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Rot-Weiss Essen darf weiter von der Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga träumen. Im Relegationshinspiel setzte sich der Drittliga-Dritte an der Hafenstraße mit 1:0 gegen die SpVgg Greuther Fürth durch und reist mit einer starken Ausgangslage ins Rückspiel nach Mittelfranken. Entscheidend war ein Traumfreistoß von Torben Müsel in der 62. Minute, der die Arena in Ekstase versetzte.

Müsels Freistoß bringt Essen auf Kurs
Nach einer zerfahrenen und lange umkämpften Partie hatte Essen den längeren Atem. Müsel nahm sich den ruhenden Ball nach eigener Aussage mit voller Überzeugung und zirkelte ihn unhaltbar in den Winkel. Bei Sky sagte er: „Heute war ich sehr überzeugt von mir, muss ich ehrlich zugeben. Ich habe mir die Kugel direkt geschnappt“, und ergänzte: „Mit ein bisschen mehr Gewalt ins rechte Eck sah es, glaube ich, ganz gut aus.“
Für Rot-Weiss ist der Sieg ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zurück in den Profifußball. Nach schwierigen Jahren mit Abstiegen, Insolvenz und sportlichem Misserfolg war der Klub erst 2022 wieder in die 3. Liga aufgestiegen. Zuvor hatte Essen 14 Jahre lang nicht im Profibereich gespielt. Entsprechend groß war die Euphorie beim deutschen Meister von 1955, der im Ligaendspurt zuletzt allerdings geschwächelt hatte.
Fürth gerät unter Druck
Für die SpVgg Greuther Fürth verschärft die Niederlage die Abstiegssorgen erheblich. Das Kleeblatt muss im Heimspiel am Dienstag um 20.30 Uhr, live bei Sat.1 und Sky, deutlich zulegen, um nicht erstmals seit 1997 wieder in die Drittklassigkeit zu stürzen. Nach dem späten Rettungserfolg am letzten Zweitliga-Spieltag gegen Fortuna Düsseldorf, als ein 3:0 den Sprung auf Platz 16 sicherte, steht der Klub nun erneut mit dem Rücken zur Wand.
Die Anfangsphase war hitzig, doch klare Möglichkeiten blieben selten. Jannik Dehm setzte in der 16. Minute mit einem Schuss an die Latte den ersten Warnschuss für die Gäste. Danach entwickelte sich eine sehr intensive, spielerisch aber überschaubare Begegnung, in der Fürth zu selten gefährlich wurde.
Essen bleibt mutig bis zum Schluss
Auch nach der Führung zog sich Essen nicht zurück. Die Mannschaft spielte in der Schlussphase weiter nach vorne und blieb die aktivere Seite. Kaito Mizuta verpasste in der 58. Minute noch knapp, ehe Müsel wenig später bei seiner Standardchance zuschlug und den Drittliga-Dritten in eine aussichtsreiche Position brachte.