Spanien-Held & Weltmeister Gerard Piqué lange gesperrt beim FC Andorra

Gerard Piqué ist nach einem Schiedsrichter-Eklat vom spanischen Verband RFEF hart zur Rechenschaft gezogen worden. Der frühere Weltmeister und heutige Besitzer des Zweitligisten FC Andorra wurde für sechs Partien gesperrt, hinzu kommt eine zweimonatige Funktionssperre. Auslöser war sein Verhalten beim 0:1 gegen Albacete Balompié am vergangenen Freitag, als er den Unparteiischen und weitere Offizielle laut Spielbericht von Schiedsrichter Alonso de Ena Wolf sowohl in der Halbzeit als auch nach dem Abpfiff verbal attackiert und bedroht haben soll.

Spaniens Gerard Pique (hier nach dem Gewinn der Fußball WM 2010) wird am heutigen Spieltag im Blickpunkt stehen - er kommt aus Katalonien und zeigt dies auch: mit der katalonischen Fahne! AFP PHOTO / MIGUEL RIOPA /
Spaniens Gerard Pique (hier nach dem Gewinn der Fußball WM 2010) wird am heutigen Spieltag im Blickpunkt stehen – er kommt aus Katalonien und zeigt dies auch: mit der katalonischen Fahne! AFP PHOTO / MIGUEL RIOPA /

RFEF wertet Vorfall als leichte Gewalt

Das Disziplinarkomitee der RFEF stufte die Vorfälle als „leichte Gewalt gegen die Schiedsrichter“ ein. In dem Bericht heißt es, Piqué habe unter anderem erklärt: „Geht lieber mit Eskorte raus, damit euch nichts passiert“ sowie „In einem anderen Land würde man euch fertigmachen, aber hier in Andorra sind wir ein zivilisiertes Land“. Neben dem 39-Jährigen wurden auch weitere Klubverantwortliche sanktioniert.

Geldstrafe und Stadionmaßnahmen für FC Andorra

Auch der FC Andorra muss die Konsequenzen tragen. Der Tabellenzehnte der Segunda División wird mit einer Geldstrafe von 1500 Euro belegt, zudem bleiben der VIP- und der Logenbereich des Stadions zunächst geschlossen. Piqué hatte im Laufe seiner Karriere 535 Pflichtspiele für den FC Barcelona absolviert und 102 Länderspiele für Spanien bestritten. Der frühere Innenverteidiger wurde 2010 Weltmeister und 2012 Europameister, gewann neun spanische Meisterschaften sowie viermal die Champions League und beendete seine aktive Laufbahn 2022.