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Wenige Minuten vor dem Anpfiff des WM-Finals hat US-Präsident Donald Trump das MetLife Stadium betreten. Die Kameras hielten drauf, wie er den goldenen WM-Pokal antippte, den er nach Spielende dem Kapitän des Champions überreichen sollte. Ein Auftritt mit Symbolkraft, begleitet von Pfiffen und „USA„-Sprechchören. Fotogalerie: Welche Prominente sind beim WM Finale 2026? Trump, Könige & ein Präsident

Ankunft per Helikopter und Platz in der Ehrenloge
Trump war mit dem Hubschrauber in East Rutherford vor den Toren New Yorks gelandet und traf pünktlich zum Abschluss der Eröffnungszeremonie ein. In der Loge nahm er gemeinsam mit seiner Frau Melania und FIFA-Präsident Gianni Infantino Platz. Als die Regie während der Nationalhymne auf ihn schwenkte, blieb der Applaus im Stadion durchwachsen, vereinzelt mischten sich Pfiffe unter die Rufe. In der Anfangsphase der Partie sorgte dann eine Szene für Aufmerksamkeit, die international für Gesprächsstoff sorgte: Brasiliens früherer Weltmeister Ronaldo brachte den Pokal direkt zu Trump, der die Trophäe kurz antätschelte, bevor sie später an den Sieger-Kapitän weiterging.

Der Balogun-Skandal überschattete das Turnier
Auffällig war, dass sich Trump während des Turniers weitgehend von den Stadien ferngehalten hatte. Dennoch war er über Wochen präsent, allerdings nicht durch Stadionbesuche, sondern durch seine Einmischung in eine brisante Disziplinarangelegenheit. Der US-Angreifer Folarin Balogun war zunächst gesperrt worden, ehe die Rote Karte überraschend zurückgenommen wurde. Wie sich herausstellte, hatte der 80-Jährige persönlich bei Infantino interveniert und um eine Annullierung der Sperre gebeten. Die Disziplinarkommission der FIFA gab dem Wunsch tatsächlich nach und setzte die Sperre auf Bewährung aus. Die Entscheidung löste einen Sturm der Entrüstung in der Fußballwelt aus. Balogun durfte daraufhin im Achtelfinale gegen Belgien auflaufen, konnte eine deutliche 1:4-Niederlage der USA aber nicht verhindern.
Trump träumt schon von der nächsten US-WM
Bereits zwei Tage vor dem Endspiel zwischen Argentinien und Spanien hatte Trump im Trump Tower in New York seine ganz eigene Bilanz des Turniers gezogen. „Ich dachte, wir seien kein Fußball-Land. Es stellte sich heraus, dass wir eines sind. Ich glaube, das wird so bleiben“, erklärte er dort. Gleich im Anschluss brachte er unverblümt eine erneute Bewerbung der Vereinigten Staaten für ein künftiges Großereignis ins Spiel. „Diese WM war so erfolgreich, dass wir die USA einfach noch einmal auswählen sollten“, sagte Trump und ergänzte mit Blick auf die bisherigen Co-Gastgeber: „Dieses Mal lassen wir Mexiko und Kanada außen vor.“
Auch FIFA-Chef Infantino fand bei diesem Termin überschwängliche Worte für das Turnier und den Gastgeber. „Dies war und ist nicht nur die großartigste Weltmeisterschaft aller Zeiten. Es ist das großartigste menschliche, soziale und kulturelle Ereignis, das die Menschheit je erlebt und gesehen hat“, sagte der Verbandspräsident. Direkt an Trump gewandt fügte er hinzu, dieser brauche zwar „keine Komplimente“, doch „diese Weltmeisterschaft wäre ohne Sie nicht so ein unglaublicher Erfolg gewesen“.