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Vor rund 1000 begeisterten Fans hat sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft mit einem weiteren Erfolg gegen Finnland aus dem Publikum verabschiedet. Am Frankfurter DFB-Campus gewann das Team von Julian Nagelsmann am Montag ein auf zweimal 25 Minuten verkürztes Trainingsspiel mit 1:0 nach einem Eigentor und schloss damit zugleich seinen „American Dream“ ab.

Neuer sammelt wieder erste Belastung
Für Manuel Neuer war es die erste leichte Einheit im Tortraining nach seinen Wadenproblemen, die er offenbar weitgehend auskuriert hat. Ob der Rückkehrer schon am 6. Juni bei der WM-Generalprobe in Chicago gegen den Co-Gastgeber USA wieder zwischen den Pfosten steht, ist noch offen. Sein Einsatz zum Turnierstart am 14. Juni in Houston gegen Curacao rückt dennoch näher.
Einen Tag nach dem 4:0 1:0 gegen Finnland in Mainz setzte Nagelsmann im Test gegen den Weltranglisten-73. Alexander Nübel ein. Der Bundestrainer bezeichnete die Partie als „wichtigen Test“. Hintergrund war vor allem die Belastungssteuerung vor dem XXL-Turnier mit teils extremen klimatischen Bedingungen. „Der Schlüssel ist schon, dass wir eine gute Fitness mitbringen“, sagte Nagelsmann. Deshalb bekamen alle Profis, die „eine längere Pause“ hatten oder am Vorabend nicht beziehungsweise nur kurz im Einsatz waren, Spielpraxis, um „die nötige Fitness mitzubringen und körperlich im Flow zu bleiben“.

Testelf mit Goretzka als Zehner
Vor Nübel bildeten Waldemar Anton, Antonio Rüdiger, Malick Thiaw und David Raum die Viererkette. Im Zentrum spielten Angelo Stiller und Pascal Groß, davor agierte Leon Goretzka als „Zehner“ und verteilte die Bälle. In der Offensive standen Leroy Sané, Nick Woltemade und Jamie Leweling auf dem Platz. In der zweiten Halbzeit kamen Nadiem Amiri für Stiller, Trainingskeeper Jonas Urbig ersetzte Nübel, und Maximilian Beier übernahm für Leweling.
Goretzka und Woltemade vergaben gute Chancen, ehe ein strittiger Schiedsrichterpfiff für Gesprächsstoff sorgte. Dazu scherzte der Münchner: „Die Fans lachen.“

Abreise nach Chicago steht bevor
Auch abseits des Rasens war für die Zuschauer, unter ihnen Verbandsmitarbeiter, gesorgt. Es gab Essen und Getränke, das Catering finanzierte das Team aus der Mannschaftskasse. Am Dienstag reist die DFB-Auswahl von Frankfurt aus nach Chicago weiter. Dort stößt Kai Havertz nach dem Champions-League-Finale mit dem FC Arsenal gegen Paris Saint-Germain, das 3:4 i.E. endete, zur Mannschaft.