WM 2026 & Trump: Schottischen Fußball-Fans wird WM-Einreise verwehrt

Fünf Tage vor dem Start der Fußballweltmeisterschaft 2026 kämpfen schottische Fans mit unerwarteten Problemen bei der USA-Anreise. Laut BBC wurde bei dutzenden Anhängern der Bravehearts der ESTA-Status kurzfristig von „genehmigt“ auf „Reise nicht autorisiert“ geändert.

Tänzerinnen und Tänzer bei der Eröffnungsfeier der UEFA-Fußball-Europameisterschaft 2024 vor dem Spiel der Gruppe A zwischen Deutschland und Schottland in der Münchner Fußball-Arena am 14. Juni 2024 in München. (Foto: THOMAS KIENZLE / AFP)
Tänzerinnen und Tänzer bei der Eröffnungsfeier der UEFA-Fußball-Europameisterschaft 2024 vor dem Spiel der Gruppe A zwischen Deutschland und Schottland in der Münchner Fußball-Arena am 14. Juni 2024 in München. (Foto: THOMAS KIENZLE / AFP)

Kurzfristige Sperren sorgen für Frust

Hinter den Änderungen steht die verschärfte Einreisekontrolle der US-Regierung. Besonders bitter ist das für die Betroffenen, weil sie nach eigenen Angaben keine Erklärung für den plötzlichen Widerruf erhalten haben. „Das Frustrierende ist, nicht zu wissen, warum das passiert ist“, sagte Scott Braid aus Kirkcaldy. Das Update zu seinem Status kam „wie aus heiterem Himmel“.

Ein weiterer Reisender schilderte, er habe seinen ESTA-Antrag im Dezember gestellt. Bereits einen Tag später sei die Genehmigung erteilt worden, nun sei der Status aber ein halbes Jahr später aktualisiert worden und die Reise damit gescheitert. „Ich finde nicht, dass das fair ist, jemanden erst zur Einreise zu autorisieren und es dann wieder zurückzunehmen“, sagte er. „Es lässt einem nicht sehr viel Zeit, irgendetwas zu unternehmen“.

ESTA reicht nur bis zur Anreise

Wichtig ist dabei, dass ein ESTA lediglich die Anreise in die USA erlaubt. Ob eine Einreise tatsächlich erfolgt, entscheiden die Beamten vor Ort. Für die schottischen Fans kommt die Entwicklung besonders ungelegen, denn die Nationalmannschaft bestreitet ihr erstes Spiel am 13. Juni in Foxborough bei Boston gegen Haiti. Anhänger aus Großbritannien benötigen für die Reise ebenso wie Touristen aus europäischen Ländern, die bis zu 90 Tage ohne Visum in die USA einreisen wollen, eine ESTA-Genehmigung.

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Ende vergangenen Jahres hatten Donald Trump und die US-Regierung die Einreiseregeln verschärft. Lauren Bis, stellvertretende Heimatschutzministerin, erklärte dazu: „Alle ESTA-Anträge werden fortlaufend mit Polizei- und Sicherheitsdatenbanken abgeglichen“. Die „Nichtangabe von Festnahmen oder Verurteilungen“ sei eine Falschangabe und könne zur „Ablehnung oder zum Widerruf eines ESTA oder zu einem dauerhaften Einreiseverbot in die Vereinigten Staaten führen“.

Mehr Pflichten für Reisende

Ein genehmigtes ESTA sei außerdem „keine Garantie für die Einreise“. Seit der verschärften Kontrolle müssen Touristen aus europäischen Ländern zudem damit rechnen, ihre Social-Media-Aktivitäten der vergangenen fünf Jahre offenlegen zu müssen. Wer sich nicht für ein ESTA qualifiziert, muss stattdessen ein US-Visum beantragen, ein Prozess, der langwierig sein kann.