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Die Schweiz hat Co-Gastgeber Kanada im letzten Gruppenspiel den ersten Platz in der Gruppe B der WM 2026 entrissen und das Heimturnier der Nordamerikaner gehörig durcheinandergewirbelt. Beim 2:1 in Vancouver sorgten Ruben Vargas und der Freiburger Johan Manzambi für den Dämpfer, Kanada muss für die K.o.-Phase in die USA ausweichen. Für die Eidgenossen geht es dagegen weiter in Vancouver. Wie es für die Schweiz und Kanada nach dem Gruppenfinale weitergeht, zeigt der aktuelle WM-Spielplan der K.o.-Runde.

Vargas und Manzambi stellen die Weichen
Im vollbesetzten BC Place startete die Mannschaft von Murat Yakin mit einem Startelfdebüt für Johan Manzambi, der nach seinem starken Joker-Auftritt mit Doppelpack gegen Bosnien und Herzegowina erstmals bei dieser WM von Beginn an ran durfte. Gegen die Kanadier, bei denen Ismael Koné nach seiner schweren Verletzung aus der Katar-Partie fehlte, übernahmen die Schweizer früh die Kontrolle.
Schon nach gut zehn Minuten musste Kanada tief durchatmen. Breel Embolo scheiterte in der 11. Minute frei vor Torhüter Maxime Crepeau, den Nachschuss von Manzambi räumte Derek Cornelius gerade noch weg. Wie so oft brachte die Trinkpause jedoch einen Bruch ins Spiel. Trotz optischer Vorteile der Schweiz fanden die Gastgeber zunehmend besser in die Partie und kamen selbst zu Möglichkeiten. Gregor Kobel war gegen Cyle Larin in der 33. Minute und Ali Ahmed in der 41. Minute zur Stelle.

Nach der Pause kippt die Partie
Direkt nach dem Seitenwechsel traf die Schweiz dann mit dem ersten Angriff ins Schwarze. Manzambi spielte den Ball von rechts flach in den Strafraum, der völlig freie Vargas hatte reichlich Zeit und schob nach 40 Sekunden ins kurze Eck ein. Der Treffer ließ die Stimmung unter den rund 50.000 kanadischen Fans deutlich abkühlen.
Kanada suchte zwar weiter den Weg nach vorn, doch die Schweizer blieben stabil und setzten den nächsten Nadelstich. Erst wenige Sekunden zuvor eingewechselt, sorgte der spätere Torschütze Promise David in der 76. Minute noch einmal für Hoffnung bei den Hausherren. Mehr als der Anschluss sprang für die Kanadier aber nicht heraus.

WM 2026 Abschlusstabelle der Gruppe B
Sechzehntelfinale: Kanada in den Los Angeles, Schweiz bleibt in Vancouver
Mit dem Sieg sicherte sich die Schweiz den Gruppensieg und verdrängte Kanada auf Rang zwei. Für das Team von Jesse Marsch bedeutet das, dass es am Sonntag in Los Angeles gegen den Zweiten der Gruppe A antreten muss. Obwohl die Kanadier erstmals überhaupt die Vorrunde bei dieser WM überstanden, verabschieden sie sich für die nächste Phase von ihrem Heimpublikum, denn ihre drei Gruppenspiele fanden auf heimischem Boden statt.

Die Schweizer bleiben dagegen in Vancouver. Sowohl das Sechzehntelfinale gegen einen Drittplatzierten aus den Gruppen E, F, G, I oder J am kommenden Donnerstag Ortszeit als auch ein mögliches Achtelfinale werden in der Westkanada-Metropole ausgetragen. Bosnien-Herzegowina mit Schalkes Torjäger Edin Dzeko machte im Parallelspiel ebenfalls auf sich aufmerksam und bleibt als möglicher Gegner des DFB-Teams in der ersten K.o.-Runde im Rennen.
Die Bosnier bezwangen in Seattle den früheren WM-Gastgeber Katar mit 3:1 und hielten damit ihre Chance auf das Weiterkommen aufrecht. Kerim Alajbegovic, künftig bei Leverkusen, traf in der 29. Minute, dazu unterlief Sultan Al Brake ein Eigentor in der 34. Minute. Ermin Mahmic erhöhte in der 80. Minute, Hasan Al-Haydos verkürzte für Katar in der 42. Minute. Mit vier Punkten und einer Tordifferenz von minus eins muss das Team von Sergej Barbarez nun die weiteren Gruppenspiele abwarten, ehe die Qualifikation für die nächste Runde feststeht.