Für Rudi Völler ist die Reise zum WM 2026 Eröffnungsspiel ein doppelter Herzensmoment. Der DFB-Sportdirektor freut sich auf seine Rückkehr ins Aztekenstadion und übergibt in Mexiko zugleich gemeinsam mit Präsident Bernd Neuendorf und Generalsekretär Holger Blask Schecks über 86.000 Euro für die seit 40 Jahren bestehende Mexiko-Hilfe des Deutschen Fußball-Bundes.

Rückkehr an einen besonderen Ort
Noch vor seiner Abreise aus dem deutschen WM-Quartier in Winston-Salem erinnerte Völler an die Anfänge der Hilfsaktion. „Vor genau 40 Jahren, bei meiner ersten Weltmeisterschaft als Spieler, haben wir ein Waisenhaus besucht. Egidius Braun war damals die Triebfeder und über die Jahre und Jahrzehnte haben sich diese Mexiko-Hilfen entwickelt“, berichtete der 66-Jährige. Vor Ort wolle die Delegation „zwei Einrichtungen besuchen und auch Schecks überreichen aus unserer Nationalmannschaftsstiftung, die wir mit unseren Nationalspielern haben“, sagte Völler.
Mit den bereitgestellten Geldern unterstützt die Stiftung der Nationalmannschaft Bildungsprojekte in Mexiko-Stadt, Guadalajara und Queretaro. Nach Angaben des DFB profitierten bislang weit über 10.000 bedürftige Kinder und Jugendliche von der Mexiko-Hilfe. Organisiert wird das Engagement über die DFB-Stiftung Egidius Braun. Braun, der 2022 starb, war 1986 Delegationsleiter und Schatzmeister des DFB, später Verbandspräsident und Ehrenpräsident.
Ein Stadion mit besonderer Bedeutung
Sportlich verbindet Völler mit Mexiko ebenfalls prägende Erinnerungen. Vor 40 Jahren verlor er mit Deutschland das WM-Finale gegen Argentinien mit 2:3. Trotzdem überwiegt für ihn die Vorfreude auf den Auftritt im Aztekenstadion. „Für mich ist das Aztekenstadion das mit Abstand schönste Stadion der Welt und ich genieße es, jetzt am Donnerstag dort zu sein“, sagte Völler.
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Mexiko ist bei der kommenden Endrunde gemeinsam mit den USA und Kanada Gastgeber und richtet damit nach 1970 und 1986 zum dritten Mal eine Weltmeisterschaft aus.