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Viel Lob für Kompany: Nach seinem denkwürdigen, zwölfminütigen Plädoyer gegen Rassismus erhielt Bayern-Trainer Vincent Kompany Zustimmung von allen Seiten. Sportvorstand Max Eberl, Präsident Herbert Hainer, Ex-Trainer Christian Streich und Stürmerstar Harry Kane würdigten Kompanys Rede und Persönlichkeit nach dem 3:2 gegen Eintracht Frankfurt. Kompany hatte in der Pressekonferenz Vinicius Junior verteidigt und Benfica sowie José Mourinho scharf kritisiert. Der 39-Jährige selbst wollte anschließend nicht weiter über das Thema sprechen, hofft aber, dass die Debatte weiterwirkt.

Eberl: „Mich hat das brutal berührt“
Sportvorstand Max Eberl zeigte sich nach dem 3:2-Sieg bewegt: „Mich hat das brutal berührt. Ich sehe jetzt schon seit 20 Monaten, was für ein großer Mensch, eine große Persönlichkeit er ist. Gestern hat er es der ganzen Welt gezeigt.“ Eberl betonte zudem, dass es für Kompany selbstverständlich sei, ein respektvolles Miteinander einzufordern: „Dass das eben nicht die Regel ist, hat Vincent eindrucksvoll beschrieben. Diese Rede steht für sich. Unsere Aufgabe ist es, das jetzt so zu leben.“
Hainer nennt Kompany „ein Sechser im Lotto“
Präsident Herbert Hainer hob Kompanys Bedeutung für den Klub hervor und lobte den Trainer ausdrücklich: „Vincent Kompany ist nicht nur auf dem Platz, sondern auch neben dem Platz ein super Typ, der tut uns so gut.“ Hainer sagte, er habe den Belgier „schon ein paarmal als Sechser im Lotto bezeichnet“ und lobte das Statement als „intelligent, wohlüberlegt und genau auf den Punkt“. Seiner Ansicht nach habe Kompany viele aufgerüttelt und zugleich Mut gemacht.
Reaktionen aus Mannschaft und Medien
Auch aus dem Umfeld gab es breite Anerkennung: Ex-Trainer Christian Streich sagte bei Sky: „Unglaublich. Mir hat es vollständig die Füße weggezogen. Er ist ein großartiges Vorbild.“ Teamkollege Harry Kane unterstrich Kompanys Rolle innerhalb des Klubs: „Er ist nicht nur ein großartiger Taktiker und Trainer, er ist auch ein großartiger Botschafter. Er ist sehr ehrlich, sehr offen, er trägt das Herz auf der Zunge. Ich bin stolz, ihn als Trainer zu haben.“ Diese Stimmen erklären, warum die Mannschaft so stark mit ihrem Trainer verbunden sei.
Kompany bleibt zurückhaltend – „Ich habe alles dazu gesagt“
Vincent Kompany selbst signalisierte Zurückhaltung: „Ich habe alles dazu gesagt. Das war meine ganz spontane, ehrliche Meinung zu der Situation.“ Er begründete, warum er nicht weiter in die Diskussion einsteigen wolle: „Ich glaube nicht, dass wir etwas gewinnen, wenn ich in den nächsten Tagen da noch mehr zu sage.“ Gleichzeitig äußerte er die Hoffnung, „dass die Tür offen bleibt, damit wir daraus wachsen“.