Fehlende Durchschlagskraft, zu viele Gegentore: Im MagentaTV-„Breakfast Club“ bei MagentaTV analysierten Micky Beisenherz und Tobias Schweinsteiger nach dem 1:2 im Spiel Ecuador gegen Deutschland die deutsche Offensivflaute – und fanden zur Beruhigung einen Blick zu den kriselnden Engländern von Thomas Tuchel.

Schweinsteiger: „Die Gruppenphase gilt es einfach nur zu überstehen“
„Wir können es einfach nicht, ohne dass wir uns Gegentore fangen“, stellte Beisenherz fest. Schweinsteiger machte einen Formmangel in der Offensive aus: „Wirtz fehlt die Form, Musiala fehlt die Form, Sané fehlt die Form. Serge Gnabry ist leider verletzt, der wäre für uns super wichtig gewesen. Kai Havertz kann in großen Spielen immer ein Tor machen, aber gefühlt nie zwei oder drei. Und Deniz Undav hat das Standing noch nicht.“
Zur Einordnung verwies Schweinsteiger auf England: „Das war wirklich ein lausiges, langweiliges 0:0 gegen Ghana. Nach dem ersten Spiel gegen Kroatien dachte jeder: Dieses Jahr ist es soweit, nach ’66 holen sie das Ding wieder. Jetzt ist da auch wieder alles in Schutt und Asche gelegt, und Tuchel kann gar nichts.“ Sein Fazit: „Die Gruppenphase gilt es einfach nur zu überstehen. Danach sind K.o.-Spiele, dann kannst du fair bewerten. Der Deutsche bewertet eh nur nach dem Ergebnis.“
Die Breakfast-Club-Stimmen im Transkript
Hinweis: Die folgende Verschriftlichung wurde automatisch erstellt und nur leicht geglättet. Es können kleinere Ungenauigkeiten enthalten sein. Quelle: MagentaTV.
Micky Beisenherz: Wir können es einfach nicht, ohne dass wir uns Gegentore fangen. Das können die Norweger beispielsweise auch – nur die haben vorne noch Haaland, die schießen dann halt drei Tore.
Tobias Schweinsteiger: Die Tore: Zwei kriegt der Verteidiger durch die Beine, das ist für den Torwart immer eklig. Eine Standardsituation, und einmal dieser Geschwindigkeitsvorteil gegen Jo Kimmich. Das wissen die anderen Mannschaften, die werden das weiterhin drauf anlegen. Da fehlt uns vorne manchmal die Inspiration. Wir können nicht immer hoffen, dass Deniz Undav reinkommt und einen Sahne-Tag hat – die anderen müssen das auch hinkriegen. Wirtz fehlt die Form, Musiala fehlt die Form, Sané fehlt die Form. Serge Gnabry ist leider verletzt, der wäre für uns super wichtig gewesen. Auch auf den Flügelpositionen haben wir nicht die Form. Kai Havertz ist ein Spieler, der in großen Spielen immer ein Tor machen kann – aber gefühlt nie zwei oder drei. Und Deniz Undav hat das Standing noch nicht.
Tobias Schweinsteiger: Wenn du dir die anderen Mannschaften anschaust – die Franzosen, die Spanier, die Portugiesen –, die sind in der Offensive vielleicht auch nicht alle in Form. Aber da macht Cristiano Ronaldo dann auch mal zwei. Schau dir die Engländer an: Das war wirklich ein lausiges, langweiliges 0:0 gegen Ghana. Die hätten das Spiel am Schluss gewinnen können, Lattenkopfball, Harry Kane schießt den Ball drüber. Nach dem ersten Spiel gegen Kroatien dachte jeder: Dieses Jahr ist es soweit, nach ’66 holen sie das Ding wieder. Jetzt ist da auch wieder alles in Schutt und Asche gelegt, und Tuchel kann gar nichts. Die Gruppenphase gilt es einfach nur zu überstehen. Danach sind K.o.-Spiele, dann kannst du fair bewerten. 2014 gegen Algerien oder 2002, wie wir ins Finale gekommen sind – das ist das Schöne daran: Der Deutsche bewertet eh nur nach dem Ergebnis.