über allem steht.

Mbappé setzt den Pokal über die eigene Bilanz
Auf die Frage, ob er eigene Treffer gegen die Titelmission der Franzosen eintauschen würde, antwortete der 27-Jährige ohne Zögern: „Sofort! Ich würde sofort unterschreiben. Wenn es bedeutet, dass wir gewinnen, werde ich mit Freuden der Erste sein, der auf den Champs-Élysées feiert.“ Mbappé, 2018 Weltmeister und vor vier Jahren Finalist auf der Verliererseite, geht bei seiner dritten WM mit zwölf Turniertoren an den Start.
Damit fehlen dem Angreifer von Real Madrid nur noch vier Treffer, um Miroslav Kloses Bestmarke einzustellen. Der deutsche Rekordschütze und Weltmeister war bei vier Endrunden dabei, nämlich 2002, 2006, 2010 und 2014.
Rekord ja, aber nicht um jeden Preis
Der Franzose weiß um seinen Platz in der ewigen Torschützenliste und nahm die Statistik mit einem Schmunzeln zur Kenntnis. „Es sei ‚ein tolles Gefühl, in der ewigen Torschützenliste ganz oben zu stehen, auch wenn ich nicht weiß, ob es ganz fair ist, da die anderen Jungs viel älter sind als ich'“, sagte Mbappé. Zugleich machte er deutlich, dass er noch mehr Geschichte schreiben will, vor allem aber den Titel nach Frankreich holen möchte. „Natürlich möchte ich weiterhin Geschichte schreiben. Aber am allermeisten wünsche ich mir, mit dem Pokal nach Frankreich zurückzukehren“, erklärte er.
Les Bleus mit großem Ziel in Nordamerika
Frankreich zählt bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada zum engeren Favoritenkreis. Zum Auftakt trifft das Team am Dienstag auf den Senegal. Mbappés Blick richtet sich dabei nicht nur auf Ergebnisse, sondern auch auf die richtige innere Haltung. „Man muss seine Emotionen im Griff haben“, sagte er mit Blick auf das Turnier.
Er weiß, dass eine Weltmeisterschaft auch Momente des Leidens bereithält. „Bei einer WM gebe es ‚definitiv einige schwierige Momente‘, das Team müsse ‚leiden, um Geschichte zu schreiben. Wir haben bereits einmal Geschichte geschrieben, und jetzt wollen wir es wieder tun.'“