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Am Montagabend steht für das DFB-Team das erste K.o.-Spiel bei einer WM seit dem Finale 2014 an. Beim WM-Spiel Deutschland gegen Paraguay (live bei MagentaTV) ordnen die Kommentatoren Corni Küpper und Robby Hunke den aktuellen Leistungsstand der deutschen Mannschaft ein.

Hunke: „Gegen Paraguay darfst du definitiv nicht verlieren“
„Gegen Ecuador darfst du in dem Kontext verlieren. Ecuador war auch die letzte Mannschaft, die Argentinien geschlagen hat. Gegen Paraguay darfst du definitiv nicht verlieren. Paraguay ist fußballerisch auch nochmal eine ganze Ecke schwächer. Das wäre ein absolutes Desaster“, sagte Robby Hunke und forderte „eine höhere Zweikampfintensität“. Er ist sich sicher, „dass wir hundertprozentig eine andere Fußball-Nationalmannschaft sehen werden“ – das Spiel gegen Ecuador werde „sehr schnell vergessen sein“.
Völler-Aussage und der Blick auf Frankreich
Zur Einschätzung von Rudi Völler, man könne am Limit gegen jede Mannschaft gewinnen, ergänzte Hunke: „Gegen Frankreich in einem potentiellen Achtelfinale reicht das selbstverständlich nicht. Da muss Deutschland sogar über 100 Prozent hinausgehen. Gegen Paraguay reicht das vielleicht mit einer klaren Leistungssteigerung. Gegen Frankreich würde ich – nach dem, was ich bis jetzt gesehen habe – bisher schwarzsehen.“
Küpper: „Die Leistungssteigerung ist dringend erforderlich“
„Wir haben bis jetzt sechs Halbzeiten gespielt und fünf davon waren einfach nicht gut“, analysierte Corni Küpper. „Du hattest diesen schwachen Start gegen Curaçao … die zweite Halbzeit wirkte wirklich wie entfesselt. Aber dann das Spiel gegen Côte d’Ivoire, das Spiel gegen Ecuador – das war mindestens nur auf Augenhöhe. Côte d’Ivoire hätte am Ende sogar noch gewinnen können. Die Leistungssteigerung ist dringend erforderlich!“ Paraguay sei dabei „kein Stolperstein“, aber auch „nicht unser Gradmesser“: „Unser Gradmesser sind die Nationen, die danach kommen. Und da ist die deutsche Mannschaft gerade noch hinten dran.“
Die Aussagen im Transkript
Hinweis: Die folgende Verschriftlichung gibt die im Video getätigten Aussagen wieder (Quelle: MagentaTV) und wurde nur leicht geglättet.
Robby Hunke über das, was dem DFB-Team noch fehlt: Gegen Ecuador darfst du in dem Kontext verlieren – Ecuador war auch die letzte Mannschaft, die Argentinien geschlagen hat. Gegen Paraguay darfst du definitiv nicht verlieren. Paraguay ist fußballerisch nochmal eine ganze Ecke schwächer, das wäre ein absolutes Desaster. Es braucht eine höhere Zweikampfintensität. Ich bin mir sehr sicher, dass wir hundertprozentig eine andere deutsche Fußball-Nationalmannschaft sehen werden, die alles zeigt, was sie in den ersten zwei Gruppenspielen gezeigt hat. Ich glaube, dass das Spiel gegen Ecuador sehr schnell vergessen sein wird.
Hunke zur Völler-Aussage, man könne am Limit jede Mannschaft schlagen: Wo er natürlich recht hat: Gegen Frankreich in einem potentiellen Achtelfinale reicht das selbstverständlich nicht, da muss Deutschland sogar über 100 Prozent hinausgehen. Gegen Paraguay reicht es vielleicht mit einer klaren Leistungssteigerung. Gegen Frankreich würde ich – nach dem, was ich bisher gesehen habe – schwarzsehen.
Corni Küpper: Du bist dir sicher, eine andere Mannschaft zu sehen – das ist auch dringend notwendig! Wir haben bis jetzt sechs Halbzeiten gespielt und fünf davon waren einfach nicht gut. Du hattest diesen schwachen Start gegen Curaçao, die zweite Halbzeit wirkte wirklich wie entfesselt. Aber dann das Spiel gegen Côte d’Ivoire, das Spiel gegen Ecuador – das war mindestens nur auf Augenhöhe. Côte d’Ivoire hätte am Ende sogar noch gewinnen können. Du sprichst von einer Leistungssteigerung – die ist dringend erforderlich!
Küpper zum Spiel gegen Paraguay: Ich habe Paraguay gegen die USA gesehen und auch gegen die Türken. Ich glaube, die haben in Summe 60 Torschüsse zugelassen – die sind wirklich nicht gut, das muss man so sagen. Dementsprechend glaube ich, dass Paraguay kein Stolperstein für die deutsche Mannschaft wird. Aber Paraguay ist nicht unser Gradmesser. Unser Gradmesser sind die Nationen, die danach kommen – und da ist die deutsche Mannschaft gerade noch hinten dran.