Fußball-WM 2026: USA lockern Visabestimmungen für einige Länder

Die USA lockern im Vorfeld der Fußball-WM im Sommer ihre umstrittenen Visabestimmungen für Besucher aus bestimmten Ländern. Das Außenministerium teilte am Mittwoch mit, dass Kautionszahlungen für WM-Teilnehmer und ausgewählte Fans ausgesetzt werden. Betroffen sind unter anderem fünf Turnierstarter sowie Anhänger mit Tickets aus qualifizierten Staaten, sofern sie sich zuvor in einem besonderen Prioritätssystem registriert haben.

Die Spieler der Elfenbeinküste stehen vor dem Testspiel gegen Schottland bei der Nationalhymne am 31. März 2026 in Liverpool. Kate McShane / Getty Images
Die Spieler der Elfenbeinküste stehen vor dem Testspiel gegen Schottland bei der Nationalhymne am 31. März 2026 in Liverpool. Kate McShane / Getty Images

Ausnahme für Teams und Fans mit Ticket

Bislang hatte die Regierung von Präsident Donald Trump im Zuge ihrer verschärften Migrationspolitik von Antragstellern aus 50 Entwicklungsländern verlangt, für ein US-Visum eine Kaution zwischen 5000 und 15.000 Dollar zu hinterlegen, die nach der Ausreise zurückgezahlt werden sollte. Von der nun angekündigten Ausnahmeregelung profitieren nach Angaben des State Department nicht nur die offiziellen Teammitglieder der Teilnehmernationen, sondern auch Fans aus qualifizierten Ländern, wenn sie bereits Eintrittskarten besitzen und sich in dem speziellen Visa-Prioritätssystem registriert haben.

„Wir bleiben dem Ziel verpflichtet, die nationalen Sicherheitsprioritäten der USA zu stärken und gleichzeitig legitime Reisen für das bevorstehende WM-Turnier zu ermöglichen“, sagte Mora Namdar, die im Außenministerium für konsularische Angelegenheiten zuständig ist. Zugleich machte die Trump-Regierung deutlich, dass sie die „größte und beste FIFA-WM der Geschichte“ ausrichten wolle.

Strenge Regeln für mehrere WM-Länder

Zu den Staaten, deren Staatsangehörige grundsätzlich von den Visabürgschaften betroffen sind, gehören Algerien, Kap Verde, die Elfenbeinküste, Senegal und Tunesien. Damit trifft es gleich fünf WM-Teilnehmer. Für andere qualifizierte Nationen gelten noch härtere Vorgaben: Haiti und Iran unterliegen nahezu vollständigen Einreiseverboten in die USA.

Hinzu kommt eine deutlich ausgeweitete Prüfung auch für Besucher aus westlichen Partnerstaaten. Diese müssen den US-Behörden Zugang zu ihren Social-Media-Inhalten gewähren. Eine Studie der Mendoza Law Firm kommt zudem zu dem Schluss, dass Haiti seine WM-Spiele praktisch ohne mitreisende Fans bestreiten wird. In den fünf von den Kautionsforderungen betroffenen Teilnehmerländern entspreche die verlangte Summe von 15.000 Dollar im Schnitt dem Einkommen von drei Jahren.

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