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Heute nachmittag traten Nico Schlotterbeck und Jonathan Tah bei der DFB Pressekoferenz auf und es wurde unterhaltsam! Vor Manuel Neuer ist das deutsche Abwehrzentrum bei der WM 2026 in den USA schon jetzt ein Thema. Nico Schlotterbeck und Jonathan Tah sehen sich für die große Bühne gut gerüstet und schwärmen von ihrem Zusammenspiel in der Nationalmannschaft. Am Sonntag folgt der 1.Auftritt auf dem grünen Rasen gegen die Nationalmannschaft aus Curacao.

Schlotterbeck und Tah mit viel Selbstvertrauen
„Wir profitieren echt voneinander, haben unterschiedliche Stärken“, sagte Schlotterbeck im DFB-Quartier in Winston-Salem über das Innenverteidiger-Duo. „Ich weiß“, ergänzte der Dortmunder, „wenn wir unsere Fähigkeiten auf den Platz bringen, sind wir ein sehr gutes Duo. Wir brauchen uns vor keinem Innenverteidiger-Duo der Welt zu verstecken.“
Beweisen müssen die beiden das zunächst am Sonntag gegen Außenseiter Curacao. Dann trifft die Auswahl des DFB in Houston um 19.00 Uhr auf den Gegner, live zu sehen in der ARD und bei MagentaTV. Schon vor dem WM-Auftakt ist die gegenseitige Wertschätzung groß.
Große Anerkennung auf beiden Seiten
Tah fand für seinen Nebenmann deutliche Worte. „Nico ist ein überragender Innenverteidiger, ein besonderer Typ, sehr extrovertiert, hat immer einen Spruch auf Lager – mag ich“, sagte der Bayern-Profi und lächelte dabei. Auf dem Platz helfe Schlotterbeck enorm weiter. „Mit Ball gibt es nicht viele, die auf dem Niveau unterwegs sind, das macht er überragend, ist mutig. Ich finde es top, wie er sich entwickelt hat die letzten Jahre.“
Schlotterbeck gab das Lob umgehend zurück. „Jona hat die letzten drei, vier Jahre einen extremen Step gemacht“, sagte er. Auch Tahs erste Saison in München sei „richtig, richtig gut“ gewesen. Besonders stark finde er den Münchner im Spiel gegen den Ball und beim Absichern des eigenen Tores. „Er ist ein unglaublich guter Verteidiger im Tor-Beschützen, das hat man gegen die USA gesehen“, sagte Schlotterbeck mit Blick auf das WM-Generalproben-Spiel, das Deutschland 2:1 gewann.
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Wer den Takt vorgibt
Auch die Rollen sind klar verteilt. Tah gibt nach Schlotterbecks Darstellung „den Takt“ und die Höhe der Defensive vor. „Er ist einer, der ein bisschen mehr spricht und die Vorderleute coacht. Ich gucke dann auf Jona.“
Für die Mannschaft hat Schlotterbeck ebenfalls ein starkes Gefühl. Gegen Curacao wolle das Team „das erste Mal zeigen, wie gut wir sind“, sagte der 26-Jährige. Danach, davon ist er überzeugt, soll es ähnlich weitergehen. „Wir haben sehr, sehr viele Spieler, die sehr talentiert sind, die sich noch gar nicht den Kopf machen. Und viele Spieler, die auf ihrem Peak sind. Die Mischung in der Mannschaft ist brutal gut. Wir müssen uns vor gar niemandem verstecken.“

„Tschonnässn“ sorgt für Lacher
Für beste Stimmung sorgte bei der Pressekonferenz in Winston-Salem ein Wortgefecht mit einem Reporter. Als ein deutscher Journalist den Namen Jonathan Tah englisch als „Tschonnässn“ aussprach, konnte sich Schlotterbeck kaum noch halten. Der Dortmunder bückte sich, legte den Kopf seitlich auf das Podium und lachte herzhaft.
„Das hat dich gerade überrascht, Tschonnässn“, sagte Schlotterbeck zu Tah, ehe der Bayern-Verteidiger antworten konnte. Tah griff den Scherz auf und sagte lachend: „Tschonnässn find ich gut.“ Schlotterbeck stimmte sofort ein: „Ja, ich auch.“ Ganz beendet war die Sache damit aber nicht. Kurz darauf nahm Schlotterbeck die Szene noch einmal auf, als er über das starke Zusammenspiel mit Tah sprach, und sagte: „Tschonnässn spielt bei Bayern München, ich spiele bei Borussia Dortmund, wir haben viel erlebt in unserer Karriere.“ So endete eine ungeplant heitere Runde im WM-Quartier der deutschen Nationalmannschaft in Winston-Salem.