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US-Präsident Donald Trump hat dem Iran nahegelegt, auf einen Start bei der WM 2026 zu verzichten. Auf dem Netzwerk Truth Social schrieb Trump, die iranische Nationalmannschaft sei zwar „willkommen“, doch halte er ihre Teilnahme aus Gründen der persönlichen Sicherheit für unangemessen. Zuvor hatte Trump laut FIFA-Chef Gianni Infantino dem Iran ausdrücklich zugesichert, bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada antreten zu dürfen. Die Äußerungen stehen vor dem Hintergrund wachsender Spannungen im Nahen Osten und sorgen für widersprüchliche Signale in der WM-Vorbereitung.

Trump rät Iran von Teilnahme an der FIFA WM 2026 ab
Auf Truth Social begründete Trump seine Empfehlung mit der Sicherheitslage: „Die iranische Fußballnationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft willkommen, aber ich halte es wirklich nicht für angemessen, dass sie dort sind, im Hinblick auf ihr eigenes Leben und ihre Sicherheit.“ Damit rückt der US-Präsident von seiner ursprünglichen Zusage ab und stellt die Frage nach Risiken für Spieler, Offizielle und Betreuer in den Mittelpunkt. Gleichzeitig betont Trump formal die Möglichkeit der Teilnahme, verweist aber klar auf die Gefährdungslage.
Widersprüchliche Signale gegenüber Gianni Infantino
Erst wenige Tage zuvor hatte Trump laut Angaben von FIFA-Präsident Gianni Infantino versichert, der Iran sei „willkommen“ bei der WM (11. Juni bis 19. Juli). Der Austausch zwischen Trump und Infantino fand am Rande der WM-Auslosung im Dezember statt, bei der Infantino dem US-Präsidenten den erstmals vergebenen FIFA-Friedenspreis überreichte. Diese Nähe zwischen politischem Signal und sportlicher Institution zeigt, wie eng Verlautbarungen aus Politik und Fußball derzeit verzahnt sind. Dennoch wirft die aktuelle Kehrtwende Fragen zur Verlässlichkeit solcher Zusagen auf.
Spannungen im Nahen Osten und mögliche Auswirkungen auf die Teilnahme
Die jüngsten Worte Trumps fallen vor dem Hintergrund steigender Spannungen im Nahen Osten, die zunehmend Einfluss auf den internationalen Sport nehmen. Iranische Stellen haben bereits reagiert: Sportminister Ahmad Donyamali und Verbandspräsident Mehdi Taj hatten zuletzt einen möglichen WM-Verzicht angedeutet und damit die Debatte um Teilnahme oder Boykott weiter angeheizt. Die Kombination aus politischen Einschätzungen, Sicherheitsbedenken und sportlicher Vorbereitung erschwert die Planungen für Kader, Logistik und Spielstätte in Nordamerika. Gleichzeitig bleibt offen, welche Folgen die Diskussion konkret für die endgültige Teammeldung und die Qualifikationsorganisation haben werden.